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Beton im Wohnhochhaus
nicht nur Beilage., 2018
o.A. nicht nur Beilage. 2018 240

«[...] Entlang der Strasse reihen sich die Häuser zu einem Lärmschutzkatalog. Genoppte Betonbrüstungen, festverglaste Fenster, zugeknöpfte Mauern. Ein Gebäude aber sticht hervor. Mit rot gefärbtem Beton leuchtet es gegen die Strasse, Glasbausteine lockern die Fassade auf. Sie lassen erahnen: Dahinter gibt es eine leise Weilt, eine wohnliche Welt. [...]»

Andres Herzog, «Krach um Dezibel – Den Schall überbrücken», in: Hochparterre, Nr. 04, Zürich: Hochparterre AG 2018, S. 52–53

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«[...] Entlang der Strasse reihen sich die Häuser zu einem Lärmschutzkatalog. Genoppte Betonbrüstungen, festverglaste Fenster, zugeknöpfte Mauern. Ein Gebäude aber sticht hervor. Mit rot gefärbtem Beton leuchtet es gegen die Strasse, Glasbausteine lockern die Fassade auf. Sie lassen erahnen: Dahinter gibt es eine leise Weilt, eine wohnliche Welt. [...]»

Andres Herzog, «Krach um Dezibel – Den Schall überbrücken», in: Hochparterre, Nr. 04, Zürich: Hochparterre AG 2018, S. 52–53

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Ein weiteres Hochhaus für Altstetten
Immobilien Business, 2018
(bw) Immobilien Business 2018 240
Vielfalt statt Geklotze: Erlenmatt Ost in Basel
srf.ch, 2018
Karin Salm srf.ch 2018 206

«Die Stadt Zürich ist Pionierin des nachhaltigen Bauens und um den ökologischen Zustand der eigenen Bauten vorbildlich besorgt. Bei der Erneuerung einer städtischen Wohnsiedlung war kein ideologischer Imperativ, sondern ein pragmatischer Ansatz gefragt. [...]»

Paul Knüsel, «Erneuerung Wohnsiedlung Paradies, Stadt Zürich», in: Tec21, Nr. 34, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2002, S. 29–31

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«Die Stadt Zürich ist Pionierin des nachhaltigen Bauens und um den ökologischen Zustand der eigenen Bauten vorbildlich besorgt. Bei der Erneuerung einer städtischen Wohnsiedlung war kein ideologischer Imperativ, sondern ein pragmatischer Ansatz gefragt. [...]»

Paul Knüsel, «Erneuerung Wohnsiedlung Paradies, Stadt Zürich», in: Tec21, Nr. 34, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2002, S. 29–31

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«Immer mehr Menschen in der Schweiz wollen möglichst zentral wohnen. Die Städte müssen verdichten. Mehr Menschen bringen aber auch mehr Verkehr, und damit Lärm. Das Problem - Wohnen wo's laut ist - und die Antwort der Architekten im Beitrag von «10vor10».»

Daniela Lager zum Thema «Architekturtrend – FOKUS: Lärmschutz Architektur» für die Sendung «10vor10» auf SRF1

Zu «10vor10» Online

To Project: Erlenmatt Ost, Module 1

«Immer mehr Menschen in der Schweiz wollen möglichst zentral wohnen. Die Städte müssen verdichten. Mehr Menschen bringen aber auch mehr Verkehr, und damit Lärm. Das Problem - Wohnen wo's laut ist - und die Antwort der Architekten im Beitrag von «10vor10».»

Daniela Lager zum Thema «Architekturtrend – FOKUS: Lärmschutz Architektur» für die Sendung «10vor10» auf SRF1

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Grösste selbstverwaltete Siedlung der Schweiz: «Giesserei» in Winterthur
srf.ch, 2018
Karin Salm srf.ch 2018 120

«Erlenmatt Ost ist eine vielfältig strukturierte und nachhaltig innovative Arealüberbauung in Basel. Die Realisierung findet in Etappen bis Mitte 2019 statt. Das abgebildete Gebäude «Baustein 1 » gehört zu den ersten Wohnbauten. Gleichzeitig ist es unter den 35 Werken, die am 29. Oktober im Rahmen der «Auszeichnung Guter Bauten 2018» der Kantone Basel-Land und Basel-Stadt ausgezeichnet wurden. [...]»

Paul Knüsel, «Hausanschluss an die Stromwende», in: Tec21, Nr. 45, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2002, S. 22-23

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«Erlenmatt Ost ist eine vielfältig strukturierte und nachhaltig innovative Arealüberbauung in Basel. Die Realisierung findet in Etappen bis Mitte 2019 statt. Das abgebildete Gebäude «Baustein 1 » gehört zu den ersten Wohnbauten. Gleichzeitig ist es unter den 35 Werken, die am 29. Oktober im Rahmen der «Auszeichnung Guter Bauten 2018» der Kantone Basel-Land und Basel-Stadt ausgezeichnet wurden. [...]»

Paul Knüsel, «Hausanschluss an die Stromwende», in: Tec21, Nr. 45, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2002, S. 22-23

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Hochhäuser im Limmattal
Höngger Online, 2018
Fredy Haffner Höngger Online 2018 240

Schöne, alte Platanen prägen die Erlenstrasse. Aber auch der Lärm von Eisenbahn, Hauptstrasse und Autobahn. Deshalb ist es eine der Aufgaben der hier gebauten Häuserzeile, das neue Erlenmatt-Quartier vor den starken Immissionen zu schützen. [...]»

Martin Tschanz, «Innere Fassade: Erlenmatt Ost – Baustein 1, Basel», in: Bauen in Beton 2018/2019, Bern: Betonsuisse Marketing AG, S. 32–37

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Schöne, alte Platanen prägen die Erlenstrasse. Aber auch der Lärm von Eisenbahn, Hauptstrasse und Autobahn. Deshalb ist es eine der Aufgaben der hier gebauten Häuserzeile, das neue Erlenmatt-Quartier vor den starken Immissionen zu schützen. [...]»

Martin Tschanz, «Innere Fassade: Erlenmatt Ost – Baustein 1, Basel», in: Bauen in Beton 2018/2019, Bern: Betonsuisse Marketing AG, S. 32–37

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Nach der Besetzung kommt jetzt das neue Wohnhochhaus
Tages-Anzeiger, 2018
(pu) Tages-Anzeiger 2018 240

«Die Schwarzwaldallee beim Badischen Bahnhof in Basel hält nicht, was ihr Name verspricht. Entlang der Strasse wachsen Ahornbäume, daneben schneidet die Autobahn eine Kerbe in die Stadt. Der Verkehr donnert nach Mulhouse oder zum Euro-Airport. An der Allee reihen sich Häuser zu einem Lärmschutzkatalog. Genoppte Betonbrüstungen, festverglaste Fenster, zugeknöpfte Mauern.
Ein Gebäude aber sticht hervor. Mit rot gefärbtem Beton leuchtet es gegen die Strasse, Glasbausteine lockern die Fassade auf und vermitteln: Dahinter liegt eine weiche, eine wohnliche Welt.[...]»

(Andres Herzog) «Schall und Raum», in: SonntagsZeitung, Zürich: 13.05.2018, S. 44

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«Die Schwarzwaldallee beim Badischen Bahnhof in Basel hält nicht, was ihr Name verspricht. Entlang der Strasse wachsen Ahornbäume, daneben schneidet die Autobahn eine Kerbe in die Stadt. Der Verkehr donnert nach Mulhouse oder zum Euro-Airport. An der Allee reihen sich Häuser zu einem Lärmschutzkatalog. Genoppte Betonbrüstungen, festverglaste Fenster, zugeknöpfte Mauern.
Ein Gebäude aber sticht hervor. Mit rot gefärbtem Beton leuchtet es gegen die Strasse, Glasbausteine lockern die Fassade auf und vermitteln: Dahinter liegt eine weiche, eine wohnliche Welt.[...]»

(Andres Herzog) «Schall und Raum», in: SonntagsZeitung, Zürich: 13.05.2018, S. 44

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«[...] Lärmschutz mit poetischer Wirkung
Von den Projekten der Stiftung Habitat wurde der «Baustein 1» an der Schwarzwaldallee 2017 als erster fertig. Galli Rudolf Architekten haben aus dem Lärmschutz ein Architekturthema mit poetischer Wirkung gemacht. [...]»

(Daniel Kurz) «Stadt im kleinen Massstab», in: werk, bauen + wohnen Nr. 06, Zürich: Verlag Werk AG 2013, S. 65-68 ff

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«[...] Lärmschutz mit poetischer Wirkung
Von den Projekten der Stiftung Habitat wurde der «Baustein 1» an der Schwarzwaldallee 2017 als erster fertig. Galli Rudolf Architekten haben aus dem Lärmschutz ein Architekturthema mit poetischer Wirkung gemacht. [...]»

(Daniel Kurz) «Stadt im kleinen Massstab», in: werk, bauen + wohnen Nr. 06, Zürich: Verlag Werk AG 2013, S. 65-68 ff

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Zieht die Verwaltung bald ins Hochhaus?
Aargauer Zeitung, 2018
Andreas Fahrländer Aargauer Zeitung 2018 286
Bau von 230 Wohnungen in Horgen Oberdorf ist aufgegleist
Zürichsee-Zeitung, 2017
Gaby Schneider Zürichsee-Zeitung 2017 266

«Auf dem Areal Bülachguss neben dem Bahnhof realisiert Allreal als Generalplaner ein gemischt genutztes Quartier mit rund 490 Wohnungen. Auf den Baubereichen 3 und 4 haben nun die Arbeiten für den Bau von fünf Mehrfamilienhäusern mit 73 Eigentumswohnungen begonnen.[...]»

(pd/mt) «Zürich: Baubeginn für Bülachguss», in: Baublatt, Fachzeitschrift für die Schweizer Baubranche, Rüschlikon: Docu Media Schweiz 2017, Onlineausgabe

Show PDF To Project: Bülachguss, Construction field 8

«Auf dem Areal Bülachguss neben dem Bahnhof realisiert Allreal als Generalplaner ein gemischt genutztes Quartier mit rund 490 Wohnungen. Auf den Baubereichen 3 und 4 haben nun die Arbeiten für den Bau von fünf Mehrfamilienhäusern mit 73 Eigentumswohnungen begonnen.[...]»

(pd/mt) «Zürich: Baubeginn für Bülachguss», in: Baublatt, Fachzeitschrift für die Schweizer Baubranche, Rüschlikon: Docu Media Schweiz 2017, Onlineausgabe

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Das «Paradies» ist erneuert
Tages-Anzeiger, 2017
(pu) Tages-Anzeiger 2017 132
Der «Schall-Riegel» für das Erlenmattquartier ist fertig
TagesWoche, 2017
Dominique Spirig TagesWoche 2017 206
Design fürs Alter: Senior allein zu Haus
NZZ, 2017
Oliver Herwig / Antje Stahl NZZ 2017 120

«Am Montag führte die Clienia die Grundsteinlegung für das Haus «Panorama» durch. Eine Lichtanlage soll im Neubau einen geregelten Schlafrhythmus unterstützen.[...]»

Roman Scherrer «Ein Ort der Genesung», in: Tagblatt Ostschweiz, St. Gallen: 18.10.2017

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«Am Montag führte die Clienia die Grundsteinlegung für das Haus «Panorama» durch. Eine Lichtanlage soll im Neubau einen geregelten Schlafrhythmus unterstützen.[...]»

Roman Scherrer «Ein Ort der Genesung», in: Tagblatt Ostschweiz, St. Gallen: 18.10.2017

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Im «Paradies» leben mehr Menschen
Zürich 2, 2017
Pascal Wiederkehr Zürich 2 2017 132

[...]«Innovation wird durch bestimmte Konstellationen von AkteurInnen, Situationen und Sachlagen begünstigt. Der Innovation liegt eine Vision zugrunde, die eine Verbesserung oder Veränderung der bestehenden Situation anstrebt und von gesellschaftlicher, sozialer, ökologischer oder wirtschaftlicher Relevanz ist.[...]»

Angela Birger, Marie Glaser «Giesserei», in: Im Fokus Nr. 02 | 2017 Impulse zur Innovation im Wohnungsbau, Zürich: DARCH ETH Wohnforum 2017, S. 44–51

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[...]«Innovation wird durch bestimmte Konstellationen von AkteurInnen, Situationen und Sachlagen begünstigt. Der Innovation liegt eine Vision zugrunde, die eine Verbesserung oder Veränderung der bestehenden Situation anstrebt und von gesellschaftlicher, sozialer, ökologischer oder wirtschaftlicher Relevanz ist.[...]»

Angela Birger, Marie Glaser «Giesserei», in: Im Fokus Nr. 02 | 2017 Impulse zur Innovation im Wohnungsbau, Zürich: DARCH ETH Wohnforum 2017, S. 44–51

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Neues «Paradies» in Wollishofen
Tagblatt Zürich, 2017
Pascal Wiederkehr Tagblatt Zürich 2017 132

«Galli Rudolf Architekten haben kürzlich den ersten Baustein des neu entstehenden Quartiers «Erlenmatt Ost» auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofes der Deutschen Bahn in Basel fertiggestellt. Andreas Galli stellt sich unseren Fragen.[...]»

Jenny Keller, «Fünfgeschossiger Hybridbau, 2017, Raumgeflecht», in: swiss-architects, emagazin, 12.10.2017

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«Galli Rudolf Architekten haben kürzlich den ersten Baustein des neu entstehenden Quartiers «Erlenmatt Ost» auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofes der Deutschen Bahn in Basel fertiggestellt. Andreas Galli stellt sich unseren Fragen.[...]»

Jenny Keller, «Fünfgeschossiger Hybridbau, 2017, Raumgeflecht», in: swiss-architects, emagazin, 12.10.2017

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«Das Grossprojekt mit 230 Mietwohnungen oberhalb des Bahnhofs Oberdorf wird vom Architektenteam Galli Rudolf geplant. Dessen Projekt «Homage» soll städtisches Flair und ländliches Grün vereinen.[...]»

Gaby Schneider, «Auf dem Schweiter-Areal entsteht «Lebensqualität mit hoher Dichte», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 13.07.2017

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«Das Grossprojekt mit 230 Mietwohnungen oberhalb des Bahnhofs Oberdorf wird vom Architektenteam Galli Rudolf geplant. Dessen Projekt «Homage» soll städtisches Flair und ländliches Grün vereinen.[...]»

Gaby Schneider, «Auf dem Schweiter-Areal entsteht «Lebensqualität mit hoher Dichte», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 13.07.2017

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Wohnvielfalt
Wüstenrot Stiftung (Hrsg.), 2017
Susanne Dürr, Gerd Kuhn Wüstenrot Stiftung (Hrsg.) 2017 120

«Housing of exceptional quality has been developed in the greater Zurich area since the mid-1990s. Public funding, the high standard of the competition culture and a vibrant architectural scene have resulted in a rich field of experimentation for good residential architecture.»[...]

Heinz Wirz, Christoph Wieser «Wohnsiedlung Sihlgarten» und «Wohnsiedlung Luegisland» in: Zürcher Wohnungsbau 1995–2015», Luzern: Quart Verlag GmbH 2017, S.186-187, 410-413

«Housing of exceptional quality has been developed in the greater Zurich area since the mid-1990s. Public funding, the high standard of the competition culture and a vibrant architectural scene have resulted in a rich field of experimentation for good residential architecture.»[...]

Heinz Wirz, Christoph Wieser «Wohnsiedlung Sihlgarten» und «Wohnsiedlung Luegisland» in: Zürcher Wohnungsbau 1995–2015», Luzern: Quart Verlag GmbH 2017, S.186-187, 410-413

Architekturpreis Kanton Zürich
Stiftung für die Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich, 2016
Caspar Schärer Stiftung für die Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich 2016 120
Enfilade von Gartenhöfen
Hochparterre, 2016
Marcel Bächtiger Hochparterre 2016 235

«In den vergangenen zehn Jahren ist in der Region Monumentales entstanden. Ganze neue Stadtteile schossen aus dem Boden – aber sind sie auch etwas fürs Auge?[...]»

Sophie Rüesch «Schönes neues Limmattal? – Auf der Suche nach den Perlen der Neubauquartiere», in: az Limmattaler Zeitung, Nordwestschweiz: 30.01.2016

Show PDF To Project: Färbi-Area «am Rietpark»

«In den vergangenen zehn Jahren ist in der Region Monumentales entstanden. Ganze neue Stadtteile schossen aus dem Boden – aber sind sie auch etwas fürs Auge?[...]»

Sophie Rüesch «Schönes neues Limmattal? – Auf der Suche nach den Perlen der Neubauquartiere», in: az Limmattaler Zeitung, Nordwestschweiz: 30.01.2016

Show PDF To Project: Färbi-Area «am Rietpark»
Taktgeber für preiswertes Wohnen
Hochparterre Themenheft, 2016
Roderick Hönig Hochparterre Themenheft 2016 120
Überbauung «Linde» prägt das Dorfzentrum von Windisch
Aargauer Zeitung, 2016
Michael Hunziker Aargauer Zeitung 2016 193

«Sozialer und gemeinnütziger Wohnungsbau standen im Fokus dreier Vorträge, die das Architekturforum Thun lanciert hatte. Beispielhaft ging es unter anderem um die Bau- und Wohngenossenschaft Nünenen.[...]»

Anne Welkener «Wohnbaugenossenschaften aus drei Perspektiven», in: Jungfrau Zeitung, Thun: 16.06.2016

Show PDF To Project: Housing Estate Feldstrasse

«Sozialer und gemeinnütziger Wohnungsbau standen im Fokus dreier Vorträge, die das Architekturforum Thun lanciert hatte. Beispielhaft ging es unter anderem um die Bau- und Wohngenossenschaft Nünenen.[...]»

Anne Welkener «Wohnbaugenossenschaften aus drei Perspektiven», in: Jungfrau Zeitung, Thun: 16.06.2016

Show PDF To Project: Housing Estate Feldstrasse

«Urbanität beschreibt den städtischen Lebensraum der ­Menschen, geprägt von ihrer spezifischen Kultur. Nicht zuletzt hat Urbanität viel damit zu tun, auf welche Weise eine Stadt erbaut, strukturiert und vernetzt ist. Das Umfeld, in dem sich ihre BewohnerInnen aufhalten und bewegen, spielt dabei eine der wichtigsten Rollen.[...]»

Kristina Foer «Mehrgenerationenhaus Giesserei», in: Wohnen. Urban und gemeinschaftlich, Münster: Deutscher Architektur Verlag 2016, S. 56–61

Show PDF To Project: Multigenerational building «Giesserei»

«Urbanität beschreibt den städtischen Lebensraum der ­Menschen, geprägt von ihrer spezifischen Kultur. Nicht zuletzt hat Urbanität viel damit zu tun, auf welche Weise eine Stadt erbaut, strukturiert und vernetzt ist. Das Umfeld, in dem sich ihre BewohnerInnen aufhalten und bewegen, spielt dabei eine der wichtigsten Rollen.[...]»

Kristina Foer «Mehrgenerationenhaus Giesserei», in: Wohnen. Urban und gemeinschaftlich, Münster: Deutscher Architektur Verlag 2016, S. 56–61

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«Das Mehrgenerationenhaus «Giesserei» in Winterthur hat am Donnerstag den Prix Lignum 2015 erhalten, mit dem die besten Holzbauten in der Schweiz aus­gezeichnet werden. Mit 155 Wohnungen auf sechs Geschossen in zwei Bau­körpern zählt das Genossenschaftsgebäude zu den grössten Holzbauten der Schweiz.[...]»

David Strohm, «Auszeichnung für wegweisenden urbanen Wohnungsbau», in: NZZ am Sonntag, Zürich: 27.09.2015, S. 11

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«Das Mehrgenerationenhaus «Giesserei» in Winterthur hat am Donnerstag den Prix Lignum 2015 erhalten, mit dem die besten Holzbauten in der Schweiz aus­gezeichnet werden. Mit 155 Wohnungen auf sechs Geschossen in zwei Bau­körpern zählt das Genossenschaftsgebäude zu den grössten Holzbauten der Schweiz.[...]»

David Strohm, «Auszeichnung für wegweisenden urbanen Wohnungsbau», in: NZZ am Sonntag, Zürich: 27.09.2015, S. 11

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«100 Millionen Franken investiert die Baugenossenschaft Lägern Wohnen in das neue «Gesicht» der Überbauung Klosterbrühl.[...]»

Sabina Galbiati, «Bis zu 230 neue Wohnungen», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 15.05.2015, S. 30

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«100 Millionen Franken investiert die Baugenossenschaft Lägern Wohnen in das neue «Gesicht» der Überbauung Klosterbrühl.[...]»

Sabina Galbiati, «Bis zu 230 neue Wohnungen», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 15.05.2015, S. 30

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«Im Mai 2015 konnte die Zürcher Arbeitsgemeinschaft Galli Rudolf Architekten / Wülser Bechtel Architekten und Rotzler Krebs Partner Landschaftsarchitekten mit ihrem Projekt «Gartengeschichten» den Wettbewerb um die Erneuerung der Siedlung Klosterbrühl für sich entscheiden. Im Werk­stattgespräch erklären Andreas Galli und Stefan Wülser die Hintergründe zu ihrem Siegerprojekt.[...]»

Patrick Bürgi, «Das neue Klosterbrühl», in: IKlosterbrühl Ziitig, Nr. 03, Wettingen: Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lägern 2015, S. 01–06

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«Im Mai 2015 konnte die Zürcher Arbeitsgemeinschaft Galli Rudolf Architekten / Wülser Bechtel Architekten und Rotzler Krebs Partner Landschaftsarchitekten mit ihrem Projekt «Gartengeschichten» den Wettbewerb um die Erneuerung der Siedlung Klosterbrühl für sich entscheiden. Im Werk­stattgespräch erklären Andreas Galli und Stefan Wülser die Hintergründe zu ihrem Siegerprojekt.[...]»

Patrick Bürgi, «Das neue Klosterbrühl», in: IKlosterbrühl Ziitig, Nr. 03, Wettingen: Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lägern 2015, S. 01–06

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Die Kontrolle behalten
Archithese, 2015
Daniela Meyer Archithese 2015 240

«Alle drei Jahre zeichnet der Prix Lignum die herausragendsten einheimischen Leistungen mit Holz aus. Unter 15 Rängen aus fünf Grossregionen vergibt die Jury drei nationale Preise – Gold, Silber und Bronze.[...]»

mgt/tst, «Die besten Holzbauten der Schweiz», in: CH.Holzbau Nr. 10, Baden/Dättwil: Holzmann Medien Schweiz GmbH, 2015, S. 18–19

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«Alle drei Jahre zeichnet der Prix Lignum die herausragendsten einheimischen Leistungen mit Holz aus. Unter 15 Rängen aus fünf Grossregionen vergibt die Jury drei nationale Preise – Gold, Silber und Bronze.[...]»

mgt/tst, «Die besten Holzbauten der Schweiz», in: CH.Holzbau Nr. 10, Baden/Dättwil: Holzmann Medien Schweiz GmbH, 2015, S. 18–19

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«Mit dem Prix Lignum werden alle drei Jahre die besten Schweizer Leistungen mit Holz ausgezeichnet. Die Goldmedaille geht dieses Jahr an das Depot des Museums für Kommunikation in Schwarzenburg, die Silbermedaille an das Mehrgenerationenhaus «Giesserei» in Winterthur und die Bronzemedaille an ein Umbauprojekt in Sarreyer VS.[...]»

(mt/pd), «Edelmetall für Holzbauten», in: Baublatt, Fachzeitschrift für die Schweizer Baubranche, Nr. 39, Rüschlikon: Docu Media Schweiz 2004, S. 12–13

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«Mit dem Prix Lignum werden alle drei Jahre die besten Schweizer Leistungen mit Holz ausgezeichnet. Die Goldmedaille geht dieses Jahr an das Depot des Museums für Kommunikation in Schwarzenburg, die Silbermedaille an das Mehrgenerationenhaus «Giesserei» in Winterthur und die Bronzemedaille an ein Umbauprojekt in Sarreyer VS.[...]»

(mt/pd), «Edelmetall für Holzbauten», in: Baublatt, Fachzeitschrift für die Schweizer Baubranche, Nr. 39, Rüschlikon: Docu Media Schweiz 2004, S. 12–13

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«Das Mehrgenerationenhaus Giesserei ist Teil der neu errichteten selbstverwalteten Siedlung der Schweiz, die im Osten des Stadtzentrums von Winterthur auf einem ehemaligen Industrieareal entstand.[...]»

Christiane Feuerstein, Franziska Leeb, «GenerationWohnen, Neue Konzepte für Architektur und soziale Interaktion», in: GenerationWohnen, Edition Detail, Nr. 01, München: Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG, S. 67–70

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«Das Mehrgenerationenhaus Giesserei ist Teil der neu errichteten selbstverwalteten Siedlung der Schweiz, die im Osten des Stadtzentrums von Winterthur auf einem ehemaligen Industrieareal entstand.[...]»

Christiane Feuerstein, Franziska Leeb, «GenerationWohnen, Neue Konzepte für Architektur und soziale Interaktion», in: GenerationWohnen, Edition Detail, Nr. 01, München: Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG, S. 67–70

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Genossenschafter sagen knapp ja zum Neubau
Berner Zeitung, Beilage, 2015
Heinz Schürch Berner Zeitung, Beilage 2015 239

«Die Erneuerung der Siedlung Klosterbrühl in Wettingen geht in die nächste Runde. Der Sieger des Wettbewerbsverfahrens wurde vom Preisgericht erkoren.[...]»

Caroline Frei, «Jahrhundert-Projekt nimmt Form an», in: Limmatwelle, Lenzburg: 21.05.2015, S. 05

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«Die Erneuerung der Siedlung Klosterbrühl in Wettingen geht in die nächste Runde. Der Sieger des Wettbewerbsverfahrens wurde vom Preisgericht erkoren.[...]»

Caroline Frei, «Jahrhundert-Projekt nimmt Form an», in: Limmatwelle, Lenzburg: 21.05.2015, S. 05

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«Zürcher Architekten gewinnen den Projektwettbewerb für die Neuüberbauung an der Feldstrasse in Thun. Dort will die BWG Nünenen vier alte Blöcke ersetzen.[...]»

Nelly Kolb, «Projekt Edelweiss für neue Siedlung überzeugt Jury», in: Berner Zeitung, Bern: 18.06.2015

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«Zürcher Architekten gewinnen den Projektwettbewerb für die Neuüberbauung an der Feldstrasse in Thun. Dort will die BWG Nünenen vier alte Blöcke ersetzen.[...]»

Nelly Kolb, «Projekt Edelweiss für neue Siedlung überzeugt Jury», in: Berner Zeitung, Bern: 18.06.2015

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«Das Grundstück ist zwar auf drei Seiten von der Stadt­autobahn eingeschlossen. Trotzdem entsteht auf dem ehemaligen DB­ Areal in Basel ein städtebaulich und ökologisch vorbildlicher Mikro­-Stadtteil. Möglich macht dies die Stiftung Habitat, die zwar sieben Parzellen im Baurecht abgibt, aber mittels Rahmenvorgaben für hohe Qualität sorgt.[...]»

Elias Kopf, «Qualität ist planbar» in: Wohnen, Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 07/08, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2015, S. 32–36

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«Das Grundstück ist zwar auf drei Seiten von der Stadt­autobahn eingeschlossen. Trotzdem entsteht auf dem ehemaligen DB­ Areal in Basel ein städtebaulich und ökologisch vorbildlicher Mikro­-Stadtteil. Möglich macht dies die Stiftung Habitat, die zwar sieben Parzellen im Baurecht abgibt, aber mittels Rahmenvorgaben für hohe Qualität sorgt.[...]»

Elias Kopf, «Qualität ist planbar» in: Wohnen, Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 07/08, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2015, S. 32–36

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«Die Genossenschaft Gesewo baut mit Holz in Winterthur 155 selbstverwaltete Wohnungen. Das Material trägt nicht nur sechs Geschosse, es prägt auch die Fassade.[...]»

Katinka Corts-Münzner, «Schwedenrotes Vorzeigeobjekt» in: Hochparterre Themenheft, Prix Lignum 2015, Zürich:Hochparterre AG 2015, S. 16–19

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«Die Genossenschaft Gesewo baut mit Holz in Winterthur 155 selbstverwaltete Wohnungen. Das Material trägt nicht nur sechs Geschosse, es prägt auch die Fassade.[...]»

Katinka Corts-Münzner, «Schwedenrotes Vorzeigeobjekt» in: Hochparterre Themenheft, Prix Lignum 2015, Zürich:Hochparterre AG 2015, S. 16–19

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«Die Wohnüberbauung Giesserei Winterthur wird mit dem Prix Lignum in Silber ausgezeichnet.[...]»

Dorothee Bauland, «Silber statt Stahl», in: First, Bauen und Leben mit Holz Nr. 03, Winterthur: Pro Holzbau Schweiz GmbH, 2015, S. 12–13

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«Die Wohnüberbauung Giesserei Winterthur wird mit dem Prix Lignum in Silber ausgezeichnet.[...]»

Dorothee Bauland, «Silber statt Stahl», in: First, Bauen und Leben mit Holz Nr. 03, Winterthur: Pro Holzbau Schweiz GmbH, 2015, S. 12–13

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«Die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lägern (Lägern Wohnen) ersetzt ihre Siedlung Klosterbrühl in Wettingen (AG) [...]»

o.A., «Spannungsvolles Spiel der Höfe» in: Wohnen, Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 07/08, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2015, S. 05

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«Die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lägern (Lägern Wohnen) ersetzt ihre Siedlung Klosterbrühl in Wettingen (AG) [...]»

o.A., «Spannungsvolles Spiel der Höfe» in: Wohnen, Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 07/08, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2015, S. 05

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Grünes Licht für Jahrhundertprojekt beim Klosterbrühl
Aargauer Zeitung, 2015
Sabina Galbiati Aargauer Zeitung 2015 235
Mehrgenerationenhaus Giesserei
SIA-Tage der zeitgenössischen Architektur und Ingenieurkunst, 2014
o.A. SIA-Tage der zeitgenössischen Architektur und Ingenieurkunst 2014 120

«In der Wohn- und Gewerbeüberbauung Fehlmannmatte in Windisch sorgt heimisches Holz für Wärme. Das freut den Betreiber der Heizzentrale genauso wie die Vertreter der Forstverwaltungen.[...]»

Michael Hunziker, «Dank heimischem Holz wird einem warm ums Herz», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 29.01.2013

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«In der Wohn- und Gewerbeüberbauung Fehlmannmatte in Windisch sorgt heimisches Holz für Wärme. Das freut den Betreiber der Heizzentrale genauso wie die Vertreter der Forstverwaltungen.[...]»

Michael Hunziker, «Dank heimischem Holz wird einem warm ums Herz», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 29.01.2013

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«In der einstigen Industriestadt Winterthur gibt es kaum eine Ecke, an der die Firma Sulzer keine Spuren hinterlassen hat. So auch in Oberwinterthur – hier betrieb das Familienunternehmen einst eine Grossgiesserei. Ende der Dieselmotor-Ära zu Beginn der 1990er-Jahre wurde die Giesserei jedoch geschlossen. Seit einigen Jahren entsteht hier das Quartier Neuhegi. Seit diesem Frühling bereichert es die Siedlung Giesserei um 155 Wohnungen.[...]»

Erik Brühlmann, «Das Giesserei-Prinzip. Eine neue Siedlung in Winterthur bietet flexible nutzbare Wohnungen in allen Grössen», in: Sonntagszeitung, Zürich: 16.06.2013, S. 53

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«In der einstigen Industriestadt Winterthur gibt es kaum eine Ecke, an der die Firma Sulzer keine Spuren hinterlassen hat. So auch in Oberwinterthur – hier betrieb das Familienunternehmen einst eine Grossgiesserei. Ende der Dieselmotor-Ära zu Beginn der 1990er-Jahre wurde die Giesserei jedoch geschlossen. Seit einigen Jahren entsteht hier das Quartier Neuhegi. Seit diesem Frühling bereichert es die Siedlung Giesserei um 155 Wohnungen.[...]»

Erik Brühlmann, «Das Giesserei-Prinzip. Eine neue Siedlung in Winterthur bietet flexible nutzbare Wohnungen in allen Grössen», in: Sonntagszeitung, Zürich: 16.06.2013, S. 53

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«[...]Eine Wohnsiedlung sollte es sein, wo sich Menschen jeden Alters unbefangen begegnen und eine, welche die ökologischen Möglichkeiten der heutigen Architektur möglichst ausreizt.[...]»

Maja Fueter, «Objekt im Fokus. Das Mehrgenerationenhaus », in: Neue Zürcher Zeitung, domizil, Zürich: 11.10.2013, S. 236

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«[...]Eine Wohnsiedlung sollte es sein, wo sich Menschen jeden Alters unbefangen begegnen und eine, welche die ökologischen Möglichkeiten der heutigen Architektur möglichst ausreizt.[...]»

Maja Fueter, «Objekt im Fokus. Das Mehrgenerationenhaus », in: Neue Zürcher Zeitung, domizil, Zürich: 11.10.2013, S. 236

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«Ab heute ziehen im Mehrgenerationenhaus Giesserei in Neuhegi die Mieterinnen und Mieter ein. Sieben Jahre hat es gedauert, bis aus einer Idee 155 Wohnungen entstanden sind. Jetzt prägt das grösste Holzwohnhaus Europas mit seiner roten Farbe den Eulachpark.[...]»

o.A., «Einzug ins Rekordholzhaus», in: Landbote, Winterthur: 01.02.2013

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«Ab heute ziehen im Mehrgenerationenhaus Giesserei in Neuhegi die Mieterinnen und Mieter ein. Sieben Jahre hat es gedauert, bis aus einer Idee 155 Wohnungen entstanden sind. Jetzt prägt das grösste Holzwohnhaus Europas mit seiner roten Farbe den Eulachpark.[...]»

o.A., «Einzug ins Rekordholzhaus», in: Landbote, Winterthur: 01.02.2013

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«Die Genossenschaft Landi mittlerer Zürisee ersetzt die Wohnhäuser an der General-Wille-Strasse in Feldmeilen.[...]»

(zvg), «Elf statt fünf Wohnungen und mehr Gewerbefläche. Die Landi baut in Feldmeilen», in: Meilener Anzeiger, Meilen: 01.11.2013, S. 04

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«Die Genossenschaft Landi mittlerer Zürisee ersetzt die Wohnhäuser an der General-Wille-Strasse in Feldmeilen.[...]»

(zvg), «Elf statt fünf Wohnungen und mehr Gewerbefläche. Die Landi baut in Feldmeilen», in: Meilener Anzeiger, Meilen: 01.11.2013, S. 04

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«Eine neue Lust an der Buntheit konstatiert die Farbgestalterin Marcella Wenger-Di Gabriele, wenn sie die jüngsten Genossenschaftssiedlungen betrachtet. Deren Farbgebung bezeichnet sie gar als stilbildend für unsere bauliche Epoche. Bei den bestehenden Überbauungen rät sie jedoch vom zu tiefen Griff in den Farbkübel entschieden ab.[...]»

Richard Liechti, «Faustregeln für den Laien gibt es nicht», in: Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 11, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, S. 10–14

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«Eine neue Lust an der Buntheit konstatiert die Farbgestalterin Marcella Wenger-Di Gabriele, wenn sie die jüngsten Genossenschaftssiedlungen betrachtet. Deren Farbgebung bezeichnet sie gar als stilbildend für unsere bauliche Epoche. Bei den bestehenden Überbauungen rät sie jedoch vom zu tiefen Griff in den Farbkübel entschieden ab.[...]»

Richard Liechti, «Faustregeln für den Laien gibt es nicht», in: Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 11, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, S. 10–14

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«Die Vorstadt wird städtisch. Drei grosse Arealentwicklungen mit zusammen mehr als zwanzig Hektaren Fläche zeigen im Limmattal die Möglichkeit und Grenzen des Städtebaus auf.[...]»

Tibor Joanelli, «Limmattal. Gefässe des Wandels», in: werk, bauen + wohnen Nr. 04, Zürich: Verlag Werk AG 2013, S. 12–18

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«Die Vorstadt wird städtisch. Drei grosse Arealentwicklungen mit zusammen mehr als zwanzig Hektaren Fläche zeigen im Limmattal die Möglichkeit und Grenzen des Städtebaus auf.[...]»

Tibor Joanelli, «Limmattal. Gefässe des Wandels», in: werk, bauen + wohnen Nr. 04, Zürich: Verlag Werk AG 2013, S. 12–18

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«Nicht nur formal erinnern die zwei grossen rot leuchtenden Riegel aus Holz der Siedlung Giesserei in Winterthur an Schiffe. Auch sozial und nachhaltig hat sie den Anspruch, ein Flaggschiff zu sein: Die Siedlung ist zudem autofrei und erfüllt den Minergie-P-Eco-Standard. Ein Mix verschiedenster Wohnungsgrössen und unterschiedlicher Gemeinschaftsräume macht es zum Labor für zeitgemässes Generationenwohnen.[...]»

Jörg Himmelreich, «Gemeinschaft Bauen», in: Architektur + Technik 2013, Schlieren: B + L Verlags AG, 01.10.2013, S. 26–30

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«Nicht nur formal erinnern die zwei grossen rot leuchtenden Riegel aus Holz der Siedlung Giesserei in Winterthur an Schiffe. Auch sozial und nachhaltig hat sie den Anspruch, ein Flaggschiff zu sein: Die Siedlung ist zudem autofrei und erfüllt den Minergie-P-Eco-Standard. Ein Mix verschiedenster Wohnungsgrössen und unterschiedlicher Gemeinschaftsräume macht es zum Labor für zeitgemässes Generationenwohnen.[...]»

Jörg Himmelreich, «Gemeinschaft Bauen», in: Architektur + Technik 2013, Schlieren: B + L Verlags AG, 01.10.2013, S. 26–30

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«Aus Holz gebaut, autofrei und selbstverwaltet: Ein Mehrgenerationenhaus in Winterthur hat hohe Ansprüche auf Nachhaltigkeit.[...]»

Axel Simon, «Ich bin eine Ökosiedlung! Aus Holz gebaut, autofrei und selbstverwaltet», in: Hochparterre, Nr. 03, Zürich: Hochparterre AG 2013, S. 30–42

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«Aus Holz gebaut, autofrei und selbstverwaltet: Ein Mehrgenerationenhaus in Winterthur hat hohe Ansprüche auf Nachhaltigkeit.[...]»

Axel Simon, «Ich bin eine Ökosiedlung! Aus Holz gebaut, autofrei und selbstverwaltet», in: Hochparterre, Nr. 03, Zürich: Hochparterre AG 2013, S. 30–42

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«Hinter dem grünen Eulachpark in Oberwinterthur sticht der sechsstöckige Bau in kräftigem Rot ins Auge – das Mehrgenerationenhaus Giesserei. Nach sieben Jahren Planung und Bau ist der «grösste Holzbau Europas» im Februar 2013 bezogen worden. Das Projekt ist in verschiedener Hinsicht bemerkenswert.[...]»

Stefan Hartmann, «Kleinstadt im Westentaschenformat», in: Modulor, Nr. 03, Urdorf: Boll Verlag 2013, S. 30–41

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«Hinter dem grünen Eulachpark in Oberwinterthur sticht der sechsstöckige Bau in kräftigem Rot ins Auge – das Mehrgenerationenhaus Giesserei. Nach sieben Jahren Planung und Bau ist der «grösste Holzbau Europas» im Februar 2013 bezogen worden. Das Projekt ist in verschiedener Hinsicht bemerkenswert.[...]»

Stefan Hartmann, «Kleinstadt im Westentaschenformat», in: Modulor, Nr. 03, Urdorf: Boll Verlag 2013, S. 30–41

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«Gemeinschaftliche Wohnformen sind eine Hinterlassenschaft der 1968er Bewegung und erleben derzeit eine Renaissance. Vor allem in den Genossenschaftshochburgen Winterthur und Zürich wird mit neuen Wohnformen experimentiert.[...]»

o.A., «Mehr als wohnen. Gemeinschaftliche Wohnformen sind eine Hinterlassenschaft der 1968er-Bewegung ...», in: Neue Zürcher Zeitung, Sonderbeilage Immobilien, Zürich: 13.11.2013, S.16–17

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«Gemeinschaftliche Wohnformen sind eine Hinterlassenschaft der 1968er Bewegung und erleben derzeit eine Renaissance. Vor allem in den Genossenschaftshochburgen Winterthur und Zürich wird mit neuen Wohnformen experimentiert.[...]»

o.A., «Mehr als wohnen. Gemeinschaftliche Wohnformen sind eine Hinterlassenschaft der 1968er-Bewegung ...», in: Neue Zürcher Zeitung, Sonderbeilage Immobilien, Zürich: 13.11.2013, S.16–17

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«[...]Wie ein riesiges Schiff steht die Mehrgenerationensiedlung Giesserei in der Landschaft. Eine Arche aus Holz mit 155 Wohnungen, umgeben von einem Meer aus Häusern und Industriehallen in Winterthur.[...]»

Kathrin Fritz, «Mehr als nur Nachbarn. Vom Baby bis zur Seniorin», in: Schweizer Familie, Nr. 38, Zürich: Tamedia AG 2013, 19.09.2013, S. 46–52

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«[...]Wie ein riesiges Schiff steht die Mehrgenerationensiedlung Giesserei in der Landschaft. Eine Arche aus Holz mit 155 Wohnungen, umgeben von einem Meer aus Häusern und Industriehallen in Winterthur.[...]»

Kathrin Fritz, «Mehr als nur Nachbarn. Vom Baby bis zur Seniorin», in: Schweizer Familie, Nr. 38, Zürich: Tamedia AG 2013, 19.09.2013, S. 46–52

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«Die Genossenschaft für selbstverwaltetes Wohnen (Gesewo) hat zusammen mit dem Verein Mehrgenerationenhaus auf dem ehemaligen Sulzer-Areal in Oberwinterthur die Siedlung «Giesserei» eröffnet. Das von Galli Rudolf Architekten entworfene Mehrgenerationenprojekt ist der zurzeit grösste Wohnbau aus Holz in Europa.[...]»

Felix Alexander, «Mehrgenerationen-Giesserei aus Holz», in: Tec21, Nr. 09, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2013, S. 12–13

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«Die Genossenschaft für selbstverwaltetes Wohnen (Gesewo) hat zusammen mit dem Verein Mehrgenerationenhaus auf dem ehemaligen Sulzer-Areal in Oberwinterthur die Siedlung «Giesserei» eröffnet. Das von Galli Rudolf Architekten entworfene Mehrgenerationenprojekt ist der zurzeit grösste Wohnbau aus Holz in Europa.[...]»

Felix Alexander, «Mehrgenerationen-Giesserei aus Holz», in: Tec21, Nr. 09, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2013, S. 12–13

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«Auf dem ehemaligen Sulzer-Areal in Oberwinterthur hat die Genossenschaft für selbstverwaltetes Wohnen Gesewo zusammen mit dem Verein Mehrgenerationenhaus im Jahre 2011 das Baufeld neben dem Eulachpark erworben. Darauf ist ein Mehrgenerationenhaus nach Minergie P-Eco entanden.[...]»

o.A., «Mehrgenerationenhaus Giesserei, Winterthur», in: Lignum, Holzbulletin, Nr. 107, Zürich: Holzwirtschaft Schweiz 2013, S. 30–36.

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«Auf dem ehemaligen Sulzer-Areal in Oberwinterthur hat die Genossenschaft für selbstverwaltetes Wohnen Gesewo zusammen mit dem Verein Mehrgenerationenhaus im Jahre 2011 das Baufeld neben dem Eulachpark erworben. Darauf ist ein Mehrgenerationenhaus nach Minergie P-Eco entanden.[...]»

o.A., «Mehrgenerationenhaus Giesserei, Winterthur», in: Lignum, Holzbulletin, Nr. 107, Zürich: Holzwirtschaft Schweiz 2013, S. 30–36.

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«[...]Am Anfang standen die Vision und ein Online-lnserat. Gesucht waren Einzelpersonen, Paare und Familien, die an sozialen Interaktionen und an Gemeinschaft interessiert waren. Gemeinsam sollte ein ökologisches Mehrgenerationenhaus realisiert werden, in dem Menschen aller Altersgruppen und Lebensformen sozial durchmischt und selbstverwaltet zusammenleben und einander unterstützen würden. Sieben Jahre nachdem der Initiator die ersten Interessenten mit seinen zukunftsgerichteten Wohn- und Lebensvisionen begeisterte, waren diese zu Holz geworden.[...]»

Michael Mathis,«Mehrgenerationenhaus Giesserei, Winterthur», in: Tec21, Sonderheft, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2013, S. 48–51.

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«[...]Am Anfang standen die Vision und ein Online-lnserat. Gesucht waren Einzelpersonen, Paare und Familien, die an sozialen Interaktionen und an Gemeinschaft interessiert waren. Gemeinsam sollte ein ökologisches Mehrgenerationenhaus realisiert werden, in dem Menschen aller Altersgruppen und Lebensformen sozial durchmischt und selbstverwaltet zusammenleben und einander unterstützen würden. Sieben Jahre nachdem der Initiator die ersten Interessenten mit seinen zukunftsgerichteten Wohn- und Lebensvisionen begeisterte, waren diese zu Holz geworden.[...]»

Michael Mathis,«Mehrgenerationenhaus Giesserei, Winterthur», in: Tec21, Sonderheft, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2013, S. 48–51.

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«Die «Giesserei» ist ein Siedlungsprojekt der Superlative. Es ist einer der grössten Holzwohnbauten in der Schweiz, die erste weitgehend autofreie Siedlung im Kanton Zürich und die grösste selbstverwaltete Hausgemeinschaft in der Schweiz.[...]»

Gabriela Kunz, «Grenzenloses Europa. Mehrgenerationenhaus Giesserei in Holzbauweise», in: Wohnwirtschaft, Baden: Hauseigentümer Verband Aargau 2013, S. 30–31

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«Die «Giesserei» ist ein Siedlungsprojekt der Superlative. Es ist einer der grössten Holzwohnbauten in der Schweiz, die erste weitgehend autofreie Siedlung im Kanton Zürich und die grösste selbstverwaltete Hausgemeinschaft in der Schweiz.[...]»

Gabriela Kunz, «Grenzenloses Europa. Mehrgenerationenhaus Giesserei in Holzbauweise», in: Wohnwirtschaft, Baden: Hauseigentümer Verband Aargau 2013, S. 30–31

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«Jetzt kommt Leben ins grösste Holzwohnhaus der Schweiz: Seit diesem Monat wird in der genossenschaftlichen Siedlung ‹Giesserei› am Eulachpark in Winterthur gewohnt und gearbeitet. Der Bau nach Minergie-P-Eco bietet 155 Wohnungen, eine Bibliothek, ein Restaurant, eine Kinderstagestätte, ein Tageszentrum für Hirnverletzte sowie Gewerberäume.[...]»

o.A., «Schlüsselübergabe im Mehrgenerationenhaus Winterthur», in: Lignum, 12.02.2013

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«Jetzt kommt Leben ins grösste Holzwohnhaus der Schweiz: Seit diesem Monat wird in der genossenschaftlichen Siedlung ‹Giesserei› am Eulachpark in Winterthur gewohnt und gearbeitet. Der Bau nach Minergie-P-Eco bietet 155 Wohnungen, eine Bibliothek, ein Restaurant, eine Kinderstagestätte, ein Tageszentrum für Hirnverletzte sowie Gewerberäume.[...]»

o.A., «Schlüsselübergabe im Mehrgenerationenhaus Winterthur», in: Lignum, 12.02.2013

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aus dem Kurzbeschrieb des Magazins:
«Seit längerer Zeit ist die Rubrik «VIS-A-VIS» ein fester Bestandteil des Modulørs. Zu jeder Ausgabe hin werden renommierten Architekten die gleichen Fragen gestellt. In dieser Ausgabe hat uns Andreas Galli die Fragen beantwortet.»

o.A., «VIS-A-VIS», in: Mødulor, Nr. 05, Urdorf: Boll Verlag AG 2013, S. 18

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aus dem Kurzbeschrieb des Magazins:
«Seit längerer Zeit ist die Rubrik «VIS-A-VIS» ein fester Bestandteil des Modulørs. Zu jeder Ausgabe hin werden renommierten Architekten die gleichen Fragen gestellt. In dieser Ausgabe hat uns Andreas Galli die Fragen beantwortet.»

o.A., «VIS-A-VIS», in: Mødulor, Nr. 05, Urdorf: Boll Verlag AG 2013, S. 18

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«Für den Verein Mehrgenerationenhaus bzw. die Genossenschaft GESEWO bauten Galli Rudolf Architekten in Winterthur eine grosse Wohnsiedlung als reinen Holzbau, der den Minergie-P-eco-Standard erfüllt. Partizipationsprozesse banden die künftigen Bewohnenden schon früh in die Planung ein und legten die Grundlagen für das Gemeinschaftsleben.[...]»

Andreas Hofer, «Wie kommen Geschichten in den Entwurf? Partizipatives Wohnen in der Giesserei Winterthur», in: werk, bauen + wohnen, Nr. 05, Zürich: Verlag Werk AG 2013, S. 30–38

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«Für den Verein Mehrgenerationenhaus bzw. die Genossenschaft GESEWO bauten Galli Rudolf Architekten in Winterthur eine grosse Wohnsiedlung als reinen Holzbau, der den Minergie-P-eco-Standard erfüllt. Partizipationsprozesse banden die künftigen Bewohnenden schon früh in die Planung ein und legten die Grundlagen für das Gemeinschaftsleben.[...]»

Andreas Hofer, «Wie kommen Geschichten in den Entwurf? Partizipatives Wohnen in der Giesserei Winterthur», in: werk, bauen + wohnen, Nr. 05, Zürich: Verlag Werk AG 2013, S. 30–38

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Abenteuer Mehrgenerationenwohnen
Doppelpunkt, SRF1, 2013
o.A. Doppelpunkt, SRF1 2013 120
Wir dürfen unsere Einflussmöglichkeiten als Architekten nicht überschätzen
Modulør, 2013
Roland Merz Modulør 2013 120
Entmotorisierung liegt im Trend. Thema autofrei wohnen
Casa Nostra, Zeitschrift des Hausvereins Schweiz, 2013
o.A. Casa Nostra, Zeitschrift des Hausvereins Schweiz 2013 120
Es ist für mich ein Experiment
M&W. Die Zeitschrift der Mieterinnen und Mieter, 2013
o.A. M&W. Die Zeitschrift der Mieterinnen und Mieter 2013 120

aus dem Artikel:
«[...]Kein Luxus, sondern Selbstverständlichkeit
Galli Rudolf Architekten haben zwischen 2011 und 2013 in Winterthur ein genossenschaftlich organisiertes Mehrgenerationenhaus realisiert; das Projekt war aus einem Wettbewerb hervorgegangen. Das Nutzungsprogramm reicht von der Atelierwohnung bis zu einer 10-Zimmer-WG, von Behinderten-, Alters- und Pflegewohnungen bis zu Gemeinschaftsräumen, einer Kinderkrippe, einem Restaurant, einer Quartiersbibliothek und einem Zentrum für Hirnverletzte. Auch wurden verschiedene Joker-Zimmer (s. Box «Nutzungsflexibilität») eingeplant, um die Flexibilität der unterschiedlichen Wohnungen zu erhöhen, was das Angebot nochmals steigert.
Städtebaulich werden zwei sechsstöckige Zeilen je seitlich über zweigeschossige Verbindungstrakte zu einem Rechteck geschlossen, das einen länglichen Innenhof aufspannt. Das Gebäude, das im Winterthurer Stadtteil Neuhegi auf einer Brache des ehemaligen Sulzer-Areals steht, beherbergt insgesamt 155 Wohneinheiten – die beidseitig über private Aussenräume verfügen – und ist als so genannte Velo-Siedlung weitgehend autofrei konzipiert. Konstruktiv handelt es sich um einen Holzbau; dessen Fassaden in differenzierten Farbtönen mit einer speziellen Lasur eingefärbt sind.[...]»

Inge Bekel, «Geortet: Giesserei Winterthur », in: Swiss-architects, eMagazin, 01.02.2013

Show PDF To Project: Multigenerational building «Giesserei»

aus dem Artikel:
«[...]Kein Luxus, sondern Selbstverständlichkeit
Galli Rudolf Architekten haben zwischen 2011 und 2013 in Winterthur ein genossenschaftlich organisiertes Mehrgenerationenhaus realisiert; das Projekt war aus einem Wettbewerb hervorgegangen. Das Nutzungsprogramm reicht von der Atelierwohnung bis zu einer 10-Zimmer-WG, von Behinderten-, Alters- und Pflegewohnungen bis zu Gemeinschaftsräumen, einer Kinderkrippe, einem Restaurant, einer Quartiersbibliothek und einem Zentrum für Hirnverletzte. Auch wurden verschiedene Joker-Zimmer (s. Box «Nutzungsflexibilität») eingeplant, um die Flexibilität der unterschiedlichen Wohnungen zu erhöhen, was das Angebot nochmals steigert.
Städtebaulich werden zwei sechsstöckige Zeilen je seitlich über zweigeschossige Verbindungstrakte zu einem Rechteck geschlossen, das einen länglichen Innenhof aufspannt. Das Gebäude, das im Winterthurer Stadtteil Neuhegi auf einer Brache des ehemaligen Sulzer-Areals steht, beherbergt insgesamt 155 Wohneinheiten – die beidseitig über private Aussenräume verfügen – und ist als so genannte Velo-Siedlung weitgehend autofrei konzipiert. Konstruktiv handelt es sich um einen Holzbau; dessen Fassaden in differenzierten Farbtönen mit einer speziellen Lasur eingefärbt sind.[...]»

Inge Bekel, «Geortet: Giesserei Winterthur », in: Swiss-architects, eMagazin, 01.02.2013

Show PDF To Project: Multigenerational building «Giesserei»
Gross, Grösser, Giesserei
Wir Holzbauer, 2013
Angela Obrist Wir Holzbauer 2013 120
Holz isch heimelig — auch für Gipfelstürmer
Blick am Abend, 2013
Red. Blick am Abend 2013 114
Hütten mit Zauber
NZZ am Sonntag, 2013
Oliver Schmuki NZZ am Sonntag 2013 114
Keine Sommerpause für den Archäologen
Aargauer Zeitung, 2013
o.A. Aargauer Zeitung 2013 113
Miteinander, nicht nebeneinander
Curaviva, 2013
Wolfgang Koydl Curaviva 2013 120
Senn baut
Hochparterre Themenheft, 2013
Andres Herzog Hochparterre Themenheft 2013 113
Une Utopie qui devient réalité
La Liberté, 2013
Patrick Clémencon La Liberté 2013 120
Vom Geben und Nehmen. In der Giesserei erprobt man das Mehrgenerationenwohnen
Wohnenextra (Beilage). Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, 2013
Richard Liechti Wohnenextra (Beilage). Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau 2013 120
Wie der Medicus operierte
General- Anzeiger, 2013
o.A. General- Anzeiger 2013 113

«Die Credit Suisse Anlagestiftung wird für die Anlagegruppe Real Estate Switzerland bis im Sommer 2014 die Wohnüberbauung «Fehlmannmatte» im Zentrum von Windisch erstellen. Nach Abschluss der archäologischen Grabungen und hydrologischen Sondierbohrungen zur Bestimmung des Heizsystems konnte diesen Frühling mit den Bauarbeiten begonnen werden.[...]»

o.A., «Baustart für Wohnüberbauung Fehlmannmatte», in: Projekte & Objekte, Neues aus der Bau- und Immobilienwirtschaft, Zug: MVM Bauinfo, 19.10.2012

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«Die Credit Suisse Anlagestiftung wird für die Anlagegruppe Real Estate Switzerland bis im Sommer 2014 die Wohnüberbauung «Fehlmannmatte» im Zentrum von Windisch erstellen. Nach Abschluss der archäologischen Grabungen und hydrologischen Sondierbohrungen zur Bestimmung des Heizsystems konnte diesen Frühling mit den Bauarbeiten begonnen werden.[...]»

o.A., «Baustart für Wohnüberbauung Fehlmannmatte», in: Projekte & Objekte, Neues aus der Bau- und Immobilienwirtschaft, Zug: MVM Bauinfo, 19.10.2012

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«Die Suche nach Investoren für die Überbauung Fehlmannmatte in Windisch ist erfolgreich verlaufen: Die Credit Suisse steigt als Grossinvestor – und alleiniger Investor – in das Projekt ein.[...]»

(az), «Credit Suisse investiert in Überbauung Fehlmannmatte», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 20.08.2012

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«Die Suche nach Investoren für die Überbauung Fehlmannmatte in Windisch ist erfolgreich verlaufen: Die Credit Suisse steigt als Grossinvestor – und alleiniger Investor – in das Projekt ein.[...]»

(az), «Credit Suisse investiert in Überbauung Fehlmannmatte», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 20.08.2012

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Grundrissfibel
Hochbaudepartment, Stadt Zürich, 2012
o.A. Hochbaudepartment, Stadt Zürich 2012 063

«Die Städte und ihre Agglomerationen sind der Motor der Schweizer Wirtschaft. Rund drei Viertel der Bevölkerung lebten heute in diesen Ballungsräumen, die zusammen gerade mal ein Viertel der Fläche der Schweiz ausmachen.[...]»

Reto Westermann, «Vorreiter für die Stadt von morgen», in: Tages-Anzeiger, Sonderbeilage 18.04.2012, S. 10–11

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«Die Städte und ihre Agglomerationen sind der Motor der Schweizer Wirtschaft. Rund drei Viertel der Bevölkerung lebten heute in diesen Ballungsräumen, die zusammen gerade mal ein Viertel der Fläche der Schweiz ausmachen.[...]»

Reto Westermann, «Vorreiter für die Stadt von morgen», in: Tages-Anzeiger, Sonderbeilage 18.04.2012, S. 10–11

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Am Rietpark Schlieren, Halter GU
Komplex, 2012
o.A. Komplex 2012 079
Für Menschen von 0 bis 99 Jahren
Holzbau mehrgeschossig, Schriftenreihe Nachhaltigkeit, 2012
o.A. Holzbau mehrgeschossig, Schriftenreihe Nachhaltigkeit 2012 120
Jetzt fällt auch das Keller Haus
Regional Zeitung Brugg, 2012
(rb) Regional Zeitung Brugg 2012 113

Suburbanité

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Suburbanité

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Leuchtturm: Mehrgenerationenhaus in Winterthur
Nachhaltig Bauen. Lebenszyklus, Systeme, Szenarien, Verantwortung, 2012
Holger Wallbaum, Susanne Kytzia, Samuel Kellenberger Nachhaltig Bauen. Lebenszyklus, Systeme, Szenarien, Verantwortung 2012 120

«[...]Die Überbauung Fehlmannmatte wird zweifellos eine gute Sache», stellt Gemeindeammann Scheiwiler fest.[...]»

Louis Probst, «Fehlmannmatte Bonus für das Dorf», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 15.12.2011

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«[...]Die Überbauung Fehlmannmatte wird zweifellos eine gute Sache», stellt Gemeindeammann Scheiwiler fest.[...]»

Louis Probst, «Fehlmannmatte Bonus für das Dorf», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 15.12.2011

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«Ökonomiegebäude Klinik Littenheid von Galli Rudolf Architekten
Nur wenige Kilometer südwestlich des Bahnhofs von Wil SG enden Stadt, Agglomeration und sogar Zersiedlung. Unvermittelt befindet man sich in einer idyllischen Landschaftskammer, einem kleinen Tal, das sich in mehreren Windungen durch sanfte Hügel schlängelt. In der Ferne thront der Säntis, der unverrückbare Leuchtturm der Ostschweiz.[...]»

Caspar Schärer, «Maschine im Holzkleid, Ökonomiegebäude Klinik Littenheid», in: werk, bauen + wohnen, Nr. 05, Zürich: Verlag Werk AG 2011, S.60–62

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«Ökonomiegebäude Klinik Littenheid von Galli Rudolf Architekten
Nur wenige Kilometer südwestlich des Bahnhofs von Wil SG enden Stadt, Agglomeration und sogar Zersiedlung. Unvermittelt befindet man sich in einer idyllischen Landschaftskammer, einem kleinen Tal, das sich in mehreren Windungen durch sanfte Hügel schlängelt. In der Ferne thront der Säntis, der unverrückbare Leuchtturm der Ostschweiz.[...]»

Caspar Schärer, «Maschine im Holzkleid, Ökonomiegebäude Klinik Littenheid», in: werk, bauen + wohnen, Nr. 05, Zürich: Verlag Werk AG 2011, S.60–62

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«Auf dem ehemaligen Sulzer-Areal in Oberwinterthur entsteht gegenwärtig einer der grössten mehrgeschossigen Holzbauten der Schweiz. Initiiert haben das Projekt die Genossenschaft für selbstverwaltetes Wohnen (Gesewo) und der Verein Mehrgenerationenhaus.[...]»

Jutta Glanzmann, «Richtungsweisender Pionierbau», in: Neue Zürcher Zeitung, Zürich und Region, Zürich: 24.06.2011

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«Auf dem ehemaligen Sulzer-Areal in Oberwinterthur entsteht gegenwärtig einer der grössten mehrgeschossigen Holzbauten der Schweiz. Initiiert haben das Projekt die Genossenschaft für selbstverwaltetes Wohnen (Gesewo) und der Verein Mehrgenerationenhaus.[...]»

Jutta Glanzmann, «Richtungsweisender Pionierbau», in: Neue Zürcher Zeitung, Zürich und Region, Zürich: 24.06.2011

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«Auf dem Areal der ehemaligen Färberei Schlieren entsteht eine neue Überbauung zum Wohnen und Arbeiten. Galli Rudolf Architekten generierten im Gestaltungsplan prägnante Gebäudeformen von hohem Wiedererkennungswert. Die ersten ausgeführten Bauten des wachsenden Quartiers überzeugen durch ihre urbanen Wohnqualitäten.[...]»

Michael Hanak, «Städtebauliche Prägnanz» in: Arch 157 Nr. 03, Niederurnen: Eternit (Schweiz) AG, 2011, S. 04–09

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«Auf dem Areal der ehemaligen Färberei Schlieren entsteht eine neue Überbauung zum Wohnen und Arbeiten. Galli Rudolf Architekten generierten im Gestaltungsplan prägnante Gebäudeformen von hohem Wiedererkennungswert. Die ersten ausgeführten Bauten des wachsenden Quartiers überzeugen durch ihre urbanen Wohnqualitäten.[...]»

Michael Hanak, «Städtebauliche Prägnanz» in: Arch 157 Nr. 03, Niederurnen: Eternit (Schweiz) AG, 2011, S. 04–09

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Eigengrund
Komplex, 2011
o.A. Komplex 2011 111

«Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Vitasana ersetzt einen Teil ihrer Wohnbauten auf dem Areal «Luegisland» durch Neubauten. Zusätzlich kann das Areal durch den Zukauf des 2'500 Quadratmeter grossen Grundstücks der reformierten Kirchgemeinde im Westen der Parzelle arrondiert. [...]»

o.A., «100 neue Wohnungen im Minergie-P-Standard» in: Wohnen, Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 01, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2010, S. 07

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«Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Vitasana ersetzt einen Teil ihrer Wohnbauten auf dem Areal «Luegisland» durch Neubauten. Zusätzlich kann das Areal durch den Zukauf des 2'500 Quadratmeter grossen Grundstücks der reformierten Kirchgemeinde im Westen der Parzelle arrondiert. [...]»

o.A., «100 neue Wohnungen im Minergie-P-Standard» in: Wohnen, Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 01, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2010, S. 07

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«Die neue Küche der Clienia Privatklinik Littenheid ist bezogen. Der Neubau gilt funktional als Vorzeigeobjekt.
Littenheid – Das Klinikdorf Littenheid ist um einen Blickfang reicher: Der am Dorfrand neu erstellte und vor wenigen Tagen bezogene Küchenneubau fällt aber nicht nur wegen seiner kubischen Form und den grossen Fenstern auf, sondern gilt auch funktionell als Vorzeigeobjekt. Dass Küchenchef Andreas Feurer in sämtliche Planungsschritte integriert war, bezeichnen Bauherrschaft, Architekten und Küchenplaner unisono als Glücksfall. Die Arbeitsabläufe seien bis ins Letzte optimiert und auf das kundenfreundliche Tablettsystem zurechtgeschnitten, wie die Klinik mitteilte. Für das tägliche Zubereiten der 600 Mahlzeiten werden jährlich mehr als 14 Tonnen Gemüse, 14 Tonnen Beilagen, 10 Tonnen Fleisch und 17 Tonnen Früchte verarbeitet. Mit der neuen Infrastruktur, die laut der Mitteilung sowohl bau- wie auch hygienetechnisch höchsten Ansprüchen genügt, könnte die Produktion gar noch erhöht werden. Im Neubau arbeiten 25 Mitarbeitende. Daneben stehen in einem Rüst-
raum für Gemüse auch sechs geschützte Arbeitsplätze zur Verfügung. Dass damit auch die ebenfalls in Littenheid domizilierte Murg-Stiftung vom Küchenneubau profitieren könne, bezeichnete Andreas Feurer als eine Win-win-Situation. Die Freude am Essen während eines Klinikaufenthaltes zu behalten oder wieder zu gewinnen, ist laut Klinikdirektor Daniel Wild und Liliana Stiens, Leiterin Hotellerie, ein wichtiges Mosaiksteinchen im Genesungsprozess. Im neuen Gebäude, in das rund 5 Millionen Franken investiert wurden, sind auch die Wäscherei und eine Therapie-Werkküche untergebracht.»

(tz), «600 Essen verlassen täglich die neue Küche» in: Thurgauer Zeitung, Frauenfeld: 09.07.2010

«Die neue Küche der Clienia Privatklinik Littenheid ist bezogen. Der Neubau gilt funktional als Vorzeigeobjekt.
Littenheid – Das Klinikdorf Littenheid ist um einen Blickfang reicher: Der am Dorfrand neu erstellte und vor wenigen Tagen bezogene Küchenneubau fällt aber nicht nur wegen seiner kubischen Form und den grossen Fenstern auf, sondern gilt auch funktionell als Vorzeigeobjekt. Dass Küchenchef Andreas Feurer in sämtliche Planungsschritte integriert war, bezeichnen Bauherrschaft, Architekten und Küchenplaner unisono als Glücksfall. Die Arbeitsabläufe seien bis ins Letzte optimiert und auf das kundenfreundliche Tablettsystem zurechtgeschnitten, wie die Klinik mitteilte. Für das tägliche Zubereiten der 600 Mahlzeiten werden jährlich mehr als 14 Tonnen Gemüse, 14 Tonnen Beilagen, 10 Tonnen Fleisch und 17 Tonnen Früchte verarbeitet. Mit der neuen Infrastruktur, die laut der Mitteilung sowohl bau- wie auch hygienetechnisch höchsten Ansprüchen genügt, könnte die Produktion gar noch erhöht werden. Im Neubau arbeiten 25 Mitarbeitende. Daneben stehen in einem Rüst-
raum für Gemüse auch sechs geschützte Arbeitsplätze zur Verfügung. Dass damit auch die ebenfalls in Littenheid domizilierte Murg-Stiftung vom Küchenneubau profitieren könne, bezeichnete Andreas Feurer als eine Win-win-Situation. Die Freude am Essen während eines Klinikaufenthaltes zu behalten oder wieder zu gewinnen, ist laut Klinikdirektor Daniel Wild und Liliana Stiens, Leiterin Hotellerie, ein wichtiges Mosaiksteinchen im Genesungsprozess. Im neuen Gebäude, in das rund 5 Millionen Franken investiert wurden, sind auch die Wäscherei und eine Therapie-Werkküche untergebracht.»

(tz), «600 Essen verlassen täglich die neue Küche» in: Thurgauer Zeitung, Frauenfeld: 09.07.2010

Aktuelle Tendenzen im Schweizer Wohnungsbau
URBAN LEBEN / Neue Wohnqualitäten in der Stadt, 2010
o.A. URBAN LEBEN / Neue Wohnqualitäten in der Stadt 2010 120
Anlegen in Wädenswil
Hochparterre, 2010
o.A. Hochparterre 2010 006

«Es sind nicht die Architektinnen und Architekten alleine, welche Form und Gestalt unserer gebauten Umwelt bestimmen. Gebäude erhalten ihre endgültige Form und ihren «Alltag» im Rahmen einer Auseinandersetzung verschiedener Beteiligter.[...]»

Barbara Hallmann, «Bauen auf Verhandlungsbasis», in: Architektur + Technik Nr. 05, Schlieren: B+L Verlags AG, 2010, S. 04–09

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«Es sind nicht die Architektinnen und Architekten alleine, welche Form und Gestalt unserer gebauten Umwelt bestimmen. Gebäude erhalten ihre endgültige Form und ihren «Alltag» im Rahmen einer Auseinandersetzung verschiedener Beteiligter.[...]»

Barbara Hallmann, «Bauen auf Verhandlungsbasis», in: Architektur + Technik Nr. 05, Schlieren: B+L Verlags AG, 2010, S. 04–09

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Entwicklung des Areals Letzibach, Teilareal C, Zürich
hochparterre.wettbewerbe, 2010
o.A. hochparterre.wettbewerbe 2010 115

«In Aargau, located between Zurich and Basel, political actions involving the transformation of obsolete industrial areas are being taken. This building is part of a plan for the transformation of one of these areas in a highly dense residential zone, where new structures will coexist with those that can be restored. This is a very flexible structure, based on a grid of pillars and horizontal panels which can be filled in with different types of housing, having one, two or three storeys. This typological diversity includes types from one-bedroom apartments to groups of housing for the elderly around a common area.[...]»

Aurora Fernández Per, Javier Arpa, «Housing in a former industrial site», in: next - COLLECTIVE HOUSING in progress, a+t Density series, Vitoria-Gasteiz: a+t architecture publishers 2010 , S. 92–97

«In Aargau, located between Zurich and Basel, political actions involving the transformation of obsolete industrial areas are being taken. This building is part of a plan for the transformation of one of these areas in a highly dense residential zone, where new structures will coexist with those that can be restored. This is a very flexible structure, based on a grid of pillars and horizontal panels which can be filled in with different types of housing, having one, two or three storeys. This typological diversity includes types from one-bedroom apartments to groups of housing for the elderly around a common area.[...]»

Aurora Fernández Per, Javier Arpa, «Housing in a former industrial site», in: next - COLLECTIVE HOUSING in progress, a+t Density series, Vitoria-Gasteiz: a+t architecture publishers 2010 , S. 92–97

«Die Siedlungsgenossenschaft Eigengrund (SGE) hat ihre Siedlung Glanzenberg in Dietikon mit zwei Hochhäusern und einem Mehrfamilienhaus umfassend saniert. Signalrot leuchten die Türme nun den Zugreisenden auf der Strecke Zürich–Bern entgegen. Doch auch im Inneren der 41 Jahre alten Gebäude wurde einiges verändert.[...]»

Stefan Hartmann, «Leuchttürme mit Bahnanschluss» in: Wohnen, Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 07/08, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2010, S. 24–29

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«Die Siedlungsgenossenschaft Eigengrund (SGE) hat ihre Siedlung Glanzenberg in Dietikon mit zwei Hochhäusern und einem Mehrfamilienhaus umfassend saniert. Signalrot leuchten die Türme nun den Zugreisenden auf der Strecke Zürich–Bern entgegen. Doch auch im Inneren der 41 Jahre alten Gebäude wurde einiges verändert.[...]»

Stefan Hartmann, «Leuchttürme mit Bahnanschluss» in: Wohnen, Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 07/08, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2010, S. 24–29

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«Es tut sich was in den Vorstädten – aber was geschieht dabei eigentlich mit den Vorstädten? Der Beitrag geht dieser Frage nach, indem ein paar Blicke auf und hinter die eindrücklichen städtebaulichen Kulissenbildungen geworfen werden, die diese Stadtwerdung in der Vorstadt begleiten.[...]»

Angelus Eisinger, «Montageplätze des urbanen Wohnens. K(l)eine Ode an die Vorstadt», in: werk, bauen + wohnen, Nr. 10, Zürich: Verlag Werk AG 2010, S. 12–16.

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«Es tut sich was in den Vorstädten – aber was geschieht dabei eigentlich mit den Vorstädten? Der Beitrag geht dieser Frage nach, indem ein paar Blicke auf und hinter die eindrücklichen städtebaulichen Kulissenbildungen geworfen werden, die diese Stadtwerdung in der Vorstadt begleiten.[...]»

Angelus Eisinger, «Montageplätze des urbanen Wohnens. K(l)eine Ode an die Vorstadt», in: werk, bauen + wohnen, Nr. 10, Zürich: Verlag Werk AG 2010, S. 12–16.

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Schlieren blüht auf
Hochparterre Sonderheft, 2010
Reto Westermann Hochparterre Sonderheft 2010 079
Solidarität und Kooperation
VISO, 2010
Dieter Geissbühler VISO 2010 120

«Bald wohnen nur noch Reiche in den Zentren: Die Immobilienpreise steigen und drängen Normalverdiener aus der Stadt. Das Rezept dagegen: mehr Genossenschaftsbauten.[...]»

Andrea Haefely, Peter Johannes Meier, Martin Vetterli, «Wohnen tut Not», in: Beobachter, Nr. 17, Zürich 2010, S. 20–28

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«Bald wohnen nur noch Reiche in den Zentren: Die Immobilienpreise steigen und drängen Normalverdiener aus der Stadt. Das Rezept dagegen: mehr Genossenschaftsbauten.[...]»

Andrea Haefely, Peter Johannes Meier, Martin Vetterli, «Wohnen tut Not», in: Beobachter, Nr. 17, Zürich 2010, S. 20–28

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«Auf dem Areal der ehemaligen Färberei Schlieren entsteht das neue Quartier amRietpark: 80'000 m² Nutzflächen mit einem vielseitigen Angebot an Räumen sind in ruhigen und doch komplex gegliederten Bauvolumen so untergebracht, dass hier, wenige Kilometer ausserhalb der Stadt Zürich, durchwegs städtisches Leben zu wachsen beginnt. [...]»

Sabine von Fischer, «Wohnen, Arbeiten, ein Park und Lichtspielereien» in: Komplex Nr. 03, Zürich: Halter AG, 2010, S. 02–10

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«Auf dem Areal der ehemaligen Färberei Schlieren entsteht das neue Quartier amRietpark: 80'000 m² Nutzflächen mit einem vielseitigen Angebot an Räumen sind in ruhigen und doch komplex gegliederten Bauvolumen so untergebracht, dass hier, wenige Kilometer ausserhalb der Stadt Zürich, durchwegs städtisches Leben zu wachsen beginnt. [...]»

Sabine von Fischer, «Wohnen, Arbeiten, ein Park und Lichtspielereien» in: Komplex Nr. 03, Zürich: Halter AG, 2010, S. 02–10

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«In Winterthur plant die Gesellschaft für selbstverwaltetes Wohnen (Gesewo) zusammen mit dem Verein Mehrgenerationenhaus ein Wohnprojekt, das Basis sein soll für ein bereicherndes Zusammenleben von Menschen aller Altersstufen.[...]»

Jutta Glanzmann, «Zwischen den Zeilen. Mitreden ist ein Muss», in: Faktor – Architektur Technik Energie, Nr. 26, Zürich: Faktor Verlag 2010, S. 14–18

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«In Winterthur plant die Gesellschaft für selbstverwaltetes Wohnen (Gesewo) zusammen mit dem Verein Mehrgenerationenhaus ein Wohnprojekt, das Basis sein soll für ein bereicherndes Zusammenleben von Menschen aller Altersstufen.[...]»

Jutta Glanzmann, «Zwischen den Zeilen. Mitreden ist ein Muss», in: Faktor – Architektur Technik Energie, Nr. 26, Zürich: Faktor Verlag 2010, S. 14–18

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Die neue Küche
Thurgauer Zeitung, 2010
o.A. Thurgauer Zeitung 2010 107
Eine Station der Exklusivität
Thurgauer Zeitung, 2010
Yann Cerix Thurgauer Zeitung 2010 125
100 Wohnungen für den Kreis 12
Tages-Anzeiger, 2009
(red) Tages-Anzeiger 2009 122

«Bis jetzt leistete sich Windisch den Luxus, an bester Lage im Dorfzentrum ein 12'000 m² grosses Areal für Schrebergärten zur Verfügung zu stellen: die Fehlmannmatte. Jetzt rückt deren Überbauung näher.[...]»

Peter Belart, «Baubeginn bereits Ende 2010», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 13.02.2009, S. 15

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«Bis jetzt leistete sich Windisch den Luxus, an bester Lage im Dorfzentrum ein 12'000 m² grosses Areal für Schrebergärten zur Verfügung zu stellen: die Fehlmannmatte. Jetzt rückt deren Überbauung näher.[...]»

Peter Belart, «Baubeginn bereits Ende 2010», in: Aargauer Zeitung, Aarau: 13.02.2009, S. 15

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«E la nave va» für altersdurchmischtes Wohnen
NZZ, 2009
(flo) NZZ 2009 120

«Der bedeutendste Architekt von SAC-Hütten im 20. Jahrhundert war Jakob Eschenmoser. Sein Anliegen, die Hütten mit Materialien und Gestaltung gut in die Landschaft zu integrieren, übernahmen später zahlreiche weitere Architekten. Hüttenbauten aus der jüngeren Zeit zeugen aber auch von anderen Auffassungen. Im zweiten Teil seiner Hüttengeschichte beschreibt der Architektur- und Hotelhistoriker Roland Flückiger-Seiler diese Entwicklung.[...]»

Roland Flückiger-Seiler, «Eschenmoser und neue Experimente, 150 Jahre Hüttenbau in den Alpen», in: Die Alpen, Bern: Schweizer Alpen-Club SAC 2009.

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«Der bedeutendste Architekt von SAC-Hütten im 20. Jahrhundert war Jakob Eschenmoser. Sein Anliegen, die Hütten mit Materialien und Gestaltung gut in die Landschaft zu integrieren, übernahmen später zahlreiche weitere Architekten. Hüttenbauten aus der jüngeren Zeit zeugen aber auch von anderen Auffassungen. Im zweiten Teil seiner Hüttengeschichte beschreibt der Architektur- und Hotelhistoriker Roland Flückiger-Seiler diese Entwicklung.[...]»

Roland Flückiger-Seiler, «Eschenmoser und neue Experimente, 150 Jahre Hüttenbau in den Alpen», in: Die Alpen, Bern: Schweizer Alpen-Club SAC 2009.

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Die Siedlungsgenossenschaft Eigengrund besitzt an der Glanzenbergstrasse in Dietikon (ZH) 113 Wohnungen, die nach vierzig Jahren einer Gesamterneuerung unterzo_gen werden. Die beiden Hochhäuser Glan_zenbergstrasse 26 und 28 und die kleinere Liegenschaft Glanzenbergstrasse 12 ent_sprechen den heutigen Anforderungen be_züglich Wärme- und Schalldämmung und den Komfortansprüchen der Mieterinnen und Mieter nicht mehr. Aus diesem Grund investiert die Genossenschaft 25 Millionen Franken. Die Arbeitsgemeinschaft Galli + Rudolf Architekten und Halter Generalunterneh_mung AG werden die anspruchsvolle Sanie_rung in zehn Monaten realisieren - bei be_legten Wohnungen. Die Einschränkungen werden sich für die Mieter jedoch lohnen: Nach Abschluss der Arbeiten stehen ihnen moderne und attraktive Wohnungen mit niedrigen Energiekosten zur Verfügung. Alle Gebäude erhalten hochdämmende Fassa_den und Fenster mit Dreifachverglasung. Badezimmer und Küchen werden gänzlich neu und nach heutigem Standard ausge_stattet. Die 78 Wohnungen in den beiden 13-geschossigen Hochhäusern erhalten neue, verglaste Balkone und vergrösserte Fenster. Bei diesen Liegenschaften hat sich die Genossenschaft für eine energetisch vorbildiche Sanierung nach Minergie-Standard entschieden. Eine kontrollierte Wohnungs_lüftung wird für eine kontinuierliche Frisch_luftzufuhr sorgen. Mit der Abluftwärme wird das Warmwasser vorgeheizt.

Die Siedlungsgenossenschaft Eigengrund besitzt an der Glanzenbergstrasse in Dietikon (ZH) 113 Wohnungen, die nach vierzig Jahren einer Gesamterneuerung unterzo_gen werden. Die beiden Hochhäuser Glan_zenbergstrasse 26 und 28 und die kleinere Liegenschaft Glanzenbergstrasse 12 ent_sprechen den heutigen Anforderungen be_züglich Wärme- und Schalldämmung und den Komfortansprüchen der Mieterinnen und Mieter nicht mehr. Aus diesem Grund investiert die Genossenschaft 25 Millionen Franken. Die Arbeitsgemeinschaft Galli + Rudolf Architekten und Halter Generalunterneh_mung AG werden die anspruchsvolle Sanie_rung in zehn Monaten realisieren - bei be_legten Wohnungen. Die Einschränkungen werden sich für die Mieter jedoch lohnen: Nach Abschluss der Arbeiten stehen ihnen moderne und attraktive Wohnungen mit niedrigen Energiekosten zur Verfügung. Alle Gebäude erhalten hochdämmende Fassa_den und Fenster mit Dreifachverglasung. Badezimmer und Küchen werden gänzlich neu und nach heutigem Standard ausge_stattet. Die 78 Wohnungen in den beiden 13-geschossigen Hochhäusern erhalten neue, verglaste Balkone und vergrösserte Fenster. Bei diesen Liegenschaften hat sich die Genossenschaft für eine energetisch vorbildiche Sanierung nach Minergie-Standard entschieden. Eine kontrollierte Wohnungs_lüftung wird für eine kontinuierliche Frisch_luftzufuhr sorgen. Mit der Abluftwärme wird das Warmwasser vorgeheizt.

Neuhegi - ein urbaner Stadtteil entsteht
Immoinvest, 2009
Zora Schaad Immoinvest 2009 120

«typologie+ dokumentiert und analysiert internationale Wohnbauten und bietet dabei nicht nur ein umfassendes Spektrum zukunftsfähiger Konzepte im Geschosswohnungsbau, sondern zeigt auch Anwendungs- und Transformationsmöglichkeiten für die Planungspraxis auf.[...]»

Peter Ebner, Eva Herrmann, Roman Höllbacher u.a, «Wohnbebauung Hofgarten» in: typologie+ Innovativer Wohnungsbau, Basel: Birkhäuser Verlag 2009, S. 130–135

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«typologie+ dokumentiert und analysiert internationale Wohnbauten und bietet dabei nicht nur ein umfassendes Spektrum zukunftsfähiger Konzepte im Geschosswohnungsbau, sondern zeigt auch Anwendungs- und Transformationsmöglichkeiten für die Planungspraxis auf.[...]»

Peter Ebner, Eva Herrmann, Roman Höllbacher u.a, «Wohnbebauung Hofgarten» in: typologie+ Innovativer Wohnungsbau, Basel: Birkhäuser Verlag 2009, S. 130–135

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Wohn- und Geschäftshaus Neufrankengasse
hochparterre.wettbewerbe, 2009
o.A. hochparterre.wettbewerbe 2009 112

"Der Bau der International School bewegt sich in einem flirrenden Dialog zwischen Integration, freier Form- und Farbgebung. Durch seine Maße steht er in Beziehung zu den umgebenden industriellen Bauten, durch seine Farbgebung in hellem Grün setzt er sich vom kühlen Grau der Industriebauten ab und gibt sich als öffentlicher Bau zu erkennen. Das künstliche Grün des Außenputzes bettet die Schule in den landschaftlichen Kontext ein ohne diesen zu imitieren. Die kubische Gliederung und die leichten Knicke und Abweichungen von der Orthogonalität versetzen den Baukörper und die Räume in Spannung und verankern den Bau in der Topografie. Die kubische Gliederung in einen durchgehenden, talseitig sichtbaren Sockelbereich und zwei aufgehenden Klassenzimmertrakten eröffnet die Möglichkeit, differenziert auf die Topografie zu reagieren. Hangseitig bilden die Sockelgeschosse ein Plateau. Hier entsteht ein u-förmiger, geschützter Eingangs- und Pausenbereich. Vom Tal her gesehen scheinen sie mit den aufgehenden Klassenzimmertrakten zu einem großen Baukörper mit prägnanter Silhouette verschmolzen. Reflexionen der Architektursprache der frühen Bauhaus-Moderne und des
Schulentwurfs von Hannes Meyer finden sich im Elementaren und in der Reduktion der räumlichen und gestalterischen Mittel. Ausgehend von der Analyse von Raumprogramm und Kontext dient die Funktion der Räume als Ausgangspunkt entwerferischen Schaffens. Über die geschickte Verflechtung von Raumgruppen und eine klare Hierarchisierung wird ein Reichtum und eine Vielfalt von räumlichen Beziehungen aufgebaut. Die rund 500 Schülerinnen und Schüler dieser angelsächsich geprägten Privatschule stammen aus über 30 Nationen. Es gibt ein starkes Bedürfnis nach einer klaren baulichen Identität. Sie ist von besonderer Bedeutung, weil die Schule für die englischsprachige Gemeinschaft in Zürich ein wichtiges Zentrum ist, dessen Ausstrahlung über das rein Schulische hinausführt. Die Schule ist wie eine kleine Stadt mit kommunikativen Erschließungswegen und attraktiven gemeinschaftlichen Räumen ausgebildet. An die mehrgeschossige zentrale Treppenhalle, die als Foyer dient, sind die großen Gemeinschaftsräume wie die Turnhalle, die offene, durch Schiebewände abtrennbare zweigeschossige Mehrzweckhalle, sowie auf der oberen Eingangsebene die Bibliothek angeordnet. Große Innenfenster erzeugen eine horizontale und vertikale Transparenz zwischen den Raumeinheiten und Geschossen. Die Außenfenster ermöglichen spannende Ausblicke zur nahen und weiteren Umgebung und bei Einbruch der Dämmerung ungehinderten Einblick ins Innenleben der Schule. Kurze Verbindungswege führen in die Klassentrakte. Die Schulzimmer sind als Cluster rund um einen gemeinsamen zentralen Unterrichtsraum gruppiert. Die Zurich International School als Primarschule betrachtet die Verwendung von Farbe und im Besonderen von Primärfarben als Teil des pädagogischen Konzepts, den Kleinsten möglichst heitere und vielfältige Lebensräume zur Verfügung zu stellen. Wir betrachteten die Verwendung von Farbe als Möglichkeit, mit dem beschränkten Budget, welches keine aufwändigen Materialisierungen gestattete, im Innen- wie im Außenraum räumlich pointierende Akzente zu setzen. Mit einem minimalen Budget wurde ein auf die Bedürfnisse der Zurich International School maßgeschneidertes Gebäude realisiert, welches durch räumliche Vielfalt und Großzügigkeit überrascht. Die Wahl fiel nicht auf die eleganteste, sondern die kostengünstigste und effizienteste Konstruktion. So musste das anfängliche Konzept vom freien Grundriss mit Stützen und nicht tragenden Wänden zugunsten einer kostengünstigeren Mischbauweise aufgegeben werden. Die Materialien und die Ausführung sind dem Kostenrahmen entsprechend einfach, wenn auch nicht roh. Die Bauhaus-Idee, nicht als stilistisches Pogramm, sondern wie sie sich zum Beispiel im Entwurf für die Gewerkschaftsschule von Hannes Meyer funktional und räumlich manifestiert, lebt als methodisches Erbe an unseren Architekturschulen weiter. Der Umgang mit Programm und Randbedingungen, die Verbindung von Bildnerischem mit Dreidimensionalem, Hierarchisierung, Klarheit und Reduktion sind Kernpunkte unseres entwerferischen Schaffens. Dass aus der Mischung von künstlerischem Zugang und Disziplin immer wieder Innovationen und neue Architektursprachen entwickelt werden können, ist das Verheißungsvolle an der Architektur der Bauhaus-Moderne."

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"Der Bau der International School bewegt sich in einem flirrenden Dialog zwischen Integration, freier Form- und Farbgebung. Durch seine Maße steht er in Beziehung zu den umgebenden industriellen Bauten, durch seine Farbgebung in hellem Grün setzt er sich vom kühlen Grau der Industriebauten ab und gibt sich als öffentlicher Bau zu erkennen. Das künstliche Grün des Außenputzes bettet die Schule in den landschaftlichen Kontext ein ohne diesen zu imitieren. Die kubische Gliederung und die leichten Knicke und Abweichungen von der Orthogonalität versetzen den Baukörper und die Räume in Spannung und verankern den Bau in der Topografie. Die kubische Gliederung in einen durchgehenden, talseitig sichtbaren Sockelbereich und zwei aufgehenden Klassenzimmertrakten eröffnet die Möglichkeit, differenziert auf die Topografie zu reagieren. Hangseitig bilden die Sockelgeschosse ein Plateau. Hier entsteht ein u-förmiger, geschützter Eingangs- und Pausenbereich. Vom Tal her gesehen scheinen sie mit den aufgehenden Klassenzimmertrakten zu einem großen Baukörper mit prägnanter Silhouette verschmolzen. Reflexionen der Architektursprache der frühen Bauhaus-Moderne und des
Schulentwurfs von Hannes Meyer finden sich im Elementaren und in der Reduktion der räumlichen und gestalterischen Mittel. Ausgehend von der Analyse von Raumprogramm und Kontext dient die Funktion der Räume als Ausgangspunkt entwerferischen Schaffens. Über die geschickte Verflechtung von Raumgruppen und eine klare Hierarchisierung wird ein Reichtum und eine Vielfalt von räumlichen Beziehungen aufgebaut. Die rund 500 Schülerinnen und Schüler dieser angelsächsich geprägten Privatschule stammen aus über 30 Nationen. Es gibt ein starkes Bedürfnis nach einer klaren baulichen Identität. Sie ist von besonderer Bedeutung, weil die Schule für die englischsprachige Gemeinschaft in Zürich ein wichtiges Zentrum ist, dessen Ausstrahlung über das rein Schulische hinausführt. Die Schule ist wie eine kleine Stadt mit kommunikativen Erschließungswegen und attraktiven gemeinschaftlichen Räumen ausgebildet. An die mehrgeschossige zentrale Treppenhalle, die als Foyer dient, sind die großen Gemeinschaftsräume wie die Turnhalle, die offene, durch Schiebewände abtrennbare zweigeschossige Mehrzweckhalle, sowie auf der oberen Eingangsebene die Bibliothek angeordnet. Große Innenfenster erzeugen eine horizontale und vertikale Transparenz zwischen den Raumeinheiten und Geschossen. Die Außenfenster ermöglichen spannende Ausblicke zur nahen und weiteren Umgebung und bei Einbruch der Dämmerung ungehinderten Einblick ins Innenleben der Schule. Kurze Verbindungswege führen in die Klassentrakte. Die Schulzimmer sind als Cluster rund um einen gemeinsamen zentralen Unterrichtsraum gruppiert. Die Zurich International School als Primarschule betrachtet die Verwendung von Farbe und im Besonderen von Primärfarben als Teil des pädagogischen Konzepts, den Kleinsten möglichst heitere und vielfältige Lebensräume zur Verfügung zu stellen. Wir betrachteten die Verwendung von Farbe als Möglichkeit, mit dem beschränkten Budget, welches keine aufwändigen Materialisierungen gestattete, im Innen- wie im Außenraum räumlich pointierende Akzente zu setzen. Mit einem minimalen Budget wurde ein auf die Bedürfnisse der Zurich International School maßgeschneidertes Gebäude realisiert, welches durch räumliche Vielfalt und Großzügigkeit überrascht. Die Wahl fiel nicht auf die eleganteste, sondern die kostengünstigste und effizienteste Konstruktion. So musste das anfängliche Konzept vom freien Grundriss mit Stützen und nicht tragenden Wänden zugunsten einer kostengünstigeren Mischbauweise aufgegeben werden. Die Materialien und die Ausführung sind dem Kostenrahmen entsprechend einfach, wenn auch nicht roh. Die Bauhaus-Idee, nicht als stilistisches Pogramm, sondern wie sie sich zum Beispiel im Entwurf für die Gewerkschaftsschule von Hannes Meyer funktional und räumlich manifestiert, lebt als methodisches Erbe an unseren Architekturschulen weiter. Der Umgang mit Programm und Randbedingungen, die Verbindung von Bildnerischem mit Dreidimensionalem, Hierarchisierung, Klarheit und Reduktion sind Kernpunkte unseres entwerferischen Schaffens. Dass aus der Mischung von künstlerischem Zugang und Disziplin immer wieder Innovationen und neue Architektursprachen entwickelt werden können, ist das Verheißungsvolle an der Architektur der Bauhaus-Moderne."

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Bauen für Zürich: Das Amt für Hochbauten 1997-2007
Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2008
o.A. Verlag Neue Zürcher Zeitung 2008 141
Bauen nach innen
Hochparterre Sonderheft, 2008
Caspar Schärer Hochparterre Sonderheft 2008 059

«Wegen der steigenden Kosten ist der Spielraum beim genossenschaftlichen Neubau eng geworden. Sollen tragbare Mietzinse resultieren, muss bei manch geplanter Seidlung der Sparhebel angesetzt werden. Dabei sollten Abstriche bei der Wohnfläche kein Tabu sein. Das sagt Dieter Hanhart vom WohnBauBüro, das sich auf die Begleitung genossenschaftlicher Neubauprojekte spezialisiert hat.[...]»

Richard Liechti, «Interview mit Dieter Hahnhart, Wohnbaubüro», in:Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau Nr. 05, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2008, S. 47–48

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«Wegen der steigenden Kosten ist der Spielraum beim genossenschaftlichen Neubau eng geworden. Sollen tragbare Mietzinse resultieren, muss bei manch geplanter Seidlung der Sparhebel angesetzt werden. Dabei sollten Abstriche bei der Wohnfläche kein Tabu sein. Das sagt Dieter Hanhart vom WohnBauBüro, das sich auf die Begleitung genossenschaftlicher Neubauprojekte spezialisiert hat.[...]»

Richard Liechti, «Interview mit Dieter Hahnhart, Wohnbaubüro», in:Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau Nr. 05, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz, 2008, S. 47–48

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"Ohne viel Aufhebens ist in, Zürich-Leimbach an der Sihl eine neue Wohnsiedlung gebaut worden. Die Lage am Fluss und eine lärmige Strasse prägen die Wohnsituation.
Knapp hundert Meter trennen die Bauprofile für das energiesparende Wohnprojekt Sihlbogen von der kürzlich fertig gestellten Genossenschaftssiedlung in Leimbach. Während um den Sihlbogen der Genossenschaft Zurlinden ein zum Teil emotional geführter Streit entbrannt ist, konnten ihre Kollegen von der Genossenschaft Hofgarten ihren Neubau ohne grössere Probleme realisieren.
Dabei hatten sie es mit einem nicht ganz einfachen Grundstück zu tun. Auf der Parzelle am Eingang zu Leimbach treffen nämlich Lagebonus und -malus unmittelbar aufeinander: Das Gelände liegt direkt an der Sihl, aber eben auch an der stark befahrenen Durchgangsstrasse nach Zug und Luzern. Fluss und Strasse kreuzen sich im rechten Winkel, und diese Konstellation schlägt sich direkt in der neuen Wohnüberbauung mit über 50 Wohnungen nieder. Die Zürcher Architekten Andreas Galli und Yvonne Rudolf finden mit einem langen, abgewinkelten Bauvolumen eine Lösung, die nicht nur geschickt auf die schwierigen äusseren Gegebenheiten reagiert, sondern gleich auch noch die vielgestaltige städtebauliche Situation am westlichen Brückenkopf der Maneggbrücke befestigt.

Der Hof als Herz der Überbauung

Im kleinteiligen, von Einfamilienhäusern geprägten Quartier etablieren Galli und Rudolf einen neuen Massstab, der dennoch die Verhältnisse im Gleichgewicht belässt. Zwar überragt die Grossform mit ihren fünf Geschossen die umliegenden Wohnbauten deutlich, in ihrer zurückhaltenden Gestaltung bleibt sie aber moderat und integriert.
Beide Schenkel des Winkels formulieren eine scharfe Grenze, die das Aussen klar vom Innen scheidet. Von der Durchgangsstrasse aus betrachtet wirkt diese Trennung etwas hart und unvermittelt. Im Innern, auf der lärmabgewandten Seite, zeigt der Winkel hingegen, was er so sorgsam beschützt. Der weitläufige Hofraum ist das Herz der Überbauung. Er ist zum Quartier hin vollständig geöffnet und verschmilzt mit dem Weichbild der vorstädtischen Bebauung. Damit leistet der Hof einen Beitrag für die ganze Nachbarschaft, ohne sich selber in den Vordergrund zu drängen.
Die Hofgestaltung widerspiegelt die Doppeldeutigkeit des Ortes an der Schnittstelle zwischen Stadt und ländlichem Vorort. Ein freigelegter Bach fliesst quer durch den grossen Aussenraum, an seinen Ufern sind Bäume zu «Zimmern» gruppiert, die zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr blühen.
Gerahmt wird diese Idylle von der mächtigen Staumauer des Wohngebäudes, dessen Fassade eher einer städtischen Herkunft zuzuordnen ist. Mit ihrer ausgeprägt horizontalen Gliederung erinnert sie an Industriebauten im Gewerbegebiet Manegg auf dem gegenüberliegenden Ufer der Sihl. Die Bänder aus Travertin ziehen sich um das ganze Gebäude, auch entlang den beiden Hoffassaden, die eigentlich als Balkonschicht vollständig aufgelöst sind. Durch die Verstärkung der Balkonstirnen mit schmalen Travertinstreifen entstehen so jene Klammern, die das Haus mit seinen so unterschiedlichen Seiten über das Material zusammenhalten.

Zwei verschiedene Wohnungstypen

Die Architekten haben den auf den ersten Blick so einfachen, im Detail aber durchaus komplexen Baukörper gut im Griff. Das zeigt sich auch bei den Wohnungen. Die Lage an der Strasse und am Fluss brachte erwartungsgemäss zwei grundsätzlich unterschiedliche Wohnungstypen und Erschliessungssysteme hervor.
Entlang der Leimbachstrasse Schotten verglaste Laubengänge die Wohnungen vom Verkehrslärm ab. Dahinter liegen kompakte Zweizimmer- oder Maisonette-Wohnungen, einzelne davon mit internem Zugang zu einem Studio oder Atelierraum im Erdgeschoss.
Deutlich befreiter konnten Galli & Rudolf im Trakt an der Sihl arbeiten. Hier stellte sich mehr die Frage, wie man mit zwei attraktiven Ausblicken umgeht. Die  Antwort liegt in der Trennung von Wohnzimmer und Küche mit Blick auf die Sihl. Die einzelnen Zimmer, das Treppenhaus und über einen kurzen Korridor auch das Wohnzimmer werden von hier erschlossen. Die Aufwertung der Küche zu einem eigenständigen, vernetzten Raum erzeugt eine angenehm unaufgeregte Wohnlichkeit, die sowohl der Lage in der Vorstadt wie auch dem wohl temperierten Gebäude angemessen ist."

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"Ohne viel Aufhebens ist in, Zürich-Leimbach an der Sihl eine neue Wohnsiedlung gebaut worden. Die Lage am Fluss und eine lärmige Strasse prägen die Wohnsituation.
Knapp hundert Meter trennen die Bauprofile für das energiesparende Wohnprojekt Sihlbogen von der kürzlich fertig gestellten Genossenschaftssiedlung in Leimbach. Während um den Sihlbogen der Genossenschaft Zurlinden ein zum Teil emotional geführter Streit entbrannt ist, konnten ihre Kollegen von der Genossenschaft Hofgarten ihren Neubau ohne grössere Probleme realisieren.
Dabei hatten sie es mit einem nicht ganz einfachen Grundstück zu tun. Auf der Parzelle am Eingang zu Leimbach treffen nämlich Lagebonus und -malus unmittelbar aufeinander: Das Gelände liegt direkt an der Sihl, aber eben auch an der stark befahrenen Durchgangsstrasse nach Zug und Luzern. Fluss und Strasse kreuzen sich im rechten Winkel, und diese Konstellation schlägt sich direkt in der neuen Wohnüberbauung mit über 50 Wohnungen nieder. Die Zürcher Architekten Andreas Galli und Yvonne Rudolf finden mit einem langen, abgewinkelten Bauvolumen eine Lösung, die nicht nur geschickt auf die schwierigen äusseren Gegebenheiten reagiert, sondern gleich auch noch die vielgestaltige städtebauliche Situation am westlichen Brückenkopf der Maneggbrücke befestigt.

Der Hof als Herz der Überbauung

Im kleinteiligen, von Einfamilienhäusern geprägten Quartier etablieren Galli und Rudolf einen neuen Massstab, der dennoch die Verhältnisse im Gleichgewicht belässt. Zwar überragt die Grossform mit ihren fünf Geschossen die umliegenden Wohnbauten deutlich, in ihrer zurückhaltenden Gestaltung bleibt sie aber moderat und integriert.
Beide Schenkel des Winkels formulieren eine scharfe Grenze, die das Aussen klar vom Innen scheidet. Von der Durchgangsstrasse aus betrachtet wirkt diese Trennung etwas hart und unvermittelt. Im Innern, auf der lärmabgewandten Seite, zeigt der Winkel hingegen, was er so sorgsam beschützt. Der weitläufige Hofraum ist das Herz der Überbauung. Er ist zum Quartier hin vollständig geöffnet und verschmilzt mit dem Weichbild der vorstädtischen Bebauung. Damit leistet der Hof einen Beitrag für die ganze Nachbarschaft, ohne sich selber in den Vordergrund zu drängen.
Die Hofgestaltung widerspiegelt die Doppeldeutigkeit des Ortes an der Schnittstelle zwischen Stadt und ländlichem Vorort. Ein freigelegter Bach fliesst quer durch den grossen Aussenraum, an seinen Ufern sind Bäume zu «Zimmern» gruppiert, die zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr blühen.
Gerahmt wird diese Idylle von der mächtigen Staumauer des Wohngebäudes, dessen Fassade eher einer städtischen Herkunft zuzuordnen ist. Mit ihrer ausgeprägt horizontalen Gliederung erinnert sie an Industriebauten im Gewerbegebiet Manegg auf dem gegenüberliegenden Ufer der Sihl. Die Bänder aus Travertin ziehen sich um das ganze Gebäude, auch entlang den beiden Hoffassaden, die eigentlich als Balkonschicht vollständig aufgelöst sind. Durch die Verstärkung der Balkonstirnen mit schmalen Travertinstreifen entstehen so jene Klammern, die das Haus mit seinen so unterschiedlichen Seiten über das Material zusammenhalten.

Zwei verschiedene Wohnungstypen

Die Architekten haben den auf den ersten Blick so einfachen, im Detail aber durchaus komplexen Baukörper gut im Griff. Das zeigt sich auch bei den Wohnungen. Die Lage an der Strasse und am Fluss brachte erwartungsgemäss zwei grundsätzlich unterschiedliche Wohnungstypen und Erschliessungssysteme hervor.
Entlang der Leimbachstrasse Schotten verglaste Laubengänge die Wohnungen vom Verkehrslärm ab. Dahinter liegen kompakte Zweizimmer- oder Maisonette-Wohnungen, einzelne davon mit internem Zugang zu einem Studio oder Atelierraum im Erdgeschoss.
Deutlich befreiter konnten Galli & Rudolf im Trakt an der Sihl arbeiten. Hier stellte sich mehr die Frage, wie man mit zwei attraktiven Ausblicken umgeht. Die  Antwort liegt in der Trennung von Wohnzimmer und Küche mit Blick auf die Sihl. Die einzelnen Zimmer, das Treppenhaus und über einen kurzen Korridor auch das Wohnzimmer werden von hier erschlossen. Die Aufwertung der Küche zu einem eigenständigen, vernetzten Raum erzeugt eine angenehm unaufgeregte Wohnlichkeit, die sowohl der Lage in der Vorstadt wie auch dem wohl temperierten Gebäude angemessen ist."

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«Die Färbi Immobilien AG und ein UBS-Immobilienfonds erreichten insgesamt 119 Mietwohnungen sowie Gewerbe- und Verkaufsflächen im Erdgeschoss und investieren gemeinsam knapp 50 Millionen Franken.[...]»

(ark), «Färbi-Areal Schlieren - der erste Schritt», in: Neue Zürcher Zeitung, Zürich: 14.08.2008

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«Die Färbi Immobilien AG und ein UBS-Immobilienfonds erreichten insgesamt 119 Mietwohnungen sowie Gewerbe- und Verkaufsflächen im Erdgeschoss und investieren gemeinsam knapp 50 Millionen Franken.[...]»

(ark), «Färbi-Areal Schlieren - der erste Schritt», in: Neue Zürcher Zeitung, Zürich: 14.08.2008

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Hyperflexibel Wohnen
Hochparterre Sonderheft, 2008
Werner Huber Hochparterre Sonderheft 2008 109

"Wohnüberbauung in Zürich-Leimbach von Galli & Rudolf Architekten

Am Eingang zur Stadt prallen Lagebonus und -malus aufeinander: hier der Fluss, dort der Verkehr. Mit einer Grossform wird die Heterogenität der Ausrichtungen und Wohnungstypologien überspielt. An der Strasse Schotten Laubengänge die Wohneinheiten vom Lärm ab, am Fluss prägen der vernetzte Küchenraum und die beidseitige Orientierung die Wohnungen.

Im kleinteiligen, von Einfamilienhäusern geprägten Quartier etablieren Galli & Rudolf einen neuen Mass-Stab, der dennoch die Verhältnisse im Gleichgewicht belässt. Zwar überragt die Grossform mit ihren fünf Geschossen die umliegenden Wohnbauten deutlich, in ihrer zurückhaltenden Gestaltung bleibt sie aber moderat und integriert. Der Neubau als Ganzes lässt sich auf verschiedene Weisen lesen und ist deshalb ein treffendes Abbild der Ambivalenzen vor Ort. Beide Schenkel des Winkels formulieren eine scharfe Grenze, die das Aussen klar vom Innen scheidet. Von der Durchgangsstrasse aus betrachtet wirkt diese Trennung etwas hart und unvermittelt. Auf der vom Lärm abgewandten Seite - im Inneren - zeigt der Winkel hingegen, was er so sorgsam schützt. Der weitläufige Hofraum ist das Herz der Überbauung. Er ist zum Quartier hin vollständig geöffnet und verschmilzt mit dem Weichbild der vorstädrischen Bebauung. Damit leistet der Hof einen Beitrag für die ganze Nachbarschaft, ohne sich selber in den Vordergrund zu drängen.

Die Hofgestaltung widerspiegelt die Doppeldeutigkeit des Ortes an der Schnittstelle zwischen Stadt und ländlichem Vorort. Ein freigelegter Bach fliesst quer durch den grossen Aussenraum, an seinen Ufern sind Bäume zu «Zimmern» gruppiert, die zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr blühen. Gerahmt wird diese Idylle von der mächtigen Staumauer des Wohngebäudes, dessen Fassade eher einer städtischen Herkunft zuzuordnen ist. Mit ihrer ausgeprägt horizontalen Gliederung erinnert sie an Bürobauten im Gewerbegebiet Manegg auf dem gegenüberliegenden Ufer der Sihl. Die Bänder aus Travenin ziehen sich um das ganze Gebäude, auch entlang der beiden Hoffassaden, die eigentlich als Balkonschicht vollständig aufgelöst sind. Durch die Verstärkung der Balkonstirnen mit schmalen Travertinstreifen entstehen jene Klammern, die das Haus mit seinen so unterschiedlichen Seiten über das Material zusammenhalten. Die Fensterbänder wiederum als das kontrastierende Motiv machen die Bewegung um die Ecken ebenfalls mit, allerdings nur halbherzig. Das Wettbewerbsprojekt strahlte in dieser Hinsicht noch eine stärkere Dynamik aus, in dem die Glasbänder noch ohne Unterbruch um das Haus fliessen konnten.

Dennoch haben die Architekten den auf den ersten Blick so einfachen, im Detail aber durchaus komplexen Baukörper im Griff. Das zeigt sich auch bei den Wohnungen. Die Lage an der Strasse und am Fluss brachte erwartungsgemäss zwei grundsätzlich unterschiedliche Wohnungstypen und Erschliessungssysteme hervor. Entlang der Leimbachstrasse schölten verglaste Laubengänge die Wohnungen vom Verkehrslärm ab. Dahinter liegen kompakte Zweizimmer- oder Maisonette-Wohnungen, einzelne davon mir internem Zugang zu einem Studio oder Atelierraum im Erdgeschoss. Deutlich befreiter konnten Galli & Rudolf im Trakt an der Sihl arbeiten. Hier stellte sich mehr die Frage, wie man mit zwei attraktiven Ausblicken umgeht. Die Antwort liegt in der Trennung von Wohnzimmer und Küche. Beide Räume liegen an den entgegengesetzten Enden einer Z-Figur, die zwischen den Fassaden aufgespannt ist. Dreh- und Angelpunkt des Grundrisses ist die grosse Wohnküche mit Blick auf die Sihl. Die einzelnen Zimmer, das Treppenhaus und über einen kurzen Korridor auch das Wohnzimmer werden von hier aus erschlossen. Die Aufwertung der Küche zu einem eigenständigen, hochgradig vernetzten Raum erzeugt eine angenehm unaufgeregte Wohnlichkeit, die sowohl der Lage in der Vorstadt wie auch dem wohltemperierten Gebäude angemessen ist. summary     Housing development in Zürich-Leimbach by Galli & Rudolf Architects     The advantages and disadvantages of this location at the entrance to the city oppose each other in a very way: here the river, there the traffic. The hetero-geneous quality of both the orientation and the housing typologies is cloaked by the use of a large-scaled form. Along the street front access decks screen the apartments from noise, while the character of the riverfront is determined by the central position of the kitchen and the dual orientation of the apartments."

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"Wohnüberbauung in Zürich-Leimbach von Galli & Rudolf Architekten

Am Eingang zur Stadt prallen Lagebonus und -malus aufeinander: hier der Fluss, dort der Verkehr. Mit einer Grossform wird die Heterogenität der Ausrichtungen und Wohnungstypologien überspielt. An der Strasse Schotten Laubengänge die Wohneinheiten vom Lärm ab, am Fluss prägen der vernetzte Küchenraum und die beidseitige Orientierung die Wohnungen.

Im kleinteiligen, von Einfamilienhäusern geprägten Quartier etablieren Galli & Rudolf einen neuen Mass-Stab, der dennoch die Verhältnisse im Gleichgewicht belässt. Zwar überragt die Grossform mit ihren fünf Geschossen die umliegenden Wohnbauten deutlich, in ihrer zurückhaltenden Gestaltung bleibt sie aber moderat und integriert. Der Neubau als Ganzes lässt sich auf verschiedene Weisen lesen und ist deshalb ein treffendes Abbild der Ambivalenzen vor Ort. Beide Schenkel des Winkels formulieren eine scharfe Grenze, die das Aussen klar vom Innen scheidet. Von der Durchgangsstrasse aus betrachtet wirkt diese Trennung etwas hart und unvermittelt. Auf der vom Lärm abgewandten Seite - im Inneren - zeigt der Winkel hingegen, was er so sorgsam schützt. Der weitläufige Hofraum ist das Herz der Überbauung. Er ist zum Quartier hin vollständig geöffnet und verschmilzt mit dem Weichbild der vorstädrischen Bebauung. Damit leistet der Hof einen Beitrag für die ganze Nachbarschaft, ohne sich selber in den Vordergrund zu drängen.

Die Hofgestaltung widerspiegelt die Doppeldeutigkeit des Ortes an der Schnittstelle zwischen Stadt und ländlichem Vorort. Ein freigelegter Bach fliesst quer durch den grossen Aussenraum, an seinen Ufern sind Bäume zu «Zimmern» gruppiert, die zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr blühen. Gerahmt wird diese Idylle von der mächtigen Staumauer des Wohngebäudes, dessen Fassade eher einer städtischen Herkunft zuzuordnen ist. Mit ihrer ausgeprägt horizontalen Gliederung erinnert sie an Bürobauten im Gewerbegebiet Manegg auf dem gegenüberliegenden Ufer der Sihl. Die Bänder aus Travenin ziehen sich um das ganze Gebäude, auch entlang der beiden Hoffassaden, die eigentlich als Balkonschicht vollständig aufgelöst sind. Durch die Verstärkung der Balkonstirnen mit schmalen Travertinstreifen entstehen jene Klammern, die das Haus mit seinen so unterschiedlichen Seiten über das Material zusammenhalten. Die Fensterbänder wiederum als das kontrastierende Motiv machen die Bewegung um die Ecken ebenfalls mit, allerdings nur halbherzig. Das Wettbewerbsprojekt strahlte in dieser Hinsicht noch eine stärkere Dynamik aus, in dem die Glasbänder noch ohne Unterbruch um das Haus fliessen konnten.

Dennoch haben die Architekten den auf den ersten Blick so einfachen, im Detail aber durchaus komplexen Baukörper im Griff. Das zeigt sich auch bei den Wohnungen. Die Lage an der Strasse und am Fluss brachte erwartungsgemäss zwei grundsätzlich unterschiedliche Wohnungstypen und Erschliessungssysteme hervor. Entlang der Leimbachstrasse schölten verglaste Laubengänge die Wohnungen vom Verkehrslärm ab. Dahinter liegen kompakte Zweizimmer- oder Maisonette-Wohnungen, einzelne davon mir internem Zugang zu einem Studio oder Atelierraum im Erdgeschoss. Deutlich befreiter konnten Galli & Rudolf im Trakt an der Sihl arbeiten. Hier stellte sich mehr die Frage, wie man mit zwei attraktiven Ausblicken umgeht. Die Antwort liegt in der Trennung von Wohnzimmer und Küche. Beide Räume liegen an den entgegengesetzten Enden einer Z-Figur, die zwischen den Fassaden aufgespannt ist. Dreh- und Angelpunkt des Grundrisses ist die grosse Wohnküche mit Blick auf die Sihl. Die einzelnen Zimmer, das Treppenhaus und über einen kurzen Korridor auch das Wohnzimmer werden von hier aus erschlossen. Die Aufwertung der Küche zu einem eigenständigen, hochgradig vernetzten Raum erzeugt eine angenehm unaufgeregte Wohnlichkeit, die sowohl der Lage in der Vorstadt wie auch dem wohltemperierten Gebäude angemessen ist. summary     Housing development in Zürich-Leimbach by Galli & Rudolf Architects     The advantages and disadvantages of this location at the entrance to the city oppose each other in a very way: here the river, there the traffic. The hetero-geneous quality of both the orientation and the housing typologies is cloaked by the use of a large-scaled form. Along the street front access decks screen the apartments from noise, while the character of the riverfront is determined by the central position of the kitchen and the dual orientation of the apartments."

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Das 1959 bis 1967 von den Architekten Eduard del Fabro und Bruno Gerosa erstellte Stammhaus der Technischen Berufsschule an der Ausstellungsstrasse 70 gilt als repräsentativer Vertreter der Schweizer Nachkriegsmoderne. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich HGKZ kommt dem Zeitzeugen aus den 60er Jahren auch eine wichtige Bedeutung als Element eines innerstädtischen übergreifenden Epochenverbands zu. Der Bau weist alle Weiterentwicklungen zukunftsträchtiger Themen der Moderne wie Transparenz, sorgfältige und ökonomische Strukturierung mit Modul und Raster, Montagebauweise, formale Strenge sowie eine gewisse Flexibilität in der Nutzung auf. Der strukturale Entwurfsansatz zeigt sich in der konsequenten durchgängigen Bearbeitung des Ganzen als auch im Detail. Diese bestehenden Qualitäten galt es daher zu erhalten, damit der Bau als Zeuge der Schweizer Nachkriegsmoderne auch in Zukunft lesbar bleibt. Das ausgeführte Sanierungsprogramm basierte auf den im Projektwettbewerb 2003 definierten Parameter, welche vor Projektstart aufgrund Zustandsanalysen und weiterer Nutzerbedürfnisse ergänzt wurden. Verglichen mit anderen Schulen wie zum Beispiel das Freudenberg von Jacques Schader, wo die öffentlichen Räume breit und repräsentativ angelegt sind, bot der bestehende Bau außerhalb der Schulräume mit der kleinen Mensa außer den Korridoren kein Angebot an Räumen mit Aufenthaltsqualität für Schüler und erweiterte Öffentlichkeit. Ein Glücksfall für das Projekt war, dass sich aufgrund der vorhandenen Gebäudestruktur die Vision einer zentralen Mensa an der Ausstellungsstrasse in der Technischen Berufsschule realisieren liess. Mit dem Einbau einer Aula und Mensa für 150 Personen und einem weiträumigen, neuen Schülerarbeitsraum konnte mit dem dazwischen liegenden Innenhof ein öffentlicher Bereich geschaffen werden, welcher eine Aufwertung für die ganze Anlage darstellt. Durch die neue Transparenz vom Eingang her entsteht eine Übersicht und Offenheit, wie sie es vorher nicht gab. Die zwei innenliegenden Patiohöfe, ehemals vom Landschaftsarchitekten Willi Neukom gestaltet, wurden im Rahmen der Sanierung mit Anlehnung an die inzwischen verwachsenen Gestaltthemen aufgefrischt und neu bepflanzt. Grössere Veränderungen und Anpassungen an veränderte Bedürfnisse erfolgten auch im Untergeschoss und im Dachgeschoss. Im Untergeschoss wurden neben der umfangreichen Feuchtigkeitssanierung einzelne Werkstätten aufgehoben und zu normalen Klassenzimmern umgebaut. Im 5ten Obergeschoss stehen der Schule neu zwei Chemiezimmer zur Verfügung. Im Dachgeschoss wurde zusammen mit der Flachdachsanierung die Abwartswohnung aufgehoben, bis auf die rohe Tragstruktur zurückgebaut und für schulische Zwecke umgebaut. Eines der vordringlichsten Sanierungsmassnahmen war die Erneuerung der ganzen Gebäudehülle. Architektonisch anspruchsvoll war der Ersatz der ausserordentlich sorgfältig detaillierten Aluminiumfenster im Schultrakt, sowie der Stahlfenster im Werkstatttrakt. Das Ziel der konstruktiven Durcharbeitung der Profile war das Beibehalten der Fassadenerscheinung in ihren Massen und Funktionen, Öffnungsverhalten und Erscheinungsbild. Die elegante Kunststeinfassade wurde mit Hochdruckreiniger aufgefrischt. Als Resultat einer Überprüfung der Zugfestigkeit der Fassadenverankerungen, die in den 80er Jahren erneuert wurden, mussten die Halteanker der Kunststeinplatten teilweise ersetzt werden. Zwingend für die Sanierung war auch die Anpassung der brandschutztechnischen Anforderungen. Fluchtwege und Brandabschnitte wurden neu konzipiert und gemäß den Anforderungen materialisiert. Im Korridorbereich mussten aus brandschutztechnischen Gründen die Glasbausteine der Oberlichter ersetzt werden. Die Decken und Böden wie auch die Schrankfronten in den Klassenzimmern des Haupttaktes konnten weitgehend erhalten bleiben. Die Brüstungen erhielten nach dem Isolieren eine neue Verkleidung. Integriert in diese sind die horizontalen Verteilkanäle der neuen Elektroinstallation und die Heizkörper. Das von uns aus Respekt vor der anspruchsvollen Aufgabe im Wettbewerb als Kennwort verwendete Zitat von Mies van der Rohe «Less is more» begleitete uns Architekten wie die übrigen Projektbeteiligten den ganzen Bauprozess hindurch. Aus Anerkennung der vorgefundenen Qualitäten betrachteten wir es als unsere Aufgabe, ganz im Sinne der bestehenden Architektur zu agieren. Zudem verlangte das begrenzte Budget nach gezielten und zweckmäßigen Eingriffen, welche den angemessenen Einsatz finanzieller Mittel berücksichtigt.

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Das 1959 bis 1967 von den Architekten Eduard del Fabro und Bruno Gerosa erstellte Stammhaus der Technischen Berufsschule an der Ausstellungsstrasse 70 gilt als repräsentativer Vertreter der Schweizer Nachkriegsmoderne. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich HGKZ kommt dem Zeitzeugen aus den 60er Jahren auch eine wichtige Bedeutung als Element eines innerstädtischen übergreifenden Epochenverbands zu. Der Bau weist alle Weiterentwicklungen zukunftsträchtiger Themen der Moderne wie Transparenz, sorgfältige und ökonomische Strukturierung mit Modul und Raster, Montagebauweise, formale Strenge sowie eine gewisse Flexibilität in der Nutzung auf. Der strukturale Entwurfsansatz zeigt sich in der konsequenten durchgängigen Bearbeitung des Ganzen als auch im Detail. Diese bestehenden Qualitäten galt es daher zu erhalten, damit der Bau als Zeuge der Schweizer Nachkriegsmoderne auch in Zukunft lesbar bleibt. Das ausgeführte Sanierungsprogramm basierte auf den im Projektwettbewerb 2003 definierten Parameter, welche vor Projektstart aufgrund Zustandsanalysen und weiterer Nutzerbedürfnisse ergänzt wurden. Verglichen mit anderen Schulen wie zum Beispiel das Freudenberg von Jacques Schader, wo die öffentlichen Räume breit und repräsentativ angelegt sind, bot der bestehende Bau außerhalb der Schulräume mit der kleinen Mensa außer den Korridoren kein Angebot an Räumen mit Aufenthaltsqualität für Schüler und erweiterte Öffentlichkeit. Ein Glücksfall für das Projekt war, dass sich aufgrund der vorhandenen Gebäudestruktur die Vision einer zentralen Mensa an der Ausstellungsstrasse in der Technischen Berufsschule realisieren liess. Mit dem Einbau einer Aula und Mensa für 150 Personen und einem weiträumigen, neuen Schülerarbeitsraum konnte mit dem dazwischen liegenden Innenhof ein öffentlicher Bereich geschaffen werden, welcher eine Aufwertung für die ganze Anlage darstellt. Durch die neue Transparenz vom Eingang her entsteht eine Übersicht und Offenheit, wie sie es vorher nicht gab. Die zwei innenliegenden Patiohöfe, ehemals vom Landschaftsarchitekten Willi Neukom gestaltet, wurden im Rahmen der Sanierung mit Anlehnung an die inzwischen verwachsenen Gestaltthemen aufgefrischt und neu bepflanzt. Grössere Veränderungen und Anpassungen an veränderte Bedürfnisse erfolgten auch im Untergeschoss und im Dachgeschoss. Im Untergeschoss wurden neben der umfangreichen Feuchtigkeitssanierung einzelne Werkstätten aufgehoben und zu normalen Klassenzimmern umgebaut. Im 5ten Obergeschoss stehen der Schule neu zwei Chemiezimmer zur Verfügung. Im Dachgeschoss wurde zusammen mit der Flachdachsanierung die Abwartswohnung aufgehoben, bis auf die rohe Tragstruktur zurückgebaut und für schulische Zwecke umgebaut. Eines der vordringlichsten Sanierungsmassnahmen war die Erneuerung der ganzen Gebäudehülle. Architektonisch anspruchsvoll war der Ersatz der ausserordentlich sorgfältig detaillierten Aluminiumfenster im Schultrakt, sowie der Stahlfenster im Werkstatttrakt. Das Ziel der konstruktiven Durcharbeitung der Profile war das Beibehalten der Fassadenerscheinung in ihren Massen und Funktionen, Öffnungsverhalten und Erscheinungsbild. Die elegante Kunststeinfassade wurde mit Hochdruckreiniger aufgefrischt. Als Resultat einer Überprüfung der Zugfestigkeit der Fassadenverankerungen, die in den 80er Jahren erneuert wurden, mussten die Halteanker der Kunststeinplatten teilweise ersetzt werden. Zwingend für die Sanierung war auch die Anpassung der brandschutztechnischen Anforderungen. Fluchtwege und Brandabschnitte wurden neu konzipiert und gemäß den Anforderungen materialisiert. Im Korridorbereich mussten aus brandschutztechnischen Gründen die Glasbausteine der Oberlichter ersetzt werden. Die Decken und Böden wie auch die Schrankfronten in den Klassenzimmern des Haupttaktes konnten weitgehend erhalten bleiben. Die Brüstungen erhielten nach dem Isolieren eine neue Verkleidung. Integriert in diese sind die horizontalen Verteilkanäle der neuen Elektroinstallation und die Heizkörper. Das von uns aus Respekt vor der anspruchsvollen Aufgabe im Wettbewerb als Kennwort verwendete Zitat von Mies van der Rohe «Less is more» begleitete uns Architekten wie die übrigen Projektbeteiligten den ganzen Bauprozess hindurch. Aus Anerkennung der vorgefundenen Qualitäten betrachteten wir es als unsere Aufgabe, ganz im Sinne der bestehenden Architektur zu agieren. Zudem verlangte das begrenzte Budget nach gezielten und zweckmäßigen Eingriffen, welche den angemessenen Einsatz finanzieller Mittel berücksichtigt.

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Nächster Halt: Sihlcity
Hochparterre, 2008
Roderick Hönig Hochparterre 2008 063

"Wohnsiedlung Leimbach: genossenschaftlich anspruchsvoller Ersatzneubau für vielfältiges Nutzerspektrum / Gesamtsanierung Technische Berufsschule Zürich

Ersatzneubau: Wohnsiedlung Leimbach

Seit den 1920er Jahren engagiert sich die Genossenschaft Hofgarten, um ihren Mitgliedern gesunden, preisgünstigen Wohnraum zu bieten und zu erhalten. Konkret bedeutet dies: An drei Standorten in Zürich gibt es heute mehr als 261 Wohnungen in Besitz und Verwaltung der Genossenschaft. Einer dieser Standorte befindet sich an der Leimbachstrasse. In den 1930er Jahren zunächst als Siedlung mit 24 Einfamilienhäusern konzipiert, wurde die Wohnsiedlung Leimbach in den 1960er Jahren durch einen Neubau mit 15 Alterswohnungen erweitert. Heute, so ergab eine Machbarkeitsstudie, erwies sich die Überbauung jedoch als veraltet und den Wohnansprüchen nicht mehr angemessen. Für eine bessere Grundstücksausnutzung und eine höhere Wohnqualität lancierte die Genossenschaft daher einen Projektwettbewerb für einen ökologischen und wirtschaftlichen Ersatzneubau der Wohnsiedlung. Die Galli & Rudolf Architekten AG überzeugte dabei mit einem winkelförmigen Baukörper. 57 Wohnungen verteilen sich auf ein vielfältiges Grundrissangebot, das von zwei bis fünfeinhalb Zimmern reicht.

Maisonettwohnungen orientieren sich im Gebäudetrakt an der Leimbachstrasse. Die Erschliessung ist hier über einen verglasten Laubengang organisiert, sodass damit gleichsam eine Schallschutzschicht zur Strasse ausgebildet wird. Die Zimmer wiederum richten sich ausschliesslich zum ruhigen und sonnigen Siedlungshof aus. Im Gebäudetrakt entlang der Sihl befinden sich Geschosswohnungen, die sich durch einen durchgehenden Grundriss auszeichnen, sodass die grosszügigen, offen gestalteten Wohnküchen an der Sihlseite jeweils diagonal mit den Wohnräumen auf der Uetliberg-seite verbunden sind. Abgetrennt davon sind jedoch die Schlaf- und Badezimmer als private Bereiche. Attraktiv sind hier auch die grosszügigen durchgehenden Loggien zum Hof.
Ein Kindergarten, ein Gemeinschaftsraum sowie zumietbare Atelier- und Gewerberäume entstanden im Erdgeschoss, wobei die drei Ateliers intern an Wohnungen im 1. Obergeschoss angeschlossen sind. Der Hof ist als Gartenraum und Spielhof gestaltet, sodass mit dem Wandel der Jahreszeiten je ein charakteristisches Bild entsteht. Verschiedene „Gartenzimmer"" mit Sitzbänken, Spielgeräten und einer grossen Spielwiese definieren darin ein einladendes Freizeitangebot. Das Thema Wasser belebt die Siedlung nicht nur auf der Sihlseite, Auch der Maneggbach, der durch den Hof verläuft, bildet mit seinem Bachbett einen verspielten Akzent.

Nachhaltigkeit war Gebot. Daher sorgen heute Pellets-Kessel, in Spitzenzeiten auch Gas, für die nötige Wärme. Helle Travertin-steinplatten als Fassadenmaterial wiederum erzeugen nicht nur eine freundliche Atmosphäre, sondern sind zudem eine unterhaltsarme Konstruktion - Genossenschaftsbau, der neue Wege geht.
Gesamtsaniert: Technische Berufsschule Zürich

Die Technische Berufsschule an der Ausstellungsstrasse 70 wurde 1959 bis 1965 von den Architekten Eduard del Fabro und Bruno Gerosa erstellt. Sie realisierten eine  Berufsschulanlage, die für das moderne Bauen der Nachkriegszeit geradezu als charakteristisch gilt. Der sechsgeschossige Haupttrakt wird von zwei winkelförmig angeordneten, eingeschossigen Werkstatttrakten flankiert.

Seit längerer Zeit verfolgt der Kanton Zürich die Gesamtstrategie, das Quartier im Bereich der Ausstellungsstrasse zur Bildungsmeile zu stärken. So wurde zwischen 2001 und 2005 der Neubau Sihlquai 101 in unmittelbarer Nähe zum Stammhaus der Technischen Berufsschule gebaut.

Mit der Gesamtsanierung der Technischen Berufsschule Zürich beauftragte das Hochbauamt des Kantons Zürich die Architekten Galli & Rudolf, die den dazu ausgeschriebenen Wettbewerb mit dem Projekt „Less is more"" für sich entschieden hatten.
Fassade und Gebäudetechnik bedurften einer umfassenden Sanierung. Dabei wurde der Erhalt der Architektursprache unter Berücksichtigung der aktuellen energetischen und baulichen Anforderung bei der Fassadensanierung konsequent verfolgt.
Verschiedene frühere Eingriffe hatten stellenweise dazu geführt, dass der Innenausbau der klaren Architektur des Gebäudes widersprach. Da auch eine grössere Aula und Mensa nötig sowie der Ausbau des Dach- und Untergeschosses Teil der Aufgabenstellung waren, wurde dies zum Anlass, auch die inneren Strukturen zu bereinigen.
Aula, Mensa und Schülerarbeitsraum sind heute als öffentliche Bereiche am Eingang angeordnet. Hier wird auch der begehbare Innenhof einbezogen, sodass eine transparente Raumschichtung von grosser räumlicher Qualität entsteht. Der Mensabereich lässt sich über eine mobile Aulatrennwand erweitern. In diesem Raumzustand tritt die grossflächige Wandmalerei mit Pflanzenmotiven des Künstlers Ingo Giezendanner besonders eindrücklich in Erscheinung.
Sämtliche Glasbausteinoberlichter und Türabschlüsse in allen Korridoren wurden erneuert, um so die mangelhafte Brandschutz-Sicherheit der Klassenzimmer zu beheben. Die Bodenplatte des Untergeschosses wurde konsequent gegen das Grundwasser abgedichtet und wärmegedämmt. Mit dem Einbau der neuen Fenster, der Wärmedämmung aller Aussenflächen sowie der Erneuerung der Gebäudetechnik wurde das Minergie-Label für Sanierungsbauten erreicht. In Rahmen der Schadstoffsanierum wurde das Gebäude auch von Asbest und PCB befreit. Eine besondere Herausforderung der Gesamtsanierung bestand darin, die Bauarbeiten bei laufenden Schulbetrieb auszuführen."

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"Wohnsiedlung Leimbach: genossenschaftlich anspruchsvoller Ersatzneubau für vielfältiges Nutzerspektrum / Gesamtsanierung Technische Berufsschule Zürich

Ersatzneubau: Wohnsiedlung Leimbach

Seit den 1920er Jahren engagiert sich die Genossenschaft Hofgarten, um ihren Mitgliedern gesunden, preisgünstigen Wohnraum zu bieten und zu erhalten. Konkret bedeutet dies: An drei Standorten in Zürich gibt es heute mehr als 261 Wohnungen in Besitz und Verwaltung der Genossenschaft. Einer dieser Standorte befindet sich an der Leimbachstrasse. In den 1930er Jahren zunächst als Siedlung mit 24 Einfamilienhäusern konzipiert, wurde die Wohnsiedlung Leimbach in den 1960er Jahren durch einen Neubau mit 15 Alterswohnungen erweitert. Heute, so ergab eine Machbarkeitsstudie, erwies sich die Überbauung jedoch als veraltet und den Wohnansprüchen nicht mehr angemessen. Für eine bessere Grundstücksausnutzung und eine höhere Wohnqualität lancierte die Genossenschaft daher einen Projektwettbewerb für einen ökologischen und wirtschaftlichen Ersatzneubau der Wohnsiedlung. Die Galli & Rudolf Architekten AG überzeugte dabei mit einem winkelförmigen Baukörper. 57 Wohnungen verteilen sich auf ein vielfältiges Grundrissangebot, das von zwei bis fünfeinhalb Zimmern reicht.

Maisonettwohnungen orientieren sich im Gebäudetrakt an der Leimbachstrasse. Die Erschliessung ist hier über einen verglasten Laubengang organisiert, sodass damit gleichsam eine Schallschutzschicht zur Strasse ausgebildet wird. Die Zimmer wiederum richten sich ausschliesslich zum ruhigen und sonnigen Siedlungshof aus. Im Gebäudetrakt entlang der Sihl befinden sich Geschosswohnungen, die sich durch einen durchgehenden Grundriss auszeichnen, sodass die grosszügigen, offen gestalteten Wohnküchen an der Sihlseite jeweils diagonal mit den Wohnräumen auf der Uetliberg-seite verbunden sind. Abgetrennt davon sind jedoch die Schlaf- und Badezimmer als private Bereiche. Attraktiv sind hier auch die grosszügigen durchgehenden Loggien zum Hof.
Ein Kindergarten, ein Gemeinschaftsraum sowie zumietbare Atelier- und Gewerberäume entstanden im Erdgeschoss, wobei die drei Ateliers intern an Wohnungen im 1. Obergeschoss angeschlossen sind. Der Hof ist als Gartenraum und Spielhof gestaltet, sodass mit dem Wandel der Jahreszeiten je ein charakteristisches Bild entsteht. Verschiedene „Gartenzimmer"" mit Sitzbänken, Spielgeräten und einer grossen Spielwiese definieren darin ein einladendes Freizeitangebot. Das Thema Wasser belebt die Siedlung nicht nur auf der Sihlseite, Auch der Maneggbach, der durch den Hof verläuft, bildet mit seinem Bachbett einen verspielten Akzent.

Nachhaltigkeit war Gebot. Daher sorgen heute Pellets-Kessel, in Spitzenzeiten auch Gas, für die nötige Wärme. Helle Travertin-steinplatten als Fassadenmaterial wiederum erzeugen nicht nur eine freundliche Atmosphäre, sondern sind zudem eine unterhaltsarme Konstruktion - Genossenschaftsbau, der neue Wege geht.
Gesamtsaniert: Technische Berufsschule Zürich

Die Technische Berufsschule an der Ausstellungsstrasse 70 wurde 1959 bis 1965 von den Architekten Eduard del Fabro und Bruno Gerosa erstellt. Sie realisierten eine  Berufsschulanlage, die für das moderne Bauen der Nachkriegszeit geradezu als charakteristisch gilt. Der sechsgeschossige Haupttrakt wird von zwei winkelförmig angeordneten, eingeschossigen Werkstatttrakten flankiert.

Seit längerer Zeit verfolgt der Kanton Zürich die Gesamtstrategie, das Quartier im Bereich der Ausstellungsstrasse zur Bildungsmeile zu stärken. So wurde zwischen 2001 und 2005 der Neubau Sihlquai 101 in unmittelbarer Nähe zum Stammhaus der Technischen Berufsschule gebaut.

Mit der Gesamtsanierung der Technischen Berufsschule Zürich beauftragte das Hochbauamt des Kantons Zürich die Architekten Galli & Rudolf, die den dazu ausgeschriebenen Wettbewerb mit dem Projekt „Less is more"" für sich entschieden hatten.
Fassade und Gebäudetechnik bedurften einer umfassenden Sanierung. Dabei wurde der Erhalt der Architektursprache unter Berücksichtigung der aktuellen energetischen und baulichen Anforderung bei der Fassadensanierung konsequent verfolgt.
Verschiedene frühere Eingriffe hatten stellenweise dazu geführt, dass der Innenausbau der klaren Architektur des Gebäudes widersprach. Da auch eine grössere Aula und Mensa nötig sowie der Ausbau des Dach- und Untergeschosses Teil der Aufgabenstellung waren, wurde dies zum Anlass, auch die inneren Strukturen zu bereinigen.
Aula, Mensa und Schülerarbeitsraum sind heute als öffentliche Bereiche am Eingang angeordnet. Hier wird auch der begehbare Innenhof einbezogen, sodass eine transparente Raumschichtung von grosser räumlicher Qualität entsteht. Der Mensabereich lässt sich über eine mobile Aulatrennwand erweitern. In diesem Raumzustand tritt die grossflächige Wandmalerei mit Pflanzenmotiven des Künstlers Ingo Giezendanner besonders eindrücklich in Erscheinung.
Sämtliche Glasbausteinoberlichter und Türabschlüsse in allen Korridoren wurden erneuert, um so die mangelhafte Brandschutz-Sicherheit der Klassenzimmer zu beheben. Die Bodenplatte des Untergeschosses wurde konsequent gegen das Grundwasser abgedichtet und wärmegedämmt. Mit dem Einbau der neuen Fenster, der Wärmedämmung aller Aussenflächen sowie der Erneuerung der Gebäudetechnik wurde das Minergie-Label für Sanierungsbauten erreicht. In Rahmen der Schadstoffsanierum wurde das Gebäude auch von Asbest und PCB befreit. Eine besondere Herausforderung der Gesamtsanierung bestand darin, die Bauarbeiten bei laufenden Schulbetrieb auszuführen."

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Von 1971 bis 2035 in vier Etappen
Hochparterre Sonderheft, 2008
Werner Huber Hochparterre Sonderheft 2008 111

"Ersatzneubau heisst das Konzept, bestehende Gebäude durch neue zu ersetzen. Dass gerade gemeinnützige Wohnungsbauträger wie Genossenschaften Ersatzneubau praktizieren, ist unter Mitgliedern oft nicht unumstritten, verschwindet doch damit immer auch besonders günstiger Wohnraum. Andererseits liegen auch die Vorteile auf der Hand: Vielfach entsprechen die alten Grundrisse nicht mehr heutigen Anforderungen, vielfach lassen sich Grundstücke heute effizienter ausnutzen, sodass ein Mehr an Wohnfläche geschaffen werden kann. Bei der Siedlung Leimbach der Genossenschaft Hofgarten in Zürich kam noch ein weiterer Faktor hinzu: Die aus 24 Reiheneinfamilienhäusern mit Satteldach bestehende Siedlung der Architekten Kündig & Oetiker von 1930, die 1963 durch einen Trakt mit 15 Zwei-Zimmer-Alterswohnungen ergänzt wurde, war nur unzulänglich gegen den Lärm der viel befahrenen Leimbacherstrasse geschützt. Die Zahl der Fahrzeuge, die auf der Maneggbrücke zwischen Wollishofen und Leimbach wechseln, ist seit Jahrzehnten stetig angewachsen, und während das Sihltal bis ins frühe 20. Jahrhundert aufgrund drohender Hochwasser noch gemieden wurde, gilt es heute als die wichtigste Ausfallachse Richtung Zug und Luzern. Dauerstaus zu Stosszeiten sind an der Tagesordnung.

Winkelförmiger Komplex

Daher entschied sich die 1922 gegründete Genossenschaft Hofgarten, deren Stammbauten sich am Schaffhauserplatz befinden, die lärmbelastete Siedlung im Süden Zürichs abzureissen und durch Neubauten zu ersetzen, die Generalversammlung bewilligte 2005 den damit verbundenen Baukredit von 20 Millionen Franken einstimmig. Vorangegangen waren eine Machbarkeitsstudie, mit welcher man das Potenzial des Grundstücks ausgelotet hatte, und im Winter 2003/04 ein Projektwettbewerb. Am Ende konnten sich Andreas Galli und Yvonne Rudolf mit dem Vorschlag durchsetzen, die Baumasse auf ein winkelförmiges fünfgeschossiges Volumen zu konzentrieren. Dieses folgt zum Teil der Sihl und zum Teil der von der Maneggbrücke aus Richtung Südosten umbiegenden Leimbacherstrasse, während die zur Zwirnerstrasse hin orientierte Westflanke des Grundstücks frei bleibt. Der offene Hofraum der neuen Siedlung verbindet sich mit den Grünflächen jenseits der Strasse, den Privatgärten und dem kleinen Leimbacher Friedhof.
Insgesamt 57 Wohnungen befinden sich im Gesamtkomplex, dazu kommen ein Kindergarten, ein von den Mietern zu nutzender Gemeinschaftsraum, drei Gewerbe- beziehungsweise Atelierräume und das Büro des Hauswarts. Wie bei anderen Ersatzneubau-Siedlungen hegt auch hier der Schwerpunkt auf grösseren Wohnungen, selbst wenn eine Durchmischung verschiedener Wohngrössen angestrebt wurde, insgesamt finden sich 15 Wohnungen mit zwei, zehn Wohnungen mit drei, 18 Wohnungen mit vier und 14 Wohungen mit fünf Zimmern. Überdies können bei einigen Wohnungen separate Studios abgeteilt werden. Für die Vier- und Vierein-halb-Zimmer-Wohnungen (mit Grossen zwischen 100 und 114 Quadratmetern) ist ein Mietzins von 1700 bis 1900 Franken zu entrichten.

Offenheit und Flexibilität

Die Wohnungen im südlichen Flügel werden von einem Laubengang aus erschlossen und sind Richtung Nordwesten orientiert, um dem Lärm der Strasse zu entgehen. In den beiden oberen Geschossen finden sich Maisonettewohnungen. Demgegenüber besteht der nördliche Trakt aus reinen Geschosswohnungen, wobei im Attikageschoss Terrassen auf beiden Seiten zur Verfügung stehen, die Blicke fallen auf der einen Seite auf den Uetliberg, auf der anderen auf den Sihlraum. Grundsätzlich sind in diesem Trakt Wohn- und Essbereich mit Küche diagonal zu einem die gesamte Tiefe ausnutzenden Raumkontinuum verknüpft. Bei den grossen Wohnungen greift dieser offene Bereich in die Vorzone der Schlafzimmer aus.
Die charakteristische Grossform wird durch die Fassadengliederung unterstützt. Durchlaufende Fensterbänder wechseln zum Stadtraum hin mit den Brüstungsbändern aus Travertin und verleihen dem Komplex eine urbane Anmutung, die vielleicht sogar die industrielle Tradition des Sihltals anklingen lässt. Zur Hofseite hin sind die Geschosse vollflächig verglast. Gegenüber der kleinteiligen Vorgängersiedlung schufen Galli & Rudolf nicht nur mehr Bauvolumen, sondern inszenierten den Massstabssprung expliziter als die Konkurrenten im Wettbewerb. Hinsichtlich der Proportionen orientiert sich der neue Genossenschaftsbau eher an den Industriebauten der Manegg als an der umgebenden Bebauung von Unterleimbach und fungiert jetzt gleichsam als Brückenkopf. In diesem Sinne kann man ihn als Vorboten der urbanen Verdichtung in diesem Quartier verstehen, die mit den beiden siebengeschossigen Riegeln der Baugenossenschaft Zurlinden (Architektur: Dachtler Partner) ihre Fortsetzung finden wird."

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"Ersatzneubau heisst das Konzept, bestehende Gebäude durch neue zu ersetzen. Dass gerade gemeinnützige Wohnungsbauträger wie Genossenschaften Ersatzneubau praktizieren, ist unter Mitgliedern oft nicht unumstritten, verschwindet doch damit immer auch besonders günstiger Wohnraum. Andererseits liegen auch die Vorteile auf der Hand: Vielfach entsprechen die alten Grundrisse nicht mehr heutigen Anforderungen, vielfach lassen sich Grundstücke heute effizienter ausnutzen, sodass ein Mehr an Wohnfläche geschaffen werden kann. Bei der Siedlung Leimbach der Genossenschaft Hofgarten in Zürich kam noch ein weiterer Faktor hinzu: Die aus 24 Reiheneinfamilienhäusern mit Satteldach bestehende Siedlung der Architekten Kündig & Oetiker von 1930, die 1963 durch einen Trakt mit 15 Zwei-Zimmer-Alterswohnungen ergänzt wurde, war nur unzulänglich gegen den Lärm der viel befahrenen Leimbacherstrasse geschützt. Die Zahl der Fahrzeuge, die auf der Maneggbrücke zwischen Wollishofen und Leimbach wechseln, ist seit Jahrzehnten stetig angewachsen, und während das Sihltal bis ins frühe 20. Jahrhundert aufgrund drohender Hochwasser noch gemieden wurde, gilt es heute als die wichtigste Ausfallachse Richtung Zug und Luzern. Dauerstaus zu Stosszeiten sind an der Tagesordnung.

Winkelförmiger Komplex

Daher entschied sich die 1922 gegründete Genossenschaft Hofgarten, deren Stammbauten sich am Schaffhauserplatz befinden, die lärmbelastete Siedlung im Süden Zürichs abzureissen und durch Neubauten zu ersetzen, die Generalversammlung bewilligte 2005 den damit verbundenen Baukredit von 20 Millionen Franken einstimmig. Vorangegangen waren eine Machbarkeitsstudie, mit welcher man das Potenzial des Grundstücks ausgelotet hatte, und im Winter 2003/04 ein Projektwettbewerb. Am Ende konnten sich Andreas Galli und Yvonne Rudolf mit dem Vorschlag durchsetzen, die Baumasse auf ein winkelförmiges fünfgeschossiges Volumen zu konzentrieren. Dieses folgt zum Teil der Sihl und zum Teil der von der Maneggbrücke aus Richtung Südosten umbiegenden Leimbacherstrasse, während die zur Zwirnerstrasse hin orientierte Westflanke des Grundstücks frei bleibt. Der offene Hofraum der neuen Siedlung verbindet sich mit den Grünflächen jenseits der Strasse, den Privatgärten und dem kleinen Leimbacher Friedhof.
Insgesamt 57 Wohnungen befinden sich im Gesamtkomplex, dazu kommen ein Kindergarten, ein von den Mietern zu nutzender Gemeinschaftsraum, drei Gewerbe- beziehungsweise Atelierräume und das Büro des Hauswarts. Wie bei anderen Ersatzneubau-Siedlungen hegt auch hier der Schwerpunkt auf grösseren Wohnungen, selbst wenn eine Durchmischung verschiedener Wohngrössen angestrebt wurde, insgesamt finden sich 15 Wohnungen mit zwei, zehn Wohnungen mit drei, 18 Wohnungen mit vier und 14 Wohungen mit fünf Zimmern. Überdies können bei einigen Wohnungen separate Studios abgeteilt werden. Für die Vier- und Vierein-halb-Zimmer-Wohnungen (mit Grossen zwischen 100 und 114 Quadratmetern) ist ein Mietzins von 1700 bis 1900 Franken zu entrichten.

Offenheit und Flexibilität

Die Wohnungen im südlichen Flügel werden von einem Laubengang aus erschlossen und sind Richtung Nordwesten orientiert, um dem Lärm der Strasse zu entgehen. In den beiden oberen Geschossen finden sich Maisonettewohnungen. Demgegenüber besteht der nördliche Trakt aus reinen Geschosswohnungen, wobei im Attikageschoss Terrassen auf beiden Seiten zur Verfügung stehen, die Blicke fallen auf der einen Seite auf den Uetliberg, auf der anderen auf den Sihlraum. Grundsätzlich sind in diesem Trakt Wohn- und Essbereich mit Küche diagonal zu einem die gesamte Tiefe ausnutzenden Raumkontinuum verknüpft. Bei den grossen Wohnungen greift dieser offene Bereich in die Vorzone der Schlafzimmer aus.
Die charakteristische Grossform wird durch die Fassadengliederung unterstützt. Durchlaufende Fensterbänder wechseln zum Stadtraum hin mit den Brüstungsbändern aus Travertin und verleihen dem Komplex eine urbane Anmutung, die vielleicht sogar die industrielle Tradition des Sihltals anklingen lässt. Zur Hofseite hin sind die Geschosse vollflächig verglast. Gegenüber der kleinteiligen Vorgängersiedlung schufen Galli & Rudolf nicht nur mehr Bauvolumen, sondern inszenierten den Massstabssprung expliziter als die Konkurrenten im Wettbewerb. Hinsichtlich der Proportionen orientiert sich der neue Genossenschaftsbau eher an den Industriebauten der Manegg als an der umgebenden Bebauung von Unterleimbach und fungiert jetzt gleichsam als Brückenkopf. In diesem Sinne kann man ihn als Vorboten der urbanen Verdichtung in diesem Quartier verstehen, die mit den beiden siebengeschossigen Riegeln der Baugenossenschaft Zurlinden (Architektur: Dachtler Partner) ihre Fortsetzung finden wird."

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Bauen für Zürich: Das Amt für Hochbauten 1997-2007
Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2008
Caspar Schärer Verlag Neue Zürcher Zeitung 2008 037
Baustart auf Schlierener Färbi-Areal
Tages-Anzeiger, 2008
(net) Tages-Anzeiger 2008 057
Das Färbi-Areal in Schlieren wird überbaut, Erste Etappe mit 120 neuen Wohnungen
Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2008
(vö) Verlag Neue Zürcher Zeitung 2008 057
Ein Augenschein beim Hochbauamt. Bauen nach innen
Hochparterre Sonderheft, 2008
Caspar Schärer Hochparterre Sonderheft 2008 059
Im Mehrgenerationenhaus soll ein Abbild der Schweizer Bevölkerung leben
Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, 2008
Richard Liechti Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau 2008 120

«[...]Seit den 1920er Jahren engagiert sich die Genossenschaft Hofgarten, um ihren Mitgliedern gesunden, preisgünstigen Wohnraum zu bieten und zu erhalten. Konkret bedeutet dies: An drei Standorten in Zürich gibt es heute mehr als 261 Wohnungen in Besitz und Verwaltung der Genossenschaft. Einer dieser Standorte befindet sich an der Leimbachstrasse. In den 1930er Jahren zunächst als Siedlung mit 24 Einfamilienhäusern konzipiert, wurde die Wohnsiedlung Leimbach in den 1960er Jahren durch einen Neubau mit 15 Alterswohnungen erweitert. Heute, so ergab eine Machbarkeitsstudie, erwies sich die Überbauung jedoch als veraltet und den Wohnansprüchen nicht mehr angemessen. Für eine bessere Grundstücksausnutzung und eine höhere Wohnqualität lancierte die Genossenschaft daher einen Projektwettbewerb für einen ökologischen und wirtschaftlichen Ersatzneubau der Wohnsiedlung. Die Galli & Rudolf Architekten AG überzeugte dabei mit einem winkelförmigen Baukörper. 57 Wohnungen verteilen sich auf ein vielfältiges Grundrissangebot, das von zwei bis fünfeinhalb Zimmern reicht.[...]»

o.A., «Stadt am Wasser — Qualität an der Sihl», in: Bauen + Wirtschaft, 15. Jg., Worms–Pfeddersheim: WV Wirtschaftsund Verlagsgesellschaft 2008, S. 146

Show PDF To Project: Housing estate Sihlgarten

«[...]Seit den 1920er Jahren engagiert sich die Genossenschaft Hofgarten, um ihren Mitgliedern gesunden, preisgünstigen Wohnraum zu bieten und zu erhalten. Konkret bedeutet dies: An drei Standorten in Zürich gibt es heute mehr als 261 Wohnungen in Besitz und Verwaltung der Genossenschaft. Einer dieser Standorte befindet sich an der Leimbachstrasse. In den 1930er Jahren zunächst als Siedlung mit 24 Einfamilienhäusern konzipiert, wurde die Wohnsiedlung Leimbach in den 1960er Jahren durch einen Neubau mit 15 Alterswohnungen erweitert. Heute, so ergab eine Machbarkeitsstudie, erwies sich die Überbauung jedoch als veraltet und den Wohnansprüchen nicht mehr angemessen. Für eine bessere Grundstücksausnutzung und eine höhere Wohnqualität lancierte die Genossenschaft daher einen Projektwettbewerb für einen ökologischen und wirtschaftlichen Ersatzneubau der Wohnsiedlung. Die Galli & Rudolf Architekten AG überzeugte dabei mit einem winkelförmigen Baukörper. 57 Wohnungen verteilen sich auf ein vielfältiges Grundrissangebot, das von zwei bis fünfeinhalb Zimmern reicht.[...]»

o.A., «Stadt am Wasser — Qualität an der Sihl», in: Bauen + Wirtschaft, 15. Jg., Worms–Pfeddersheim: WV Wirtschaftsund Verlagsgesellschaft 2008, S. 146

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"2007: 10 000 grosse, familientaugliche Wohnungen in zehn Jahren versprach der Zürcher Stadtrat 1998 - neun jähre später ist das Ziel erreicht. Baugenossenschaften und private Investoren bauen um die Wette, doch die gemeinnützigen Bauträger haben zwei einmalige Trümpfe in der Hand: Ihre Wohnungen sind deutlich preiswerter als die privaten, zudem achten sie mehr auf soziale Durchmischung und architektonische Qualität.

Die Siedlung Leimbach setzt im südlichen Vorort ein urbanes Zeichen; sie ersetzt eine Reihenhaussiediung aus den 1930er-jahren mit kleinen Wohneinheiten. Die Nähe zur S-Bahn ermöglicht eine dichtere Überbauung für ein städtisches
Publikum: In wenigen Minuten ist man von hieraus am Hauptbahnhof. Der Gebäudewinkel entlang Leimbachstrasse und Sihl schafft einen ruhigen Hof- und Gartenraum für Spiel, Freizeit und Erholung. Ein Durchgang in der nordöstlichen Gebäudeecke ermöglicht kurze Wege zur Bahnstation und verbindet Sihl- und Gartenraum. Es entstanden Wohnungen von 60 bis 120 Quadratmetern mit fein abgestimmten Wohnungstypen, die unterschiedliche Wohnformen erlauben. Entlang der Leimbachstrasse schützt ein verglaster Laubengang vor Lärm.
In den zur Sihl orientierten Wohnungen gehen Wohnküchen und Wohnzimmer ineinander über und ermöglichen Tal- und Bergblick aus einem Raum. Zur Hofseite verfügen alle Wohnungen über einen grosszügigen privaten Freiraum - mit Blick auf die bewaldeten Abhänge des Üetlibergs. Im Erdgeschoss befinden sich ein Kindergarten, ein Gemeinschaftsraum sowie Ateliers und Gewerberäume."

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"2007: 10 000 grosse, familientaugliche Wohnungen in zehn Jahren versprach der Zürcher Stadtrat 1998 - neun jähre später ist das Ziel erreicht. Baugenossenschaften und private Investoren bauen um die Wette, doch die gemeinnützigen Bauträger haben zwei einmalige Trümpfe in der Hand: Ihre Wohnungen sind deutlich preiswerter als die privaten, zudem achten sie mehr auf soziale Durchmischung und architektonische Qualität.

Die Siedlung Leimbach setzt im südlichen Vorort ein urbanes Zeichen; sie ersetzt eine Reihenhaussiediung aus den 1930er-jahren mit kleinen Wohneinheiten. Die Nähe zur S-Bahn ermöglicht eine dichtere Überbauung für ein städtisches
Publikum: In wenigen Minuten ist man von hieraus am Hauptbahnhof. Der Gebäudewinkel entlang Leimbachstrasse und Sihl schafft einen ruhigen Hof- und Gartenraum für Spiel, Freizeit und Erholung. Ein Durchgang in der nordöstlichen Gebäudeecke ermöglicht kurze Wege zur Bahnstation und verbindet Sihl- und Gartenraum. Es entstanden Wohnungen von 60 bis 120 Quadratmetern mit fein abgestimmten Wohnungstypen, die unterschiedliche Wohnformen erlauben. Entlang der Leimbachstrasse schützt ein verglaster Laubengang vor Lärm.
In den zur Sihl orientierten Wohnungen gehen Wohnküchen und Wohnzimmer ineinander über und ermöglichen Tal- und Bergblick aus einem Raum. Zur Hofseite verfügen alle Wohnungen über einen grosszügigen privaten Freiraum - mit Blick auf die bewaldeten Abhänge des Üetlibergs. Im Erdgeschoss befinden sich ein Kindergarten, ein Gemeinschaftsraum sowie Ateliers und Gewerberäume."

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"Das Büro Galli & Rudolf wurde 1998 von Andreas Galli und Yvonne Rudolf gegründet. Während zehn Jahren unterrichtete Andreas Galli Analyse, Entwurf und Konstruktion an der FHBB in Muttenz, Yvonne Rudolf gehört zum Vorstand des Architekturforums Zürich. Das Büro beschäftigt 14 Architekten und Architektinnen. Inge Beckel hat sich mit den Inhabern unterhalten.

Strategische Generalisten

Wie seht ihr die Rolle des Architekten, der Architektin in eurer täglichen Arbeit? Wovon ist eurer Ansicht nach das Arbeitsumfeld eines Architekten heute besonders geprägt?

Grundsätzlich reicht das Arbeitsfeld der Architektur von der Sanierung oder dem Minimaleingriff bei einem Umbau über den Entwurf von Neubauten bis hin zu städtebaulichen Fragen. Wir sind nicht primär auf Neubauten auf der «grünen Wiese» fokussiert – die es, wohlgemerkt, heute immer weniger zu bebauen gibt. Ob es um einen Neubau oder eine Sanierung, Instandsetzung oder um eine parzielle Erweiterung bestehender Siedlungsstrukturen geht, das Denken in verschiedenen Massstäben ist für uns selbstverständlich, dabei ist das strategische und situative Agieren im Bestehenden sehr wichtig.
Architekten sind Dienstleister an der Gesellschaft. Somit ist es wichtig, den Überblick über eine Bauaufgabe zu haben, entscheiden zu können, was relevant und was weniger wichtig ist. So gesehen definieren wir die Rolle des Architekten als Generalisten. Wir arbeiten im Team zwar mit Fachspezialisten zusammen, die Entscheidungen, wie eine Bauaufgabe angegangen wird und welches die bestimmenden Parameter sind, liegen aber bei uns.

Partnerschaftliches Verhältnis

Wie würdet ihr die Funktion eines Auftraggebers definieren?

Die Auftraggeber oder Bauherren sind sehr wichtig für uns. Grundsätzlich nehmen wir ihre Wünsche und Vorstellungen zuerst einmal entgegen, nehmen diese ernst. Wir verstehen Forderungen von Seiten der Bauträgerschaften als Impulse, aus denen – zusammen mit unseren eigenen Vorstellungen – etwas Neues entstehen kann. Als wir beispielsweise den Wohnbauwettbewerb in Zürich Leimbach gewonnen hatten und den Präsidenten der Genossenschaft Hofgarten zu einer ersten Besprechung trafen, hat er uns gleich klargemacht, dass sie eigentlich für ein anderes Projekt waren. Doch heute, da die Siedlung bezugsbereit ist, ist er sehr zufrieden mit dem Ergebnis. In der Regel haben wir ein gutes Verhältnis zu unseren Bauherren. Schwieriger kann es mit Bauherrenvertretern werden, wobei diese nicht mit den Bauherrenberatern zu verwechseln sind. Die Verantwortlichkeiten jener teilweise jungen Sparten oder Berufsgruppen müssten inhaltlich ohnehin einmal geklärt werden.

Angemessenheit und Transformation

Wie würdet ihr euch im aktuellen Architekturgeschehen «orten»?
Welche Kriterien sind prägend für eure Bauten?

Geht man eine neue Aufgabe an, gilt es, etwas Grundsätzliches darin herauszukristallisieren. Bei einem kürzlich abgegebenen Wettbewerb lautete die Aufgabe, die Balkone von Mehrfamilienhäusern zu vergrössern. Doch lässt man die Balkone einfach weiter auskragen, nehmen sie allen unteren Wohnräumen Licht weg. So haben wir ein Prinzip vorgeschlagen, das die beiden Enden der einzelnen Balkone abwechselnd hervor- und zurückspringen lässt – und dies jeweils gegenläufig zur unmittelbar unteren Etage, eine Lösung, die mehr Balkonfläche generiert, ohne die Wohnräume massgeblich zu verdunkeln. Viele Überlegungen lassen sich etwa aus Nutzerbedürfnissen entwickeln und zu etwas Neuem transformieren. Jedenfalls geht es nicht primär darum, eine bestimme Formensprache anzuwenden, sondern etwas – in Bezug auf das Vorgefundene – Neues und – in Bezug auf die gestellte Aufgabe – Angemessenes zu entwickeln, welches in sich konsistent ist und in sich räumliche und materielle Präsenz entwickelt. Gegen Aussen präsentieren sich unsere Bauwerke entsprechend unterschiedlich.

Dualität und Präsenz

Wie stellt ihr euch zu sogenannter Icon-Architektur?
Inwieweit soll sich ein Bau in seinem Umfeld integrieren?

Die Integration eines Baus in sein Umfeld verstehen wir nicht als Widerspruch zu etwas Spezifischem, in sich Einzigartigem. Wir versuchen stets Häuser zu entwerfen, die für ihre unmittelbare Umgebung – und darüber hinaus – über ihre Präsenz eine spezielle Ausstrahlungskraft entfalten. Dabei können die Baukörper durchaus einen eigenen ikonografischen, einen identitätsgebenden Charakter bekommen. So erzeugen die Baukörper im Färbi-Areal in Schlieren zum Beispiel in ihrer Repetition eine holzschnittartige Silhouette mit zeichenhafter Qualität und unverwechselbarem Wiedererkennungswert. Der Leimbacher Wohnblock mit insgesamt 57 Wohneinheiten ist auf der einen Seite ein markantes Haus im suburbanen Kontext an der Grenze zwischen einem Wohnquartier, einer stark befahrenen Strasse und der Sihl, auf der anderen Seite ist er als Lebensraum der Menschen, die dort wohnen, auch sehr privat. Das Bauvolumen setzt im gegebenen Kontext einen neuen Akzent, die Materialisierung mit der Travertinfassade, welche an Baumrinden erinnert, verankert und erdet den Baukörper mit der Flusslandschaft und der neu geschaffenen hofseitigen Situation. Demgegenüber ist das Projekt, das wir für China entwerfen, auf einem offenen Terrain geplant. Hier geniessen wir den Freiraum, etwas ganz Neues entwickeln zu können, was Spass macht. Doch in beiden Fällen ist letztlich die komplementäre Beziehung des Baukörpers zum offenen oder öffentlichen Raum zentral. Es geht um beide Seiten, um die Dualität des Innen und des Aussen, und darum, diese wieder zusammenzubringen."

"Das Büro Galli & Rudolf wurde 1998 von Andreas Galli und Yvonne Rudolf gegründet. Während zehn Jahren unterrichtete Andreas Galli Analyse, Entwurf und Konstruktion an der FHBB in Muttenz, Yvonne Rudolf gehört zum Vorstand des Architekturforums Zürich. Das Büro beschäftigt 14 Architekten und Architektinnen. Inge Beckel hat sich mit den Inhabern unterhalten.

Strategische Generalisten

Wie seht ihr die Rolle des Architekten, der Architektin in eurer täglichen Arbeit? Wovon ist eurer Ansicht nach das Arbeitsumfeld eines Architekten heute besonders geprägt?

Grundsätzlich reicht das Arbeitsfeld der Architektur von der Sanierung oder dem Minimaleingriff bei einem Umbau über den Entwurf von Neubauten bis hin zu städtebaulichen Fragen. Wir sind nicht primär auf Neubauten auf der «grünen Wiese» fokussiert – die es, wohlgemerkt, heute immer weniger zu bebauen gibt. Ob es um einen Neubau oder eine Sanierung, Instandsetzung oder um eine parzielle Erweiterung bestehender Siedlungsstrukturen geht, das Denken in verschiedenen Massstäben ist für uns selbstverständlich, dabei ist das strategische und situative Agieren im Bestehenden sehr wichtig.
Architekten sind Dienstleister an der Gesellschaft. Somit ist es wichtig, den Überblick über eine Bauaufgabe zu haben, entscheiden zu können, was relevant und was weniger wichtig ist. So gesehen definieren wir die Rolle des Architekten als Generalisten. Wir arbeiten im Team zwar mit Fachspezialisten zusammen, die Entscheidungen, wie eine Bauaufgabe angegangen wird und welches die bestimmenden Parameter sind, liegen aber bei uns.

Partnerschaftliches Verhältnis

Wie würdet ihr die Funktion eines Auftraggebers definieren?

Die Auftraggeber oder Bauherren sind sehr wichtig für uns. Grundsätzlich nehmen wir ihre Wünsche und Vorstellungen zuerst einmal entgegen, nehmen diese ernst. Wir verstehen Forderungen von Seiten der Bauträgerschaften als Impulse, aus denen – zusammen mit unseren eigenen Vorstellungen – etwas Neues entstehen kann. Als wir beispielsweise den Wohnbauwettbewerb in Zürich Leimbach gewonnen hatten und den Präsidenten der Genossenschaft Hofgarten zu einer ersten Besprechung trafen, hat er uns gleich klargemacht, dass sie eigentlich für ein anderes Projekt waren. Doch heute, da die Siedlung bezugsbereit ist, ist er sehr zufrieden mit dem Ergebnis. In der Regel haben wir ein gutes Verhältnis zu unseren Bauherren. Schwieriger kann es mit Bauherrenvertretern werden, wobei diese nicht mit den Bauherrenberatern zu verwechseln sind. Die Verantwortlichkeiten jener teilweise jungen Sparten oder Berufsgruppen müssten inhaltlich ohnehin einmal geklärt werden.

Angemessenheit und Transformation

Wie würdet ihr euch im aktuellen Architekturgeschehen «orten»?
Welche Kriterien sind prägend für eure Bauten?

Geht man eine neue Aufgabe an, gilt es, etwas Grundsätzliches darin herauszukristallisieren. Bei einem kürzlich abgegebenen Wettbewerb lautete die Aufgabe, die Balkone von Mehrfamilienhäusern zu vergrössern. Doch lässt man die Balkone einfach weiter auskragen, nehmen sie allen unteren Wohnräumen Licht weg. So haben wir ein Prinzip vorgeschlagen, das die beiden Enden der einzelnen Balkone abwechselnd hervor- und zurückspringen lässt – und dies jeweils gegenläufig zur unmittelbar unteren Etage, eine Lösung, die mehr Balkonfläche generiert, ohne die Wohnräume massgeblich zu verdunkeln. Viele Überlegungen lassen sich etwa aus Nutzerbedürfnissen entwickeln und zu etwas Neuem transformieren. Jedenfalls geht es nicht primär darum, eine bestimme Formensprache anzuwenden, sondern etwas – in Bezug auf das Vorgefundene – Neues und – in Bezug auf die gestellte Aufgabe – Angemessenes zu entwickeln, welches in sich konsistent ist und in sich räumliche und materielle Präsenz entwickelt. Gegen Aussen präsentieren sich unsere Bauwerke entsprechend unterschiedlich.

Dualität und Präsenz

Wie stellt ihr euch zu sogenannter Icon-Architektur?
Inwieweit soll sich ein Bau in seinem Umfeld integrieren?

Die Integration eines Baus in sein Umfeld verstehen wir nicht als Widerspruch zu etwas Spezifischem, in sich Einzigartigem. Wir versuchen stets Häuser zu entwerfen, die für ihre unmittelbare Umgebung – und darüber hinaus – über ihre Präsenz eine spezielle Ausstrahlungskraft entfalten. Dabei können die Baukörper durchaus einen eigenen ikonografischen, einen identitätsgebenden Charakter bekommen. So erzeugen die Baukörper im Färbi-Areal in Schlieren zum Beispiel in ihrer Repetition eine holzschnittartige Silhouette mit zeichenhafter Qualität und unverwechselbarem Wiedererkennungswert. Der Leimbacher Wohnblock mit insgesamt 57 Wohneinheiten ist auf der einen Seite ein markantes Haus im suburbanen Kontext an der Grenze zwischen einem Wohnquartier, einer stark befahrenen Strasse und der Sihl, auf der anderen Seite ist er als Lebensraum der Menschen, die dort wohnen, auch sehr privat. Das Bauvolumen setzt im gegebenen Kontext einen neuen Akzent, die Materialisierung mit der Travertinfassade, welche an Baumrinden erinnert, verankert und erdet den Baukörper mit der Flusslandschaft und der neu geschaffenen hofseitigen Situation. Demgegenüber ist das Projekt, das wir für China entwerfen, auf einem offenen Terrain geplant. Hier geniessen wir den Freiraum, etwas ganz Neues entwickeln zu können, was Spass macht. Doch in beiden Fällen ist letztlich die komplementäre Beziehung des Baukörpers zum offenen oder öffentlichen Raum zentral. Es geht um beide Seiten, um die Dualität des Innen und des Aussen, und darum, diese wieder zusammenzubringen."

Neunutzung BAG-Areal, Gebenstorf
hochparterre.wettbewerbe, 2007
o.A. hochparterre.wettbewerbe 2007 082

Ein urbanes Zeichen in Leimbach. Die neue Siedlung ersetzt eine in den Dreissigerjahren erbaute und später ergänzte Reihenhaussiedlung. Deren Erneuerung war wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Ausserdem rief die Nähe zur S-Bahn-Station nach einer dichteren Wohnüberbauung für ein städtisches Publikum. In wenigen Minuten ist man in der neuen SihlCity und etwas später am Hauptbahnhof. Der Gebäudewinkel entlang Leimbachstrasse und Sihl schafft einen ruhigen Hof- und Gartenraum für Spiel, Freizeit und Erholung. Zu unterschiedlichen Zeiten blühende Baumgruppen sind zu eigentlichen Gartenzimmern arrangiert. Ein Durchgang in der nordöstlichen Gebäudeecke ermöglicht kurze Wege zur Bahnstation und verbindet Sihl- und Gartenraum. Die 57 Wohneinheiten zeigen vielfach variierte Grundrisstypen, darunter Maisonnetten. Im Erdgeschoss befinden sich ein Kindergarten, ein Gemeinschaftsraum sowie Atelier- und Gewerberäume. Entlang der Leimbachstrasse schützt ein verglaster Laubengang vor Lärm. In den zur SihI orientierten Wohnungen gehen Wohnküchen und Wohnzimmer ineinander über und ermöglichen Tal- und Bergsicht aus einem Raum. Zur Hofseite verfügen alle Wohnungen über einen grosszügigen privaten Freiraum mit Blick auf die bewaldeten Abhänge des Uetliberges.

Ein urbanes Zeichen in Leimbach. Die neue Siedlung ersetzt eine in den Dreissigerjahren erbaute und später ergänzte Reihenhaussiedlung. Deren Erneuerung war wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Ausserdem rief die Nähe zur S-Bahn-Station nach einer dichteren Wohnüberbauung für ein städtisches Publikum. In wenigen Minuten ist man in der neuen SihlCity und etwas später am Hauptbahnhof. Der Gebäudewinkel entlang Leimbachstrasse und Sihl schafft einen ruhigen Hof- und Gartenraum für Spiel, Freizeit und Erholung. Zu unterschiedlichen Zeiten blühende Baumgruppen sind zu eigentlichen Gartenzimmern arrangiert. Ein Durchgang in der nordöstlichen Gebäudeecke ermöglicht kurze Wege zur Bahnstation und verbindet Sihl- und Gartenraum. Die 57 Wohneinheiten zeigen vielfach variierte Grundrisstypen, darunter Maisonnetten. Im Erdgeschoss befinden sich ein Kindergarten, ein Gemeinschaftsraum sowie Atelier- und Gewerberäume. Entlang der Leimbachstrasse schützt ein verglaster Laubengang vor Lärm. In den zur SihI orientierten Wohnungen gehen Wohnküchen und Wohnzimmer ineinander über und ermöglichen Tal- und Bergsicht aus einem Raum. Zur Hofseite verfügen alle Wohnungen über einen grosszügigen privaten Freiraum mit Blick auf die bewaldeten Abhänge des Uetliberges.

"Am Stadtrand von Zürich hat die Genossenschaft Hofgarten eine Siedlung fertiggestellt, die trotz des strengen Kostenrahmens durch eine höchst anspruchsvolle Architektur und Materialisierung besticht. Innovative Grundrisse kennzeichnen die 57 Wohneinheiten, deren Palette von Klein- und Atelierwohnungen bis zu Maisonetten und grossen Familienwohnungen reicht. Die Ansprüche an den genossenschaftlichen Wohnungsbau sind heute generell sehr hoch. Trotz beschränkter Kosten sind hohe Anforderungen an die Gestaltung und an die Nachhaltigkeit schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden. Das gilt auch oder erst recht an Standorten, die in der Mietergunst nicht an erster Stelle stehen. Die Genossenschaft Hofgarten war sich bewusst, dass auch ihr Grundstück im Quartier Leimbach am südlichen Stadtrand Richtung Sihltal nicht zu den gefragtesten Wohnlagen gehört. Daher gab die Genossenschaft den Architekten klare Vorgaben. Es mussten mindestens fünfzig neue Wohnungen entstehen, vorwiegend für Familien, und der Kostenrahmen musste zwingend eingehalten werden. Die Zürcher Architekten Yvonne Rudolf und Andreas Galli schufen mit ihrem siegreichen Wettbewerbsprojekt die Grundlage, um diesen Anforderungen zu genügen. Mit grossem gestalterischem Geschick und eiserner Kostendisziplin entwickelten sie einen höchst ansprechenden Bau, dessen solide Materialwahl verspricht, mit wenig Unterhalt in Würde zu altern.

Langer Anlauf. Auf dem rund 7000 Quadratmetergrossen Grundstück an der Sihl entstanden 24 kleine Reiheneinfamilienhäuservon 1930 und ein Ergänzungstrakt von 1963, deren kleine Räume und die schlechte Bausubstanz nicht mehr zu sanieren waren. Das Anliegen des Vorstandes, einen Ersatzneubau zu erstellen, scheiterte trotzdem zweimal in der Generalversammlung, bevor eine Mehrheit der Mitglieder ein Einsehen hatte. Dabei wirkte sicher die allgemeine Tendenz Ersatzneubau als Vorbild. Um den Mietern den Umzug zu erleichtern, wurden nur noch befristete Mietverträge abgeschlossen und der Neubau so früh wie möglich angekündigt. Keiner der ehemaligen Genossenschafter zog allerdings in den Neubau zurück, vermutlich weil sie doch schon nach dem ersten Umzug einen passenden neuen Wohnort fanden.
Den Wettbewerb gewannen Galli & Rudolf Architekten AG vermutlich vor allem mit ihrer Situationslösung. Der Vergleich mit den anderen Projekteingaben zeigt, dass es ihnen gelungen ist, trotz der hohen Ausnutzung grosszügige Aussenräume zu schaffen und jeder Wohnung optimale Belichtungsverhältnisse und Blickbeziehungen zu geben. Das dreieckige Grundstück liegt landschaftlich sehr schön zwischen Üetliberg und Sihl eingespannt. Einziger Nachteil ist die lärmige Leimbachstrasse, die es auf der Südostseite begrenzt und mit ihren Immissionen belastet.

Grosszügige Lösung. Ein fünfgeschossiger winkelförmigen Baukörper, der möglichst nahe an den Fluss und die Strasse gerückt ist, bildet einen lärmabgewandten Hof auf der Nordwestseite, auf den die Aussenräume und
die meisten Schlaf- und Wohnzimmer der Wohnungen hin orientiert sind. Es entsteht ein grosszügiger Aussenraum, der den Blick in Richtung Waldhang offen lässt und sich mit den angrenzenden Parkflächen und Hausgärten zu einem
grossen Freiraum verbindet.
Auf dem Grundstück verlief unterirdisch der Maneggbach, der geöffnet und renaturiert wurde. Er begrenzt nun den Kinderspielplatz und fliesst wieder sichtbar in die Sihl. Gruppen von verschiedenen hochstämmigen Laubbäumen werden ihn beschatten, wenn sich die Kronen der jungen Bäume einmal geschlossen haben. Die Baumpflanzungen setzen sich in den Kinderspielplatz fort und bilden dort hainartige grüne Zimmer mit einer hohen Aufenthaltsqualität.
Im Hof verlaufen auch die inneren Erschliessungswege, die zu den Hauseingängen führen. In der Ecke der Bebauung ist im Erdgeschoss ein Durchgang frei gelassen worden, so dass die traditionelle diagonale Wegebeziehung durch das Grundstückerhalten bleibt und ein enger Kontakt zwischen Hof und Flussraum entsteht.

Moderne Formensprache. Ein Ziel der Architekten war, in jedem Sinn nachhaltig zu bauen. Dazu gehört eine Formensprache ohne modische Schnörkel, die auch nach langer Zeit noch gefallen kann. Auffallend ist die starke Betonung der Horizontalen, die Proportionen des Baukörpers und die durchlaufenden Brüstungsbänder unterstützen diesen Eindruck. An den Enden der beiden Flügel springt das Attikageschoss nicht zurück, so dass hier je eine Art Kopf entsteht, der die starke Bewegung bremst. Sowohl auf der Aussen- als auch auf der Innenseite sind die Fassaden in mehrere Tiefenschichten gegliedert, was ihnen eine räumliche Struktur mit reizvollen Vor- und Rücksprüngen gibt.
Auf der Innenseite mäandriert die Fassade hinter den Brüstungsbändern vor und zurück und schafft so von der Tiefe einer Fensterlaibung bis zur Loggia von 2,5 Metern mit ihrer Plastizität ein lebendiges Spiel von Licht und Schatten. Die Bewohner können diese Aussenräume unterschiedlich nutzen und nach Belieben Kontakt zum Nachbarn aufnehmen oder sich in die Loggia zurückziehen. Die aussen angebrachten Sonnensegel lassen sich stufenlos regulieren und können so aus der Loggia ein privates schattiges Zelt machen. Zusätzlich sind vor den Schlafzimmern Jalousien angebracht, so dass diese sich auch ohne Vorhänge verdunkeln lassen.

Nachhaltige Materialien. Eine «seriöse» und nachhaltige Materialwahl beim ganzen Bau sei den Architekten ein besonderes Anliegen gewesen, so Andreas Galli. Trotz des engen Kostenrahmens hätten sie sich deshalb vor allem für eine langlebige und unterhaltsarme Fassade eingesetzt. Was als Luxus erscheinen könnte, ist eine Investition in die Zukunft, eine Natursteinverkleidung und Holz-Metall-Fenster als Garantie für materielle und ästhetische Langlebigkeit. Die alterungsfähigen und edlen Materialien tragen wesentlich dazu bei. Die Fassade ist ganz mit einem regelmässig gemaserten und wenig porösen Travertin verkleidet. Zusammen mit dem in Anthrazit eloxierten Stahl und den satinierten Gläsern der Brüstungen entsteht ein farblich und formal ruhiger und eleganter Gesamteindruck. Gepflegte Details wie Türgriffe und Handläufein Eichenholz betonen diese Atmosphäre und versprechen, auch nach langer Nutzung noch einen guten Eindruck zu machen.

Auch im Inneren bestimmen natürliche Materialien und eine zurückhaltende Farbgebung die Räume. Die Parkettböden aus matt versiegeltem Eichenholz nehmen das Thema natürlich gemaserter Materialien der Fassade auf. Weiss gestrichene, mit einem Variovlies tapezierte Wände sorgen für mehr Wohnlichkeit als ein Abrieb. Die teilweise raumhohen Türen sind hellgrau gestrichen und rhythmisieren so die Wände. Farbige Akzente setzen die Küchen, deren Kunstharzfronten im einen Flügel grün gestrichen und mit einer grünen Rückwand aus Glas kombiniert sind, im anderen grau mit einer roten Rückwand. Glaskeramikkochfelder, Einbaubackofen und grosse Kühlschränke mit separatem Gefrierteil entsprechen dem hohen heutigen Standard. In den Bädern sind die Fussböden mit rotbraunem Steinzeug belegt, die Wände teilweise mit weiss glasiertem Irdengut gefliest. Eine Niedrigtemperatur-Bodenheizung macht störende Heizkörper überflüssig. Obschon der Bau mit seiner hochwertigen Isolation und der Holz-Pellets-Heizung dem Minergie-Standard entsprechen könnte, wurde auf eine Zertifizierung und die dafür erforderliche kontrollierte Lüftung verzichtet. Dies vor allem aus Kostengründen für Erstellung und Unterhalt.

Optimierte Grundrisse. Die Situation des winkelförmigen Baukörper hat zu zwei unterschiedlichen Organisationen der beiden Flügel geführt. Der südöstliche, parallel zur lärmigen Leimbachstrasse gelegene wurde als Laubenganghaus mit Kleinwohnungen und Maisonnetten konzipiert, deren Wohn- und Schlafräume konsequent zum ruhigen Hof auf der Nordwestseite gelegen sind. Am Laubengang sind ein grosszügiges Entree, die Küche und das Bad angeordnet. Dieser für die Zweizimmerwohnungen ideale Typ wird bei den Dreizimmerwohnungen im ersten Obergeschoss als kleine Maisonette modifiziert, wo eine einläufige Treppe abwärts in das dritte, studioartige Zimmer im Erdgeschoss führt. In den beiden obersten Geschossen führt eine gewendelte Treppe ins Attikageschoss, wo zwei zum Hof hin orientierte Schlafzimmer und ein kleineres, zur Strasse hin gelegenes Arbeitszimmer liegen.
Der parallel zur Sihl gelegene Flügel ist dagegen zweiseitig orientiert und nutzt die Gunst der Lage für einen die gesamte Tiefe des Baukörpers durchstossenden zentralen Wohn-und Essraum. Mit seiner imposanten Gesamtfläche und den diagonalen Blickbeziehungen entsteht hier eine überraschende räumliche Grosszügigkeit. Das ist vorteilhaft, weil die Individualzimmer mit zum Teil nur zwölf Quadratmetern eher klein sind. Die Zimmer grösser zu machen, hätte dazu geführt, dass der Baukörper eine Achse weniger aufgewiesen hätte und so die angestrebte Wirtschaftlichkeit gefährdet gewesen wäre. Die Grundrisse sind klug optimiert. Nirgends wird Fläche verschenkt. Die inneren Verkehrsflächen sind minimiert oder den Spiel- und Wohnzonen zugeschlagen und so nutzbar gemacht.

Problemlose Vermietung. Der Kostenrahmen wurde mit rund 3000 Franken pro Quadratmeter Hauptnutzfläche eingehalten, so dass die angestrebten Mietzinse für die 57 Wohnungen erreicht wurden. Zusammen mit der attraktiven Architektur trugen sie dazu bei, alle Wohnungen trotz der Belegungsrichtlinien und der Verpflichtung, Anteile zu erwerben, schnell und gut zu vermieten. Am meisten waren wie so häufig im Raum Zürich die Kleinwohnungen gefragt. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit 62 Quadratmetern kostet netto 1095 Franken, die 41/2-Zimmer-Wohnung maximal 1870 Franken. Die Mieterschaft ist breit gestreut: Familien aus Leimbach zogen ein, aber auch solche, die aus weiter entfernten Quartieren näher an die Stadt ziehen wollten. Ein wichtiges Mietersegment sind Deutsche, die in Zürich Arbeit gefunden haben, und Mitarbeiter des in Leimbach neu angesiedelten Sitzes der Firma Google.
Die Siedlung der Genossenschaft Hofgarten trägt wesentlich dazu bei, aus dem bisher wenig geschätzten Quartier Leimbach ein attraktives städtisches Wohnquartier zu machen. Darin folgt der Bau von Galli & Rudolf dem Beispiel von pool Architekten (Genossenschaften Freiblick und Zurlinden, siehe wohnen 1-2/2005), das vor drei Jahren noch etwas weiter hinten im Sihltal fertiggestellt wurde. Die beiden Projekte weisen interessante Parallelen auf. Sie geben sich nicht mit einer billigen Bauweise zufrieden, sondern investieren in hochwertige und langlebige Materialien, ohne die Kosten explodieren zu lassen. Sie schaffen grosszügige zentrale Wohn-Ess-Räume, die zweiseitig belichtet sind und keinen Quadratmeter an Erschliessungflächen verschenken. Sie stellen Grossformen an den Grundstücksrand, welche die Aussenräume nicht zerstückeln, sondern weiträumige zusammenhängende Flächen mit hohem gestalterischem und funktionalem Wert schaffen. Und sie bedienen sich einer Formensprache, die verspricht, auch nach vielen Jahren und wechselnden gestalterischen Tendenzen ihre Gültigkeit zu behalten."

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"Am Stadtrand von Zürich hat die Genossenschaft Hofgarten eine Siedlung fertiggestellt, die trotz des strengen Kostenrahmens durch eine höchst anspruchsvolle Architektur und Materialisierung besticht. Innovative Grundrisse kennzeichnen die 57 Wohneinheiten, deren Palette von Klein- und Atelierwohnungen bis zu Maisonetten und grossen Familienwohnungen reicht. Die Ansprüche an den genossenschaftlichen Wohnungsbau sind heute generell sehr hoch. Trotz beschränkter Kosten sind hohe Anforderungen an die Gestaltung und an die Nachhaltigkeit schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden. Das gilt auch oder erst recht an Standorten, die in der Mietergunst nicht an erster Stelle stehen. Die Genossenschaft Hofgarten war sich bewusst, dass auch ihr Grundstück im Quartier Leimbach am südlichen Stadtrand Richtung Sihltal nicht zu den gefragtesten Wohnlagen gehört. Daher gab die Genossenschaft den Architekten klare Vorgaben. Es mussten mindestens fünfzig neue Wohnungen entstehen, vorwiegend für Familien, und der Kostenrahmen musste zwingend eingehalten werden. Die Zürcher Architekten Yvonne Rudolf und Andreas Galli schufen mit ihrem siegreichen Wettbewerbsprojekt die Grundlage, um diesen Anforderungen zu genügen. Mit grossem gestalterischem Geschick und eiserner Kostendisziplin entwickelten sie einen höchst ansprechenden Bau, dessen solide Materialwahl verspricht, mit wenig Unterhalt in Würde zu altern.

Langer Anlauf. Auf dem rund 7000 Quadratmetergrossen Grundstück an der Sihl entstanden 24 kleine Reiheneinfamilienhäuservon 1930 und ein Ergänzungstrakt von 1963, deren kleine Räume und die schlechte Bausubstanz nicht mehr zu sanieren waren. Das Anliegen des Vorstandes, einen Ersatzneubau zu erstellen, scheiterte trotzdem zweimal in der Generalversammlung, bevor eine Mehrheit der Mitglieder ein Einsehen hatte. Dabei wirkte sicher die allgemeine Tendenz Ersatzneubau als Vorbild. Um den Mietern den Umzug zu erleichtern, wurden nur noch befristete Mietverträge abgeschlossen und der Neubau so früh wie möglich angekündigt. Keiner der ehemaligen Genossenschafter zog allerdings in den Neubau zurück, vermutlich weil sie doch schon nach dem ersten Umzug einen passenden neuen Wohnort fanden.
Den Wettbewerb gewannen Galli & Rudolf Architekten AG vermutlich vor allem mit ihrer Situationslösung. Der Vergleich mit den anderen Projekteingaben zeigt, dass es ihnen gelungen ist, trotz der hohen Ausnutzung grosszügige Aussenräume zu schaffen und jeder Wohnung optimale Belichtungsverhältnisse und Blickbeziehungen zu geben. Das dreieckige Grundstück liegt landschaftlich sehr schön zwischen Üetliberg und Sihl eingespannt. Einziger Nachteil ist die lärmige Leimbachstrasse, die es auf der Südostseite begrenzt und mit ihren Immissionen belastet.

Grosszügige Lösung. Ein fünfgeschossiger winkelförmigen Baukörper, der möglichst nahe an den Fluss und die Strasse gerückt ist, bildet einen lärmabgewandten Hof auf der Nordwestseite, auf den die Aussenräume und
die meisten Schlaf- und Wohnzimmer der Wohnungen hin orientiert sind. Es entsteht ein grosszügiger Aussenraum, der den Blick in Richtung Waldhang offen lässt und sich mit den angrenzenden Parkflächen und Hausgärten zu einem
grossen Freiraum verbindet.
Auf dem Grundstück verlief unterirdisch der Maneggbach, der geöffnet und renaturiert wurde. Er begrenzt nun den Kinderspielplatz und fliesst wieder sichtbar in die Sihl. Gruppen von verschiedenen hochstämmigen Laubbäumen werden ihn beschatten, wenn sich die Kronen der jungen Bäume einmal geschlossen haben. Die Baumpflanzungen setzen sich in den Kinderspielplatz fort und bilden dort hainartige grüne Zimmer mit einer hohen Aufenthaltsqualität.
Im Hof verlaufen auch die inneren Erschliessungswege, die zu den Hauseingängen führen. In der Ecke der Bebauung ist im Erdgeschoss ein Durchgang frei gelassen worden, so dass die traditionelle diagonale Wegebeziehung durch das Grundstückerhalten bleibt und ein enger Kontakt zwischen Hof und Flussraum entsteht.

Moderne Formensprache. Ein Ziel der Architekten war, in jedem Sinn nachhaltig zu bauen. Dazu gehört eine Formensprache ohne modische Schnörkel, die auch nach langer Zeit noch gefallen kann. Auffallend ist die starke Betonung der Horizontalen, die Proportionen des Baukörpers und die durchlaufenden Brüstungsbänder unterstützen diesen Eindruck. An den Enden der beiden Flügel springt das Attikageschoss nicht zurück, so dass hier je eine Art Kopf entsteht, der die starke Bewegung bremst. Sowohl auf der Aussen- als auch auf der Innenseite sind die Fassaden in mehrere Tiefenschichten gegliedert, was ihnen eine räumliche Struktur mit reizvollen Vor- und Rücksprüngen gibt.
Auf der Innenseite mäandriert die Fassade hinter den Brüstungsbändern vor und zurück und schafft so von der Tiefe einer Fensterlaibung bis zur Loggia von 2,5 Metern mit ihrer Plastizität ein lebendiges Spiel von Licht und Schatten. Die Bewohner können diese Aussenräume unterschiedlich nutzen und nach Belieben Kontakt zum Nachbarn aufnehmen oder sich in die Loggia zurückziehen. Die aussen angebrachten Sonnensegel lassen sich stufenlos regulieren und können so aus der Loggia ein privates schattiges Zelt machen. Zusätzlich sind vor den Schlafzimmern Jalousien angebracht, so dass diese sich auch ohne Vorhänge verdunkeln lassen.

Nachhaltige Materialien. Eine «seriöse» und nachhaltige Materialwahl beim ganzen Bau sei den Architekten ein besonderes Anliegen gewesen, so Andreas Galli. Trotz des engen Kostenrahmens hätten sie sich deshalb vor allem für eine langlebige und unterhaltsarme Fassade eingesetzt. Was als Luxus erscheinen könnte, ist eine Investition in die Zukunft, eine Natursteinverkleidung und Holz-Metall-Fenster als Garantie für materielle und ästhetische Langlebigkeit. Die alterungsfähigen und edlen Materialien tragen wesentlich dazu bei. Die Fassade ist ganz mit einem regelmässig gemaserten und wenig porösen Travertin verkleidet. Zusammen mit dem in Anthrazit eloxierten Stahl und den satinierten Gläsern der Brüstungen entsteht ein farblich und formal ruhiger und eleganter Gesamteindruck. Gepflegte Details wie Türgriffe und Handläufein Eichenholz betonen diese Atmosphäre und versprechen, auch nach langer Nutzung noch einen guten Eindruck zu machen.

Auch im Inneren bestimmen natürliche Materialien und eine zurückhaltende Farbgebung die Räume. Die Parkettböden aus matt versiegeltem Eichenholz nehmen das Thema natürlich gemaserter Materialien der Fassade auf. Weiss gestrichene, mit einem Variovlies tapezierte Wände sorgen für mehr Wohnlichkeit als ein Abrieb. Die teilweise raumhohen Türen sind hellgrau gestrichen und rhythmisieren so die Wände. Farbige Akzente setzen die Küchen, deren Kunstharzfronten im einen Flügel grün gestrichen und mit einer grünen Rückwand aus Glas kombiniert sind, im anderen grau mit einer roten Rückwand. Glaskeramikkochfelder, Einbaubackofen und grosse Kühlschränke mit separatem Gefrierteil entsprechen dem hohen heutigen Standard. In den Bädern sind die Fussböden mit rotbraunem Steinzeug belegt, die Wände teilweise mit weiss glasiertem Irdengut gefliest. Eine Niedrigtemperatur-Bodenheizung macht störende Heizkörper überflüssig. Obschon der Bau mit seiner hochwertigen Isolation und der Holz-Pellets-Heizung dem Minergie-Standard entsprechen könnte, wurde auf eine Zertifizierung und die dafür erforderliche kontrollierte Lüftung verzichtet. Dies vor allem aus Kostengründen für Erstellung und Unterhalt.

Optimierte Grundrisse. Die Situation des winkelförmigen Baukörper hat zu zwei unterschiedlichen Organisationen der beiden Flügel geführt. Der südöstliche, parallel zur lärmigen Leimbachstrasse gelegene wurde als Laubenganghaus mit Kleinwohnungen und Maisonnetten konzipiert, deren Wohn- und Schlafräume konsequent zum ruhigen Hof auf der Nordwestseite gelegen sind. Am Laubengang sind ein grosszügiges Entree, die Küche und das Bad angeordnet. Dieser für die Zweizimmerwohnungen ideale Typ wird bei den Dreizimmerwohnungen im ersten Obergeschoss als kleine Maisonette modifiziert, wo eine einläufige Treppe abwärts in das dritte, studioartige Zimmer im Erdgeschoss führt. In den beiden obersten Geschossen führt eine gewendelte Treppe ins Attikageschoss, wo zwei zum Hof hin orientierte Schlafzimmer und ein kleineres, zur Strasse hin gelegenes Arbeitszimmer liegen.
Der parallel zur Sihl gelegene Flügel ist dagegen zweiseitig orientiert und nutzt die Gunst der Lage für einen die gesamte Tiefe des Baukörpers durchstossenden zentralen Wohn-und Essraum. Mit seiner imposanten Gesamtfläche und den diagonalen Blickbeziehungen entsteht hier eine überraschende räumliche Grosszügigkeit. Das ist vorteilhaft, weil die Individualzimmer mit zum Teil nur zwölf Quadratmetern eher klein sind. Die Zimmer grösser zu machen, hätte dazu geführt, dass der Baukörper eine Achse weniger aufgewiesen hätte und so die angestrebte Wirtschaftlichkeit gefährdet gewesen wäre. Die Grundrisse sind klug optimiert. Nirgends wird Fläche verschenkt. Die inneren Verkehrsflächen sind minimiert oder den Spiel- und Wohnzonen zugeschlagen und so nutzbar gemacht.

Problemlose Vermietung. Der Kostenrahmen wurde mit rund 3000 Franken pro Quadratmeter Hauptnutzfläche eingehalten, so dass die angestrebten Mietzinse für die 57 Wohnungen erreicht wurden. Zusammen mit der attraktiven Architektur trugen sie dazu bei, alle Wohnungen trotz der Belegungsrichtlinien und der Verpflichtung, Anteile zu erwerben, schnell und gut zu vermieten. Am meisten waren wie so häufig im Raum Zürich die Kleinwohnungen gefragt. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit 62 Quadratmetern kostet netto 1095 Franken, die 41/2-Zimmer-Wohnung maximal 1870 Franken. Die Mieterschaft ist breit gestreut: Familien aus Leimbach zogen ein, aber auch solche, die aus weiter entfernten Quartieren näher an die Stadt ziehen wollten. Ein wichtiges Mietersegment sind Deutsche, die in Zürich Arbeit gefunden haben, und Mitarbeiter des in Leimbach neu angesiedelten Sitzes der Firma Google.
Die Siedlung der Genossenschaft Hofgarten trägt wesentlich dazu bei, aus dem bisher wenig geschätzten Quartier Leimbach ein attraktives städtisches Wohnquartier zu machen. Darin folgt der Bau von Galli & Rudolf dem Beispiel von pool Architekten (Genossenschaften Freiblick und Zurlinden, siehe wohnen 1-2/2005), das vor drei Jahren noch etwas weiter hinten im Sihltal fertiggestellt wurde. Die beiden Projekte weisen interessante Parallelen auf. Sie geben sich nicht mit einer billigen Bauweise zufrieden, sondern investieren in hochwertige und langlebige Materialien, ohne die Kosten explodieren zu lassen. Sie schaffen grosszügige zentrale Wohn-Ess-Räume, die zweiseitig belichtet sind und keinen Quadratmeter an Erschliessungflächen verschenken. Sie stellen Grossformen an den Grundstücksrand, welche die Aussenräume nicht zerstückeln, sondern weiträumige zusammenhängende Flächen mit hohem gestalterischem und funktionalem Wert schaffen. Und sie bedienen sich einer Formensprache, die verspricht, auch nach vielen Jahren und wechselnden gestalterischen Tendenzen ihre Gültigkeit zu behalten."

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Einfamilienhaus Bruderholz
Architektur. Neues Basel, 2007
Joachim Fischer Architektur. Neues Basel 2007 019
Entwurfsatlas. Schulen und Kindergärten
Birkhäuser, 2007
Mark Dudek Birkhäuser 2007 006
Attraktives Wohnen an der Sihl
Zürich 2 - Lokalzeitung, 2006
Pia Meier Zürich 2 - Lokalzeitung 2006 063
Dem Kanal entlang
Tec21, 2006
o.A. Tec21 2006 082
Die Renaissance der Stadtwohnung
Baublatt, 2006
(dh) Baublatt 2006 063

«In einem eleganten Wohnquartier von Basel steht eine schlichte Villa der Architekten Galli & Rudolf – aussen zurückhaltend und doch selbstbewusst, innen überraschend vielschichtig und erlebnisreich.[...]»

Roland Merz, «Schlicht kubisch geformt», in: Ideales Heim, Nr. 05, Zürich: Archithema Verlag 2006, S. 58–66

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«In einem eleganten Wohnquartier von Basel steht eine schlichte Villa der Architekten Galli & Rudolf – aussen zurückhaltend und doch selbstbewusst, innen überraschend vielschichtig und erlebnisreich.[...]»

Roland Merz, «Schlicht kubisch geformt», in: Ideales Heim, Nr. 05, Zürich: Archithema Verlag 2006, S. 58–66

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Auf dem Weg zu einem roten Zürich?
Archithese, 2005
Axel Simon Archithese 2005 063
Bis über beide Ohren
Hochparterre, 2005
Ina Hirschbiel Schmid Hochparterre 2005 063

«Das Forschungs- und Entwurfsstudio «Schlieren» im Sommersemester 2004 sucht in der Auseinandersetzung mit der spezifischenSituation dieser Gemeinde im Limmattal am Rande von Zürich nach dynamischen Instrumenten für die Peripherie. Die Analyse steht am Beginn der Arbeit und leistet eine Annäherung an das Thema sowie eine Definition des Territoriums in Schlieren, welches dann Gegenstand des städtebaulichen Projektes in der zweiten Phase wird. Die Methoden-Arbeit findet zeitgleich mit den Studien und dem Projekt statt. Bekannte Methoden setzen als KatalysatorEntwurfsschritte in Gang, neue Methoden werden beim Entwurfgefunden und anschliessend systematisiert und katalogisiert.[...]»

Marc Angélil /Christoph Lueder /Michael Martin/Holger Schurk (Hrsg.), «Färbi Areal Schlieren ZH», in: Dynamische Instrumente für die Peripherie, Zürich: Institut für Städtebau, NSL — Netzwerk Stadt und Landschaft, ETH, 2005, S. 26—32.

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«Das Forschungs- und Entwurfsstudio «Schlieren» im Sommersemester 2004 sucht in der Auseinandersetzung mit der spezifischenSituation dieser Gemeinde im Limmattal am Rande von Zürich nach dynamischen Instrumenten für die Peripherie. Die Analyse steht am Beginn der Arbeit und leistet eine Annäherung an das Thema sowie eine Definition des Territoriums in Schlieren, welches dann Gegenstand des städtebaulichen Projektes in der zweiten Phase wird. Die Methoden-Arbeit findet zeitgleich mit den Studien und dem Projekt statt. Bekannte Methoden setzen als KatalysatorEntwurfsschritte in Gang, neue Methoden werden beim Entwurfgefunden und anschliessend systematisiert und katalogisiert.[...]»

Marc Angélil /Christoph Lueder /Michael Martin/Holger Schurk (Hrsg.), «Färbi Areal Schlieren ZH», in: Dynamische Instrumente für die Peripherie, Zürich: Institut für Städtebau, NSL — Netzwerk Stadt und Landschaft, ETH, 2005, S. 26—32.

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«Viele Baugenossenschaften stehen vor der Herausforderung, ihre älteren Siedlungen durch Neubauten zu ersetzen. Dabei gilt es, die soziale Aufgabe der Genossenschaften, nämlich die Bereitstellung günstigen Wohnraums, nicht zu gefährden. In neue Dimensionen bezüglich Preisgünstigkeit und Standard kann jedoch nur vorstossen, wer die engen Grenzen der schrittweisen Erneuerung verlässt und auf expansive Strategien setzt.[...]»

Andreas Hofer, «Gut und günstig. Neubaustrategien dreier Zürcher Baugenossenschaften», in: Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 09, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz 2005, S. 21–24

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«Viele Baugenossenschaften stehen vor der Herausforderung, ihre älteren Siedlungen durch Neubauten zu ersetzen. Dabei gilt es, die soziale Aufgabe der Genossenschaften, nämlich die Bereitstellung günstigen Wohnraums, nicht zu gefährden. In neue Dimensionen bezüglich Preisgünstigkeit und Standard kann jedoch nur vorstossen, wer die engen Grenzen der schrittweisen Erneuerung verlässt und auf expansive Strategien setzt.[...]»

Andreas Hofer, «Gut und günstig. Neubaustrategien dreier Zürcher Baugenossenschaften», in: Wohnen. Das Magazin für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Nr. 09, Zürich: Verband der Genossenschaften Schweiz 2005, S. 21–24

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Nach dem Loft
Werk, Bauen + Wohnen, 2005
Daniel Kurz Werk, Bauen + Wohnen 2005 063
Luxury … within Limits
Vision Verlag, Dortmund, 2005
o.A. Vision Verlag, Dortmund 2005 006
Erziehungslaboratorium, Wohnstube oder Grossraumbüro ?
Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich, 2004
Inge Beckel Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich 2004 006

"Färbi-Areal wird in Etappen überbaut Jahrelang diente das Gelände der ehemaligen Textilfärberei im Schlieremer Industriegebiet Rietbach als Umschlagsplatz für den Auto-Occasions-Handel. Nun soll auf dem 44 000 Quadratmeter grossen, nordwestlich des Bahnhofs gelegenen Färbi-Areal ein Quartier mit Büros, Geschäften, Wohnungen sowie einem Kongress-Hotel entstehen. Wie die Halter Generalunternehmung AG am Donnerstag bekannt gab, sei aus dem gemeinsam mit der Stadt Schlieren durchgeführten Architekturwettbewerb die städtebauliche Studie der Zürcher Architekten Galli & Rudolf siegreich hervorgegangen. Vor allem die grosse Flexibilität in der künftigen Nutzung der Gebäudekörper habe die Jury überzeugt. Gemäss der Studie werden entlang der Brandstrasse mehrere Hallen und Hochbauten mit klar industriellem Charakter vorgeschlagen. Dahinter erstreckt sich ein Quartierpark mit einem grösseren Platz. Die Hallen dienen Verkauf-, Freizeit- und Kulturangeboten, in den sechsstöckigen Hochbauten sind gemäss Konzept Büros und Wohnungen vorgesehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt etwa 310 Millionen Franken. Die Halter Generalunternehmung AG wird in den nächsten Monaten zusammen mit der Stadt Schlieren und den Grundeigentümern den Nutzungsmix, die Etappierung sowie die baurechtlichen Bestimmungen im Detail besprechen und eine Art Massnahmenkatalog erarbeiten, der die Grundlage für den Gestaltungsplan bildet. Ziel ist es, diesen Ende Jahr einzureichen, damit die ersten Bauten 2005 realisiert und 2006 den künftigen Nutzern übergeben werden können. Wie Projektleiter Gianfranco Bassot betont, werde erst gebaut, wenn die Investoren bekannt seien. Man führe deshalb schon heute mit potenziellen Nutzern Gespräche.

Als Projektentwickler müsse sich die Halter Generalunternehmung AG, die auf dem Rapid-Areal in Dietikon eine ähnliche Überbauung realisieren will, antizyklisch verhalten. ""Im Moment braucht es im Grossraum Zürich keine Büroflächen. Wir wollen aber parat sein, wenn die Nachfrage wieder da ist"", sagt Bassot. Das Limmattal mit seiner guten Verkehrsanbindung habe im Gegensatz zur Stadt Zürich immer noch ein Entwicklungspotenzial, das es im Hinblick auf die sich wieder abzeichnende wirtschaftliche Dynamik zu nutzen gelte. Anzeichen für einen Aufschwung beobachtet auch der Schlieremer Wirtschaftsförderer Albert Schweizer. Im Januar und Februar seien auf der Stadtverwaltung mehr Anfragen wegen Büro- und Industrieräumen eingegangen als im gesamten Jahr 2003, erklärte Schweizer auf Anfrage."

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"Färbi-Areal wird in Etappen überbaut Jahrelang diente das Gelände der ehemaligen Textilfärberei im Schlieremer Industriegebiet Rietbach als Umschlagsplatz für den Auto-Occasions-Handel. Nun soll auf dem 44 000 Quadratmeter grossen, nordwestlich des Bahnhofs gelegenen Färbi-Areal ein Quartier mit Büros, Geschäften, Wohnungen sowie einem Kongress-Hotel entstehen. Wie die Halter Generalunternehmung AG am Donnerstag bekannt gab, sei aus dem gemeinsam mit der Stadt Schlieren durchgeführten Architekturwettbewerb die städtebauliche Studie der Zürcher Architekten Galli & Rudolf siegreich hervorgegangen. Vor allem die grosse Flexibilität in der künftigen Nutzung der Gebäudekörper habe die Jury überzeugt. Gemäss der Studie werden entlang der Brandstrasse mehrere Hallen und Hochbauten mit klar industriellem Charakter vorgeschlagen. Dahinter erstreckt sich ein Quartierpark mit einem grösseren Platz. Die Hallen dienen Verkauf-, Freizeit- und Kulturangeboten, in den sechsstöckigen Hochbauten sind gemäss Konzept Büros und Wohnungen vorgesehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt etwa 310 Millionen Franken. Die Halter Generalunternehmung AG wird in den nächsten Monaten zusammen mit der Stadt Schlieren und den Grundeigentümern den Nutzungsmix, die Etappierung sowie die baurechtlichen Bestimmungen im Detail besprechen und eine Art Massnahmenkatalog erarbeiten, der die Grundlage für den Gestaltungsplan bildet. Ziel ist es, diesen Ende Jahr einzureichen, damit die ersten Bauten 2005 realisiert und 2006 den künftigen Nutzern übergeben werden können. Wie Projektleiter Gianfranco Bassot betont, werde erst gebaut, wenn die Investoren bekannt seien. Man führe deshalb schon heute mit potenziellen Nutzern Gespräche.

Als Projektentwickler müsse sich die Halter Generalunternehmung AG, die auf dem Rapid-Areal in Dietikon eine ähnliche Überbauung realisieren will, antizyklisch verhalten. ""Im Moment braucht es im Grossraum Zürich keine Büroflächen. Wir wollen aber parat sein, wenn die Nachfrage wieder da ist"", sagt Bassot. Das Limmattal mit seiner guten Verkehrsanbindung habe im Gegensatz zur Stadt Zürich immer noch ein Entwicklungspotenzial, das es im Hinblick auf die sich wieder abzeichnende wirtschaftliche Dynamik zu nutzen gelte. Anzeichen für einen Aufschwung beobachtet auch der Schlieremer Wirtschaftsförderer Albert Schweizer. Im Januar und Februar seien auf der Stadtverwaltung mehr Anfragen wegen Büro- und Industrieräumen eingegangen als im gesamten Jahr 2003, erklärte Schweizer auf Anfrage."

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"Neue genossenschaftliche Siedlung
an der Sihl in Leimbach Spätestens seit sich der Stadtrat 1998 das Ziel gesetzt hat, innert 10 Jahren 10 000 Wohnungen zu erstellen, wird in der Stadt fieberhaft nach unüberbauten Grundstücken gesucht. Und es findet sich immer noch Erstaunliches: Die Baugenossenschaft Hofgarten erstellt in Leimbach eine Siedlung mit 58 Wohnungen - direkt an der Sihl. Das Zürcher Büro Galli & Rudolf Architekten hat einen von der Stadt durchgeführten Wettbewerb gewonnen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Architekten sehen einen luftigen Bau fast direkt am Flussufer vor. Der kompakte Baukörper enthält insgesamt 58 Zweieinhalb- bis Fünfeinhalbzimmerwohnungen. Sie verfügen alle über Wohnküchen, Terrassen und Loggien. Hauptmerkmal der Wohnungen ist eine grosse Wohnküche.
Sämtliche Projekte sind ausgestellt in der Fabrik am Wasser, Am Wasser 55a, 8049 Zürich (bis 7. Juli). Montag bis Freitag 16 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr."

"Neue genossenschaftliche Siedlung
an der Sihl in Leimbach Spätestens seit sich der Stadtrat 1998 das Ziel gesetzt hat, innert 10 Jahren 10 000 Wohnungen zu erstellen, wird in der Stadt fieberhaft nach unüberbauten Grundstücken gesucht. Und es findet sich immer noch Erstaunliches: Die Baugenossenschaft Hofgarten erstellt in Leimbach eine Siedlung mit 58 Wohnungen - direkt an der Sihl. Das Zürcher Büro Galli & Rudolf Architekten hat einen von der Stadt durchgeführten Wettbewerb gewonnen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Architekten sehen einen luftigen Bau fast direkt am Flussufer vor. Der kompakte Baukörper enthält insgesamt 58 Zweieinhalb- bis Fünfeinhalbzimmerwohnungen. Sie verfügen alle über Wohnküchen, Terrassen und Loggien. Hauptmerkmal der Wohnungen ist eine grosse Wohnküche.
Sämtliche Projekte sind ausgestellt in der Fabrik am Wasser, Am Wasser 55a, 8049 Zürich (bis 7. Juli). Montag bis Freitag 16 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr."

"Die rund 400 Schülerinnen und Schüler dieser englischsprachigen Privatschule stammen aus über 30 Nationen. Ihre Eltern sind in der Mehrzahl Angestellte internationaler Firmen, die wenige Jahre im Raum Zürich verbringen. Für Kinder und Eltern ist die Schule ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Die Schule liegt gleichsam exterritorial zwischen Industriezone und Golfplatz, fern vom Siedlungsgebiet und nahe der Autobahn. Das kompakte Volumen sticht mit seinen schräg verlaufenden Fassaden, den versetzt angeordneten Fensterbändern und grellen Farben aus der industriellen Umgebung heraus. Es gliedert sich in zwei Klassentrakte und einen niedrigeren Zentralbereich.

Die Planung erfolgte unter hohem Zeit- und Kostendruck nach einem kurzen, zweistufigen Wettbewerbsverfahren. Die Schule lieferte nicht nur das Raumprogramm, sondern formulierte auch pädagogisch motivierte Grundsätze:
Sichtbeton war ebenso zu vermeiden wie rechte Winkel; die Verwendung von Primärfarben war Pflicht. Die räumlichen Qualitäten der Schule erschliessen sich in ihrem offenen, an Durchblicken reichen Inneren. Die zentrale Halle bildet zusammen mit dem zweigeschossigen Mehrzweckraum im Zentrum der Schule einen lichterfüllten öffentlichen Bereich, an dem Empfangsschalter, Bibliothek und der Raum des Elternvereins liegen. Die Halle ist zugleich Speisesaal – die einfachen Esstische können zusammengeklappt und weggestellt werden.

Kurze Verbindungswege führen in die Klassentrakte. Die Schulzimmer sind in Gruppen rund um einen gemeinsamen Vorraum angeordnet, der für den Unterricht mit benützt wird. Ihre teilweise verglasten Wände erlauben Ein- und Durchblicke. Die feuerpolizeilichen Anforderungen zur Nutzung des gemeinsamen Vorraums wurden mit Verbindungstüren zwischen den Klassen erfüllt, die jedem Zimmer zwei Fluchtwege offen lassen. Der Schulbetrieb wirkt lebhaft und informell. Die Schulmöbel, von den Lehrern individuell zusammengestellt, sind einfach, leicht und beweglich, jedoch nicht höhenverstellbar. Die Kinder sind oft in Bewegung, sie arbeiten in kleinen Gruppen mal an Tischen, mal auch am Boden. Die konsequente und schlichte Materialisierung der Räume (graue Schieferböden und Parkett, weisse Wände und Akustikdecken, runde Deckenleuchten) bringt Ruhe in das bunte Treiben."

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"Die rund 400 Schülerinnen und Schüler dieser englischsprachigen Privatschule stammen aus über 30 Nationen. Ihre Eltern sind in der Mehrzahl Angestellte internationaler Firmen, die wenige Jahre im Raum Zürich verbringen. Für Kinder und Eltern ist die Schule ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Die Schule liegt gleichsam exterritorial zwischen Industriezone und Golfplatz, fern vom Siedlungsgebiet und nahe der Autobahn. Das kompakte Volumen sticht mit seinen schräg verlaufenden Fassaden, den versetzt angeordneten Fensterbändern und grellen Farben aus der industriellen Umgebung heraus. Es gliedert sich in zwei Klassentrakte und einen niedrigeren Zentralbereich.

Die Planung erfolgte unter hohem Zeit- und Kostendruck nach einem kurzen, zweistufigen Wettbewerbsverfahren. Die Schule lieferte nicht nur das Raumprogramm, sondern formulierte auch pädagogisch motivierte Grundsätze:
Sichtbeton war ebenso zu vermeiden wie rechte Winkel; die Verwendung von Primärfarben war Pflicht. Die räumlichen Qualitäten der Schule erschliessen sich in ihrem offenen, an Durchblicken reichen Inneren. Die zentrale Halle bildet zusammen mit dem zweigeschossigen Mehrzweckraum im Zentrum der Schule einen lichterfüllten öffentlichen Bereich, an dem Empfangsschalter, Bibliothek und der Raum des Elternvereins liegen. Die Halle ist zugleich Speisesaal – die einfachen Esstische können zusammengeklappt und weggestellt werden.

Kurze Verbindungswege führen in die Klassentrakte. Die Schulzimmer sind in Gruppen rund um einen gemeinsamen Vorraum angeordnet, der für den Unterricht mit benützt wird. Ihre teilweise verglasten Wände erlauben Ein- und Durchblicke. Die feuerpolizeilichen Anforderungen zur Nutzung des gemeinsamen Vorraums wurden mit Verbindungstüren zwischen den Klassen erfüllt, die jedem Zimmer zwei Fluchtwege offen lassen. Der Schulbetrieb wirkt lebhaft und informell. Die Schulmöbel, von den Lehrern individuell zusammengestellt, sind einfach, leicht und beweglich, jedoch nicht höhenverstellbar. Die Kinder sind oft in Bewegung, sie arbeiten in kleinen Gruppen mal an Tischen, mal auch am Boden. Die konsequente und schlichte Materialisierung der Räume (graue Schieferböden und Parkett, weisse Wände und Akustikdecken, runde Deckenleuchten) bringt Ruhe in das bunte Treiben."

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"Es ist die Kombination aus dem in der zeitgenössischen Architektur immer wieder vorgetragenen, offenen Raum, der durch eingestellte Körper zur Figur geformt wird, mit den Ansprüchen und Qualitäten bürgerlicher Wohnvorstellungen, welche das vorgestellte Haus so bemerkenswert machen.

Dies umso mehr, als der zur Verfügung stehende Platz höchst bescheiden war, denn die kleine Parzelle im Bruderholz-Quartier wurde ursprünglich von einem Schwimmbecken eingenommen. Obwohl das Haus - dank neuem Baugesetz – anders als seine Nachbarn ein Flachdach hat, fügt es sich mit seinem hellen Putz selbstverständlich in die traditionelle Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern ein. Die schmale Stirnfassade zur Strasse hin entspricht einer giebelständigen Ausrichtung, Abstufungen gliedern das Bauvolumen unter maximaler Ausnutzung der baurechtlichen Möglichkeiten und verleihen ihm trotz grosser Fenster und knapper Grenzabstände eine quartierübliche Massstäblichkeit.

Erdgeschoss, Blick in den Wohnraum mit Kamin Der Innenraum wird durch körperhaft in Erscheinung tretende Zellen geformt; dabei entstehen gefasste, relativ intime Räume, die jedoch untereinander verbunden sind und sich überlagern. Ober die Diagonalen entstehen so überraschend weiträumige Durchblicke, wobei die Position der Öffnungen jeweils die Raumwahrnehmung leitet, indem sie diese gleichsam um die Ecke führt. Die Fenster sind aussen angeschlagen und rahmen die Ausblicke zu Bildern. Dem entsprechend sind die Vorhänge der Wand zugeordnet.

Auch in der Vertikalen öffnet sich der Raum über die Diagonale. Eine Kaskadentreppe führt entlang einer wechselseitig von oben ins Licht gesetzten Wand hinauf. Das Obergeschoss mit seinem Kirschholz-Riemenboden unterscheidet sich atmosphärisch trotz ähnlicher Raumbildung wesentlich vom repräsentativeren, mit Kalkstein ausgelegten Erdgeschoss. Die Differenzierung der Räume entspricht einem Programm bürgerlichen Wohnens, das mit einem gewissen Understatement realisiert ist. Auf Entreé mit Garderobe folgen Halle, Wohnraum mit Kamin sowie Essraum und Bibliothek, alle gegeneinander ausdifferenziert, doch miteinander verbunden, wobei das Studiolo geschützter liegt und sich mit einer Schiebetüre abschliessen lässt. Im Zimmergeschoss ist die klassische Raumfolge von Zimmer, Ankleide und Bad nur einmal realisiert, wobei das Bad auch von aussen zugänglich und damit allgemein benutzbar ist, ebenso wie die zweite Nasszelle, der ebenfalls ein Schrankraum vorgeschaltet ist. Die Tochter hat sich im Attika-Raum eingerichtet; er lässt sich über eine Schiebetüre auch mit dem durch alle Geschosse führenden Wohn- und Gemeinschaftsbereich verbinden und bildet so ein Gegenstück zur Bibliothek im Erdgeschoss.

Der sorgfältige Innenausbau entspricht dem Charakter des Hauses: eine kleine Villa, die bescheiden als Einfamilienhaus auftritt, doch ganz gelassen hohe Ansprüche erfüllt. Womit einmal mehr bewiesen wäre, dass Grosszügigkeit nicht primär eine Frage grosser Räume ist. Charakteristisch dafür die eine Stufe, die vom Eingangsbereich in den Wohnraum hinunterführt und so das Ein- mit einem Auftreten verbindet."

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"Es ist die Kombination aus dem in der zeitgenössischen Architektur immer wieder vorgetragenen, offenen Raum, der durch eingestellte Körper zur Figur geformt wird, mit den Ansprüchen und Qualitäten bürgerlicher Wohnvorstellungen, welche das vorgestellte Haus so bemerkenswert machen.

Dies umso mehr, als der zur Verfügung stehende Platz höchst bescheiden war, denn die kleine Parzelle im Bruderholz-Quartier wurde ursprünglich von einem Schwimmbecken eingenommen. Obwohl das Haus - dank neuem Baugesetz – anders als seine Nachbarn ein Flachdach hat, fügt es sich mit seinem hellen Putz selbstverständlich in die traditionelle Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern ein. Die schmale Stirnfassade zur Strasse hin entspricht einer giebelständigen Ausrichtung, Abstufungen gliedern das Bauvolumen unter maximaler Ausnutzung der baurechtlichen Möglichkeiten und verleihen ihm trotz grosser Fenster und knapper Grenzabstände eine quartierübliche Massstäblichkeit.

Erdgeschoss, Blick in den Wohnraum mit Kamin Der Innenraum wird durch körperhaft in Erscheinung tretende Zellen geformt; dabei entstehen gefasste, relativ intime Räume, die jedoch untereinander verbunden sind und sich überlagern. Ober die Diagonalen entstehen so überraschend weiträumige Durchblicke, wobei die Position der Öffnungen jeweils die Raumwahrnehmung leitet, indem sie diese gleichsam um die Ecke führt. Die Fenster sind aussen angeschlagen und rahmen die Ausblicke zu Bildern. Dem entsprechend sind die Vorhänge der Wand zugeordnet.

Auch in der Vertikalen öffnet sich der Raum über die Diagonale. Eine Kaskadentreppe führt entlang einer wechselseitig von oben ins Licht gesetzten Wand hinauf. Das Obergeschoss mit seinem Kirschholz-Riemenboden unterscheidet sich atmosphärisch trotz ähnlicher Raumbildung wesentlich vom repräsentativeren, mit Kalkstein ausgelegten Erdgeschoss. Die Differenzierung der Räume entspricht einem Programm bürgerlichen Wohnens, das mit einem gewissen Understatement realisiert ist. Auf Entreé mit Garderobe folgen Halle, Wohnraum mit Kamin sowie Essraum und Bibliothek, alle gegeneinander ausdifferenziert, doch miteinander verbunden, wobei das Studiolo geschützter liegt und sich mit einer Schiebetüre abschliessen lässt. Im Zimmergeschoss ist die klassische Raumfolge von Zimmer, Ankleide und Bad nur einmal realisiert, wobei das Bad auch von aussen zugänglich und damit allgemein benutzbar ist, ebenso wie die zweite Nasszelle, der ebenfalls ein Schrankraum vorgeschaltet ist. Die Tochter hat sich im Attika-Raum eingerichtet; er lässt sich über eine Schiebetüre auch mit dem durch alle Geschosse führenden Wohn- und Gemeinschaftsbereich verbinden und bildet so ein Gegenstück zur Bibliothek im Erdgeschoss.

Der sorgfältige Innenausbau entspricht dem Charakter des Hauses: eine kleine Villa, die bescheiden als Einfamilienhaus auftritt, doch ganz gelassen hohe Ansprüche erfüllt. Womit einmal mehr bewiesen wäre, dass Grosszügigkeit nicht primär eine Frage grosser Räume ist. Charakteristisch dafür die eine Stufe, die vom Eingangsbereich in den Wohnraum hinunterführt und so das Ein- mit einem Auftreten verbindet."

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«Andreas Galli, hauptamtlicher Dozent für Entwurf und Konstruktion an der Fachhochschule beider Basel in Muttenz, mit Architekturbüro in Zürich, gibt einen fundierten Überblick über gestalterische Grundsätze sowie mögliche Lösungsansätze, die beim Aufstocken von bestehenden Gebäuden zu bedenken. [...]»

Christina Opper, «Vom Wesen des Hauses», in: Umbauen + Renovieren Nr. 03, Zürich: Archithema Verlag AG, 2004, S. 40–41

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«Andreas Galli, hauptamtlicher Dozent für Entwurf und Konstruktion an der Fachhochschule beider Basel in Muttenz, mit Architekturbüro in Zürich, gibt einen fundierten Überblick über gestalterische Grundsätze sowie mögliche Lösungsansätze, die beim Aufstocken von bestehenden Gebäuden zu bedenken. [...]»

Christina Opper, «Vom Wesen des Hauses», in: Umbauen + Renovieren Nr. 03, Zürich: Archithema Verlag AG, 2004, S. 40–41

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Ein neues Stück Stadt in Schlieren
Tages-Anzeiger, 2004
Helene Arnet Tages-Anzeiger 2004 079
Färbi-Areal, Schlieren, Blickpunkt Wettbewerb
Tec21, 2004
(aa/bö) Tec21 2004 057
Neue Wohnüberbauung in Leimbach
Tages-Anzeiger, 2004
(mth) Tages-Anzeiger 2004 063
Schlieren mach(t) vorwärts
Baublatt, 2004
o.A. Baublatt 2004 057

«Äusserst knapp war der Entscheid. Nach dem offenen und einstufigen Verfahren beschloss die Jury, die zwei Projekte von Galli & Rudolf und Antoniol + Huber + Partner überarbeiten zu lassen. Beide Projekte überzeugten, und man entschied sich in geheimer Schlussabstimmung und mit knappem Mehr für das Projekt von Antoniol + Huber + Partner.[...]»

(bö), «Berufsbildungszentrum Weinfelden», in: Tec21, Nr. 22, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2003, S. 43

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«Äusserst knapp war der Entscheid. Nach dem offenen und einstufigen Verfahren beschloss die Jury, die zwei Projekte von Galli & Rudolf und Antoniol + Huber + Partner überarbeiten zu lassen. Beide Projekte überzeugten, und man entschied sich in geheimer Schlussabstimmung und mit knappem Mehr für das Projekt von Antoniol + Huber + Partner.[...]»

(bö), «Berufsbildungszentrum Weinfelden», in: Tec21, Nr. 22, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2003, S. 43

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"Die ZIS ist eine besondere Schule: eine Art Exklave internationaler, USA geprägter Kultur hoch über dem Zürichsee. Für sie wurde mit einem minimalen Budget ein auf ihre Bedürfnisse massgeschneidertes Gebäuderealisiert, das durch räumliche Vielfalt und Grosszügigkeit überrascht.

Diese Farbe! Als schön kann man sie kaum bezeichnen, aber kein Zweifel: sie fällt auf. Das giftig leuchtende Grün steht in Kontrast zu den benachbarten Industriebauten, und es strahlt vor dem dunklen Hintergrund des Waldes.
Es beisst sich mit vielen Grüntönen der benachbarten Wiesen und Felder, nicht zu reden von den Farben des Herbstes, die zusammen mit dem Gebäude höchst ungewohnte Kombinationen bilden. Hinzu kommt flirtend das Signalrot der Fenster. Aber nicht nur die Farbe ist irritierend. Der Bau passt zwar in seiner Massstäblichkeit zu seiner Nachbarschaft mit Golf Driving Range und Gewerbebauten, aber nicht in seinem Ausdruck. Das schiefwinklige Volumen mit den leicht geneigten Dächern scheint irgendwie verzogen zu sein, ein Eindruck, der durch die unregelmässig in die Wandflächen gesetzten Fenster noch verstärkt wird. Diese grossen Öffnungen passen weder zu einem Büro  noch zu einem Gewerbebau. Eine Schule wiederum scheint nicht an diesen Ort zu passen, der zwar schön gelegen ist an der Hangkante hoch über dem Zürichsee, aber weitab von grösseren Wohngebieten.

Zurich International School - eine andere Schule

Alle diese auffälligen Merkwürdigkeiten hängen mehr oder weniger direkt mit der Bauherrschaft, der Zurich International School (ZIS), zusammen. Die ZIS ist eine der grössten englischsprachigen Privatschulen im Raum Zürich. An ihr werden vor allem Kinder unterrichtet, deren Eltern für einige Jahre in Filialen grosser internationaler Firmen tätig sind. Obwohl Kinder ab dem Vorschulalter bis zur Hochschulreife betreut werden, beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer nur rund drei Jahre. Die Ausrichtung der Schule ist betont international und multikulturell, stammen doch die Schüler aus über dreissig Nationen, wobei relativ viele aus Skandinavien, England und den USA kommen.

Im neuen Hauptgebäude in Wädenswil befindet sich die Unterstufe mit gut vierhundert Kindern im Alter von von fünf bis zwölf Jahren. Da das Einzugsgebiet weiträumig ist, werden sie mit Kleinbussen oder Privatfahrzeugen zur Schule gebracht. Die Nähe zum Autobahnanschluss ist dementsprechend wichtiger als die Nähe zum Siedlungsgebiet. Am Rand des Industriegebietes konnte das Land im Baurecht erworben werden – eine Umzonung war dank der Hilfe der Gemeinde nach einer Volksabstimmung in kürzester Zeit möglich. Ein für Schweizer Verhältnisse eher unübliches Planungsverfahren kam zur Anwendung. Die Architekten wurden aufgrund eines Studienauftrags mit Zwischenbesprechungen und extrem knappen Terminvorgaben ausgewählt, bei dem nicht zuletzt die Belastbarkeit und Flexibilität der Planungsteams geprüft wurden. Beide Eigenschaften waren in der Folge aufgrund der ungewöhnlichen Entscheidungsstrukturen von grosser Bedeutung.

Eine wichtige Rolle spielte dabei die Finanzierung. Die ZIS erhält trotz ihrer unbestrittenen Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Zürich keine öffentlichen Gelder. Als Privatschule ist sie ganz auf eigene Mittel angewiesen, insbesondere auch auf die Sponsorentätigkeit internationaler Firmen mit Sitz im Raum Zürich. Nicht nur bestand ein enormer Kostendruck - die Baukosten von 460.– Fr./m' und 2300.– Fr./m2 HNF zeugen davon -, verlangt war zudem grösste Flexibilität während des Bauprozesses. Da bei Baubeginn die Finanzierung bei weitem noch nicht vollständig gesichert war, mussten kostenwirksame Entscheide etappiert gefällt werden, abhängig davon, ob für einen bestimmten Teil des Ausbaus Gelder gefunden werden konnten oder nicht.

Die ZIS ist keine Schweizer Schule und will auch nicht als solche in Erscheinung treten. Andersartigkeit, auch im Ausdruck, war demnach ein grosses Anliegen. In vielen Bereichen gab es recht genaue Vorstellungen zur Gestaltung. Das Vermeiden von rechten Winkeln und von Sichtbeton war in diesem Sinn ebenso verbindlicher Teil des Programms wie die Verwendung von Primärfarben. Die Vorgaben gingen in Einzelfällen sogar so weit wie bei den Fenstern, deren Signalrot von Beginn an festgeschrieben war. In der Pädagogik der Schule spielt Team-Teaching eine wichtige Rolle. Die Massen sind relativ klein, der Kontakt zwischen den Einheiten der gleichen Stufe sehr eng. Dies spiegelt sich in der räumlichen Disposition der Klassenräume, die als überschaubare Unterrichtsgruppen angelegt sind. Es gibt aber auch ein starkes Bedürfnis nach einer klaren baulichen Identität. Sie ist von besonderer Bedeutung, weil die Schule für die englischsprachige Gemeinschaft in Zürich ein wichtiges Zentrum ist, dessen Ausstrahlung über das rein Schulische hinausführt. Ein aktiver Elternclub kümmert sich um die Einbindung der Eltern, für die zahlreiche Rahmenveranstaltungen stattfinden.

Drei Trakte, ein Gebäudekörper

Das Gebäude besteht aus zwei Klassentrakten und einem Verbindungsteil. So präsentiert es sich zumindest von oben, wo dem Hauptzugang ein geschützter Pausenhof vorgelagert ist. Talseits dagegen sind die Teile zu einem grossen Baukörper verschmolzen, dessen Einheit durch die Fassadengestaltung und die schiefwinklige Geometrie zusätzlich unterstrichen wird. Sie hilft mit, den Bau präzise im Gelände zu verankern. Eine flach geneigte, fast rampenartige Treppe üührt von unten hoch in eine Einkerbung im unteren Eingangsgeschoss.

Die zwei Zugänge mit je einer Vorfahrt von oben und von unten sind notwendig, um bei Schulbeginn und -schluss den Verkehrsstau auf der Zufahrtsstrasse in Grenzen zu halten und möglichst rasch die Schüler empfangen zu können. Die Zugänge liegen auf zwei Geschossen, die über eine räumliche Verschränkungund eine grosszügige Treppe miteinander verbunden sind. An die Treppenhalle, die als Foyer dient, sind der Elternclub und die grossen Gemeinschaftsräume angelagert: die Turnhalle, die sich vom unteren Eingangsgeschoss aus nochmals eine Etage nach unten entwickelt, die offene, durch Schiebewände abtrennbare Mehrzweckhalle, die ein Geschoss nach oben greift, sowie die Bibliothek, die auf der oberen Eingangsebene liegt. Grosse Fenster erlauben zwischen diesen Räumen Durchblicke in die Diagonale und in die Tiefe, bis hinaus in die Landschaft. Damit entsteht hier, im Herzen des Gebäudes, ein Eindruck von Weiträumigkeit, wie sie so eigentlich gar nicht gegeben ist. Man mag dabei vielleicht bedauern, dass die beiden in den Pausenplatz eingeschnittenen Höfe nicht besser in die Volumetrie integriert werden konnten. Das Licht aber, das unten in die Tiefe der Eingangshalle fällt, möchte man nicht missen.

Vom zentralen Bereich aus verteilen sich die Schüler in die Klassentrakte. Im Südosten sind die jüngeren Schüler untergebracht. Je sechs Zimmer, die längs der Fassade untereinander mit Türen verbunden sind, gruppieren sich hier um eine zentrale Halle, die über Fenster durch die Zimmer hindurch Licht erhält. In jedem Zimmer steht eine kleine Toiletten-Box mit Waschtisch, die in ebenso leuchtenden Farben gehalten ist wie die Zimmertüren. Im Alltag fällt dies allerdings kaum auf Die Räume werden mit Mobiliar, Zeichnungen und anderen Ausstattungen dermassen intensiv bespielt, dass Einzelheiten schlicht untergehen. Wichtig ist allerdings auch hier die Räumlichkeit: die Durchblicke quer durch das ganze Haus, durch die Türen, die meist offen stehen, und die grossen äusseren und inneren Fenster. Der zweite Fluchtweg durch die Zimmer erlaubt es, hier auch den Mittelbereich vollwertig zu nutzen. Von dieser Möglichkeit wird intensiv Gebrauch gemacht.

Im Nordwest Trakt, in dem die älteren Kinder unterrichtet werden, gibt es pro Geschoss zwei Gruppen mit drei, beziehungsweise vier Klassenriumen, denen je ein Gemeinschaftsbereich zugeordnet ist. Dieser ist jeweils als eine Ausweitung der Urschliessungszone ausformuliert, die so zu einer S-förmigen Figur wird, welche die beide Seiten des Gebäudes verbindet. Auch dies erzeugt den Eindruck von Grösse. Im Innern des Gebäudes dient die Schiefwinkligkeit dazu, die Beziehungen zwischen den Räumen zu stärken. Es wird eine Art räumlicher Fluss erzeugt, in dem die Bewegungen geführt werden. Besonders spürbar ist dies in den Gemeinschafts- und Gangbereichen, während in den Klassenräumen die Abweichungen vom rechten Winkel kaum auffallen.

Qualitäten

An der Zurich International School Wädenswil überzeugt vor allem die Effizienz der eingesetzten Mittel. Es geht hier nicht um eine Kultivierung exquisiter Details: Materialien und Ausführung sind dem Kostenrahmen entsprechend einfach, wenn auch nicht roh. Insgesamt gelang es weitgehend, aus den eng gesteckten Bedingungen Qualitäten zu schöpfen. Vielleicht weniger bezüglich der Farbgebung: gewiss kann man die Strategie nachvollziehen, im Äussern die extreme Künstlichkeit der leichten Aussendämmung mit der giftgrünen Farbe zum Ausdruck zu bringen und dem vorgegebenen Signalrot der Fensterrahmen eine Entsprechung zu bieten. Ein gewisses Unbehagen bleibt trotzdem. Und ungeachtet dessen, ob man die einzelnen Töne mag oder nicht, würde man sich im Ganzen das «Gestaltungsmittel des armen Mannes» etwas kontrollierter eingesetzt wünschen.

Die Abweichungen von der Orthogonalität dagegen empfindet man sowohl von aussen wie auch von innen fast überall als Bereicherung: sie hilft mit, Baukörper und Räume in Spannung zu versetzen und das Gebäude genau in die Topographie einzufügen. Die zentralen Qualitäten aber sind die klare Hierarchie der Räume, die Grosszügigkeit der Eingangshalle und der Reichtum der räumlichen Beziehungen, mit denen geschickt die Kompaktheit des Bauvolumens genutzt wird."

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"Die ZIS ist eine besondere Schule: eine Art Exklave internationaler, USA geprägter Kultur hoch über dem Zürichsee. Für sie wurde mit einem minimalen Budget ein auf ihre Bedürfnisse massgeschneidertes Gebäuderealisiert, das durch räumliche Vielfalt und Grosszügigkeit überrascht.

Diese Farbe! Als schön kann man sie kaum bezeichnen, aber kein Zweifel: sie fällt auf. Das giftig leuchtende Grün steht in Kontrast zu den benachbarten Industriebauten, und es strahlt vor dem dunklen Hintergrund des Waldes.
Es beisst sich mit vielen Grüntönen der benachbarten Wiesen und Felder, nicht zu reden von den Farben des Herbstes, die zusammen mit dem Gebäude höchst ungewohnte Kombinationen bilden. Hinzu kommt flirtend das Signalrot der Fenster. Aber nicht nur die Farbe ist irritierend. Der Bau passt zwar in seiner Massstäblichkeit zu seiner Nachbarschaft mit Golf Driving Range und Gewerbebauten, aber nicht in seinem Ausdruck. Das schiefwinklige Volumen mit den leicht geneigten Dächern scheint irgendwie verzogen zu sein, ein Eindruck, der durch die unregelmässig in die Wandflächen gesetzten Fenster noch verstärkt wird. Diese grossen Öffnungen passen weder zu einem Büro  noch zu einem Gewerbebau. Eine Schule wiederum scheint nicht an diesen Ort zu passen, der zwar schön gelegen ist an der Hangkante hoch über dem Zürichsee, aber weitab von grösseren Wohngebieten.

Zurich International School - eine andere Schule

Alle diese auffälligen Merkwürdigkeiten hängen mehr oder weniger direkt mit der Bauherrschaft, der Zurich International School (ZIS), zusammen. Die ZIS ist eine der grössten englischsprachigen Privatschulen im Raum Zürich. An ihr werden vor allem Kinder unterrichtet, deren Eltern für einige Jahre in Filialen grosser internationaler Firmen tätig sind. Obwohl Kinder ab dem Vorschulalter bis zur Hochschulreife betreut werden, beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer nur rund drei Jahre. Die Ausrichtung der Schule ist betont international und multikulturell, stammen doch die Schüler aus über dreissig Nationen, wobei relativ viele aus Skandinavien, England und den USA kommen.

Im neuen Hauptgebäude in Wädenswil befindet sich die Unterstufe mit gut vierhundert Kindern im Alter von von fünf bis zwölf Jahren. Da das Einzugsgebiet weiträumig ist, werden sie mit Kleinbussen oder Privatfahrzeugen zur Schule gebracht. Die Nähe zum Autobahnanschluss ist dementsprechend wichtiger als die Nähe zum Siedlungsgebiet. Am Rand des Industriegebietes konnte das Land im Baurecht erworben werden – eine Umzonung war dank der Hilfe der Gemeinde nach einer Volksabstimmung in kürzester Zeit möglich. Ein für Schweizer Verhältnisse eher unübliches Planungsverfahren kam zur Anwendung. Die Architekten wurden aufgrund eines Studienauftrags mit Zwischenbesprechungen und extrem knappen Terminvorgaben ausgewählt, bei dem nicht zuletzt die Belastbarkeit und Flexibilität der Planungsteams geprüft wurden. Beide Eigenschaften waren in der Folge aufgrund der ungewöhnlichen Entscheidungsstrukturen von grosser Bedeutung.

Eine wichtige Rolle spielte dabei die Finanzierung. Die ZIS erhält trotz ihrer unbestrittenen Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Zürich keine öffentlichen Gelder. Als Privatschule ist sie ganz auf eigene Mittel angewiesen, insbesondere auch auf die Sponsorentätigkeit internationaler Firmen mit Sitz im Raum Zürich. Nicht nur bestand ein enormer Kostendruck - die Baukosten von 460.– Fr./m' und 2300.– Fr./m2 HNF zeugen davon -, verlangt war zudem grösste Flexibilität während des Bauprozesses. Da bei Baubeginn die Finanzierung bei weitem noch nicht vollständig gesichert war, mussten kostenwirksame Entscheide etappiert gefällt werden, abhängig davon, ob für einen bestimmten Teil des Ausbaus Gelder gefunden werden konnten oder nicht.

Die ZIS ist keine Schweizer Schule und will auch nicht als solche in Erscheinung treten. Andersartigkeit, auch im Ausdruck, war demnach ein grosses Anliegen. In vielen Bereichen gab es recht genaue Vorstellungen zur Gestaltung. Das Vermeiden von rechten Winkeln und von Sichtbeton war in diesem Sinn ebenso verbindlicher Teil des Programms wie die Verwendung von Primärfarben. Die Vorgaben gingen in Einzelfällen sogar so weit wie bei den Fenstern, deren Signalrot von Beginn an festgeschrieben war. In der Pädagogik der Schule spielt Team-Teaching eine wichtige Rolle. Die Massen sind relativ klein, der Kontakt zwischen den Einheiten der gleichen Stufe sehr eng. Dies spiegelt sich in der räumlichen Disposition der Klassenräume, die als überschaubare Unterrichtsgruppen angelegt sind. Es gibt aber auch ein starkes Bedürfnis nach einer klaren baulichen Identität. Sie ist von besonderer Bedeutung, weil die Schule für die englischsprachige Gemeinschaft in Zürich ein wichtiges Zentrum ist, dessen Ausstrahlung über das rein Schulische hinausführt. Ein aktiver Elternclub kümmert sich um die Einbindung der Eltern, für die zahlreiche Rahmenveranstaltungen stattfinden.

Drei Trakte, ein Gebäudekörper

Das Gebäude besteht aus zwei Klassentrakten und einem Verbindungsteil. So präsentiert es sich zumindest von oben, wo dem Hauptzugang ein geschützter Pausenhof vorgelagert ist. Talseits dagegen sind die Teile zu einem grossen Baukörper verschmolzen, dessen Einheit durch die Fassadengestaltung und die schiefwinklige Geometrie zusätzlich unterstrichen wird. Sie hilft mit, den Bau präzise im Gelände zu verankern. Eine flach geneigte, fast rampenartige Treppe üührt von unten hoch in eine Einkerbung im unteren Eingangsgeschoss.

Die zwei Zugänge mit je einer Vorfahrt von oben und von unten sind notwendig, um bei Schulbeginn und -schluss den Verkehrsstau auf der Zufahrtsstrasse in Grenzen zu halten und möglichst rasch die Schüler empfangen zu können. Die Zugänge liegen auf zwei Geschossen, die über eine räumliche Verschränkungund eine grosszügige Treppe miteinander verbunden sind. An die Treppenhalle, die als Foyer dient, sind der Elternclub und die grossen Gemeinschaftsräume angelagert: die Turnhalle, die sich vom unteren Eingangsgeschoss aus nochmals eine Etage nach unten entwickelt, die offene, durch Schiebewände abtrennbare Mehrzweckhalle, die ein Geschoss nach oben greift, sowie die Bibliothek, die auf der oberen Eingangsebene liegt. Grosse Fenster erlauben zwischen diesen Räumen Durchblicke in die Diagonale und in die Tiefe, bis hinaus in die Landschaft. Damit entsteht hier, im Herzen des Gebäudes, ein Eindruck von Weiträumigkeit, wie sie so eigentlich gar nicht gegeben ist. Man mag dabei vielleicht bedauern, dass die beiden in den Pausenplatz eingeschnittenen Höfe nicht besser in die Volumetrie integriert werden konnten. Das Licht aber, das unten in die Tiefe der Eingangshalle fällt, möchte man nicht missen.

Vom zentralen Bereich aus verteilen sich die Schüler in die Klassentrakte. Im Südosten sind die jüngeren Schüler untergebracht. Je sechs Zimmer, die längs der Fassade untereinander mit Türen verbunden sind, gruppieren sich hier um eine zentrale Halle, die über Fenster durch die Zimmer hindurch Licht erhält. In jedem Zimmer steht eine kleine Toiletten-Box mit Waschtisch, die in ebenso leuchtenden Farben gehalten ist wie die Zimmertüren. Im Alltag fällt dies allerdings kaum auf Die Räume werden mit Mobiliar, Zeichnungen und anderen Ausstattungen dermassen intensiv bespielt, dass Einzelheiten schlicht untergehen. Wichtig ist allerdings auch hier die Räumlichkeit: die Durchblicke quer durch das ganze Haus, durch die Türen, die meist offen stehen, und die grossen äusseren und inneren Fenster. Der zweite Fluchtweg durch die Zimmer erlaubt es, hier auch den Mittelbereich vollwertig zu nutzen. Von dieser Möglichkeit wird intensiv Gebrauch gemacht.

Im Nordwest Trakt, in dem die älteren Kinder unterrichtet werden, gibt es pro Geschoss zwei Gruppen mit drei, beziehungsweise vier Klassenriumen, denen je ein Gemeinschaftsbereich zugeordnet ist. Dieser ist jeweils als eine Ausweitung der Urschliessungszone ausformuliert, die so zu einer S-förmigen Figur wird, welche die beide Seiten des Gebäudes verbindet. Auch dies erzeugt den Eindruck von Grösse. Im Innern des Gebäudes dient die Schiefwinkligkeit dazu, die Beziehungen zwischen den Räumen zu stärken. Es wird eine Art räumlicher Fluss erzeugt, in dem die Bewegungen geführt werden. Besonders spürbar ist dies in den Gemeinschafts- und Gangbereichen, während in den Klassenräumen die Abweichungen vom rechten Winkel kaum auffallen.

Qualitäten

An der Zurich International School Wädenswil überzeugt vor allem die Effizienz der eingesetzten Mittel. Es geht hier nicht um eine Kultivierung exquisiter Details: Materialien und Ausführung sind dem Kostenrahmen entsprechend einfach, wenn auch nicht roh. Insgesamt gelang es weitgehend, aus den eng gesteckten Bedingungen Qualitäten zu schöpfen. Vielleicht weniger bezüglich der Farbgebung: gewiss kann man die Strategie nachvollziehen, im Äussern die extreme Künstlichkeit der leichten Aussendämmung mit der giftgrünen Farbe zum Ausdruck zu bringen und dem vorgegebenen Signalrot der Fensterrahmen eine Entsprechung zu bieten. Ein gewisses Unbehagen bleibt trotzdem. Und ungeachtet dessen, ob man die einzelnen Töne mag oder nicht, würde man sich im Ganzen das «Gestaltungsmittel des armen Mannes» etwas kontrollierter eingesetzt wünschen.

Die Abweichungen von der Orthogonalität dagegen empfindet man sowohl von aussen wie auch von innen fast überall als Bereicherung: sie hilft mit, Baukörper und Räume in Spannung zu versetzen und das Gebäude genau in die Topographie einzufügen. Die zentralen Qualitäten aber sind die klare Hierarchie der Räume, die Grosszügigkeit der Eingangshalle und der Reichtum der räumlichen Beziehungen, mit denen geschickt die Kompaktheit des Bauvolumens genutzt wird."

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Licht macht Schule
Faktor, 2003
Stefan Gasser Faktor 2003 037

«Äusserlich kaum verändert: Bei der Sanierung eines Sichtbetonbaus des Zürcher Architekten Fritz Schwarz in Zürich Wiedikon wurde die Fassade so wenig wie möglich angetastet. Das Hausinnere hingegen präsentiert sich komplett neu gestaltet. [...]»

Ulrike Schettler, «Beton nicht angetastet», in: Tec21, Nr. 06, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2002, S. 11–13

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«Äusserlich kaum verändert: Bei der Sanierung eines Sichtbetonbaus des Zürcher Architekten Fritz Schwarz in Zürich Wiedikon wurde die Fassade so wenig wie möglich angetastet. Das Hausinnere hingegen präsentiert sich komplett neu gestaltet. [...]»

Ulrike Schettler, «Beton nicht angetastet», in: Tec21, Nr. 06, Zürich: Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 2002, S. 11–13

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"Die International Primary School of Zurich zieht in Wädenswil ein

Wer das Gebäude mit der hellgrünen Fassade und den feuerroten Fensterrahmen im Wädenswiler Industriegebiet Fuchsenbüel betritt, dürfte sich die Augen reiben: Statt von düsteren Treppenhäusern, wie sie hierzulande in Schulbauten verbreitet sind, wird man von lichtdurchfluteten Räumen mit grosszügigen Fensterfronten empfangen. Diese gehören gemäss Paul Lieblich, Direktor der International Primary School of Zurich (IPSZ), ebenso zu einem Programm wie die Farben und die Sichtfenster, die vom Gang her Einblicke in die Räume gewähren: Transparenz und überraschende Details spiegelten das pädagogische Konzept der Schule, so Lieblich.

Gegen 19 Millionen Franken hat der von den Architekten Andreas Galli und Yvonne Rudolf (Zürich) entworfene Neubau gekostet, rund ein Viertel davon wird von Firmen gesponsert. Das Herz des Schulhauses, das im Endausbau bis zu 480 Schüler aufnimmt, bildet der Mittelbau mit Mehrzweckraum, Küche, Bibliothek, Turnhalle und Musikräumen. In den beiden Gebäudeflügeln sind die Klassenzimmer untergebracht. Das Areal an der Steinacherstrasse unweit des Autobahnzubringers Neubüel ist von der Stadt Wädenswil vor zwei Jahren gekauft und der in Kilchberg ansässigen IPSZ im Baurecht zur Verfügung gestellt worden. Nach eineinhalbjähriger Bauzeit sind nun die letzten Arbeiten im Gange. Nach den Sportferien werden Eltern und Schulbusse erstmals 390 Kinder vor der Türe absetzen, die am neuen Standort unterrichtet werden. Die 1971 gegründete International Primary School of Zurich wird von einer nicht profitorientierten Stiftung getragen und bietet rund 500 Kindern zwischen 3 und 12 Jahren aus 30 Ländern eine englischsprachige Ausbildung. Die Kosten übernehmen grösstenteils die Arbeitgeber der Eltern, die meist als Kaderleute in internationalen Unternehmen tätig sind und deshalb durchschnittlich nur für rund 3 Jahre im Land bleiben.

Schuldirektor Paul Lieblich lobt die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungs- stelle des Bezirks Horgen und den Wädenswiler Behörden. Diese hatten sich um den Herzug der Schule bemüht und versprechen sich davon einen Standortvorteil, wie Stadtpräsident Ueli Fausch auf Anfrage bestätigte. Bereits seien einige Familien zugezogen, die ihre Kinder in die IPSZ schicken werden, sagte Fausch, der sich zuversichtlich gibt, dass in nächster Zeit auf diese Zielgruppe zugeschnittener Wohnraum geschaffen werden könne. Letzten Sommer hat die IPSZ mit der in Kilchberg ansässigen American International School of Zurich (AISZ) fusioniert. Die beiden treten zukünftig als Zurich International School (ZIS) auf, ab Juli 2002 mit AISZ-Direktor Peter Mott als Gesamtleiter. Der Zusammenschluss gewährleistet unter anderem ein kontinuierliches Curriculum von der Vorschulstufe bis zum 12. Schuljahr. Auch die AISZ wird - neu als Oberstufe der ZIS - bald auf Raumsuche sein. Ein Teil ihrer rund 300 Schüler ist in Kilchberg in Provisorien untergebracht, die im August 2003 wieder entfernt werden müssen. Laut Paul Lieblich hat die Stadt Wädenswil unweit des neuen Schulhauses ein Stück Land reserviert. Ob es dort zu einem weiteren Bauvorhaben der ZIS kommt, wird Lieblich allerdings nicht mehr aktiv mitbestimmen: Seine vor knapp 7 Jahren gestartete Mission in der Schweiz wird mit der Einweihung des neuen Standorts am 8. und 9.""März beendet sein. Im Sommer wird er nach 17-jähriger Tätigkeit in Europa nach Long Island (USA) zurückkehren."

"Die International Primary School of Zurich zieht in Wädenswil ein

Wer das Gebäude mit der hellgrünen Fassade und den feuerroten Fensterrahmen im Wädenswiler Industriegebiet Fuchsenbüel betritt, dürfte sich die Augen reiben: Statt von düsteren Treppenhäusern, wie sie hierzulande in Schulbauten verbreitet sind, wird man von lichtdurchfluteten Räumen mit grosszügigen Fensterfronten empfangen. Diese gehören gemäss Paul Lieblich, Direktor der International Primary School of Zurich (IPSZ), ebenso zu einem Programm wie die Farben und die Sichtfenster, die vom Gang her Einblicke in die Räume gewähren: Transparenz und überraschende Details spiegelten das pädagogische Konzept der Schule, so Lieblich.

Gegen 19 Millionen Franken hat der von den Architekten Andreas Galli und Yvonne Rudolf (Zürich) entworfene Neubau gekostet, rund ein Viertel davon wird von Firmen gesponsert. Das Herz des Schulhauses, das im Endausbau bis zu 480 Schüler aufnimmt, bildet der Mittelbau mit Mehrzweckraum, Küche, Bibliothek, Turnhalle und Musikräumen. In den beiden Gebäudeflügeln sind die Klassenzimmer untergebracht. Das Areal an der Steinacherstrasse unweit des Autobahnzubringers Neubüel ist von der Stadt Wädenswil vor zwei Jahren gekauft und der in Kilchberg ansässigen IPSZ im Baurecht zur Verfügung gestellt worden. Nach eineinhalbjähriger Bauzeit sind nun die letzten Arbeiten im Gange. Nach den Sportferien werden Eltern und Schulbusse erstmals 390 Kinder vor der Türe absetzen, die am neuen Standort unterrichtet werden. Die 1971 gegründete International Primary School of Zurich wird von einer nicht profitorientierten Stiftung getragen und bietet rund 500 Kindern zwischen 3 und 12 Jahren aus 30 Ländern eine englischsprachige Ausbildung. Die Kosten übernehmen grösstenteils die Arbeitgeber der Eltern, die meist als Kaderleute in internationalen Unternehmen tätig sind und deshalb durchschnittlich nur für rund 3 Jahre im Land bleiben.

Schuldirektor Paul Lieblich lobt die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungs- stelle des Bezirks Horgen und den Wädenswiler Behörden. Diese hatten sich um den Herzug der Schule bemüht und versprechen sich davon einen Standortvorteil, wie Stadtpräsident Ueli Fausch auf Anfrage bestätigte. Bereits seien einige Familien zugezogen, die ihre Kinder in die IPSZ schicken werden, sagte Fausch, der sich zuversichtlich gibt, dass in nächster Zeit auf diese Zielgruppe zugeschnittener Wohnraum geschaffen werden könne. Letzten Sommer hat die IPSZ mit der in Kilchberg ansässigen American International School of Zurich (AISZ) fusioniert. Die beiden treten zukünftig als Zurich International School (ZIS) auf, ab Juli 2002 mit AISZ-Direktor Peter Mott als Gesamtleiter. Der Zusammenschluss gewährleistet unter anderem ein kontinuierliches Curriculum von der Vorschulstufe bis zum 12. Schuljahr. Auch die AISZ wird - neu als Oberstufe der ZIS - bald auf Raumsuche sein. Ein Teil ihrer rund 300 Schüler ist in Kilchberg in Provisorien untergebracht, die im August 2003 wieder entfernt werden müssen. Laut Paul Lieblich hat die Stadt Wädenswil unweit des neuen Schulhauses ein Stück Land reserviert. Ob es dort zu einem weiteren Bauvorhaben der ZIS kommt, wird Lieblich allerdings nicht mehr aktiv mitbestimmen: Seine vor knapp 7 Jahren gestartete Mission in der Schweiz wird mit der Einweihung des neuen Standorts am 8. und 9.""März beendet sein. Im Sommer wird er nach 17-jähriger Tätigkeit in Europa nach Long Island (USA) zurückkehren."

Stand der Dinge, Neustes Wohnen in Zürich
Amt für Hochbauten / Hochbaudepartement, 2002
o.A. Amt für Hochbauten / Hochbaudepartement 2002 010
Noch ein Sieger muss verlieren
Tagblatt Ostschweiz, 2002
Christian Kamm Tagblatt Ostschweiz 2002 043
Ringen um die beste Lösung
Thurgauer Zeitung, 2002
Esther Simon Thurgauer Zeitung 2002 043

"Mit dem im Herbst 1999 an uns erteilten Auftrag für die International Primary School of Zurich ein aussergewöhnliches Gebäude zu entwickeln, wurden die Keime zur Entstehung einer für schweizerische Verhältnisse untypischen Schule frühzeitig gesetzt. Seit der Fertigstellung des Rohbaus kann die planerische Absicht, die weltoffene Geisteshaltung der IPSZ auch räumlich und gestalterisch zum Ausdruck zu bringen, vor Ort erlebt werden: Mehrere Innenfenster erzeugen eine horizontale und vertikale Transparenz zwischen einzelnen Raumeinheiten und Geschossen. Grosszügige Aussenfenster ermöglichen spannende Ausblicke zur nahen und weiteren Umgebung, zum Wald und zum Golfplatz. Bei Einbruch der Dämmerung erlauben sie zudem ungehinderten Einblick ins Innenleben der Schule. Mittlerweile ist der Bauprozess soweit fortgeschritten, dass auch die Fassade allmählich ein Gesicht bekommt: Rot gerahmte, zueinander leicht verschobene Fenster kontrastieren mit dem gelbgrünen Fassadenverputz. Einzelne Betrachter mögen mit leicht irritiertem Erstaunen die im Entstehen begriffene Erscheinung des Gebäudes wahrgenommen haben. Die einen mögen Gefallen an der nicht gerade alltäglichen Farbgestaltung finden, andere fragen sich, wie man wohl auf eine solche Farbgebung kommen kann.

Mehrere Sitzungen mit der Bauherrschaft und Vertretern der Stadt sowie Bemusterungen auf der Baustelle führten zum Farbkonzept der neuen IPSZ. Primäres Ziel war dabei, den zukünftigen Schülerinnen und Schülern als adäquater Ausdruck ihrer gesunden neugierigen Lebensfreude, eine heitere und farbige Schule bereitzustellen. Trotzdem konnte es nicht darum gehen, eine nach Beliebigkeit und subjektiven Vorlieben bunte Schule zu bauen. Wie jedes Gebäude ist auch die IPSZ Teil eines gegebenen Kontextes, den es bei der Planung zu berücksichtigen gilt. Ein wichtiger Faktor bei der Festlegung der gelbgrünen Farbe war die spezielle Situation der neuen IPSZ inmitten des Industriegebietes im Fuchsenbühl. Verständlicherweise sind die Fassaden der industriellen Nachbarbauten in eher kühlen Blau- und Grautönen gehalten. Die IPSZ jedoch, als öffentliches Gebäude, darf sich von diesen abheben und eine eigene Kraft ausstrahlen. Als weiterer Faktor spielte die Farbskala der Umgebung mit den Blumenwiesen und dem dunkelgrünen Wald als Hintergrund eine grosse Rolle. Das neue Gebäude farblich in dieser von Natur geprägten Umgebung einzubetten, ohne jedoch die Natur zu imitieren, sondern viel mehr in einen spannenden Dialog mit ihr zu treten, wurde zum gestalterischen Thema. Dabei sollte der gelbgrüne Farbton so gewählt werden, dass sich das Gebäude bei jeder Witterung, Tages- und Jahreszeit in einer veränderten Farbigkeit präsentiert.

Im Sommer, wenn die Wiesen mit Löwenzahnblumen übersät sind, verschmelzt das gelbrüne Gebäude mit der Umgebung, wird Teil davon. Vom dahinterliegenden dunkelgrünen Wald hingegen hebt es sich ab und zeichnet präzise Konturen in den hellblauen Himmel. In solchen Momenten wird erkennbar, dass die flachen Dächer der überhöhten Bauteile eine parallel zur Topographie verlaufende Neigung haben. Zu schweren dunkeln Wolken eines Sommergewitters erscheint das Gebäude mit einer anmutenden Leuchtkraft. Im Herbst, wenn die umliegenden Felder ihre intensiven Farben verlieren und matt werden, tritt der Gebäudekörper erstmals in seiner eigenen Farbigkeit in Erscheinung. Die roten Fenster erinnern an die intensiven Verfärbungen der Laubblätter. An verhangenen Herbsttagen sollte die Fassade dank ihrer hellen Farbe den Nebelschleier zu durchbrechen vermögen und in einer dezenten zauberhaften Unschärfe durchschimmern. Im Winter erwarten wir, dass zusammen mit den schneebedeckten Feldern und blauem Himmel ein Farbenspiel der Leichtigkeit entsteht. Die zum Gelbgrün in komplementärem Rot gefassten Fenster setzen dabei die Akzente. Das Gebäude wird zur Reminiszenz an die unter der Schneedecke schlummernden Blumenwiesen."

"Mit dem im Herbst 1999 an uns erteilten Auftrag für die International Primary School of Zurich ein aussergewöhnliches Gebäude zu entwickeln, wurden die Keime zur Entstehung einer für schweizerische Verhältnisse untypischen Schule frühzeitig gesetzt. Seit der Fertigstellung des Rohbaus kann die planerische Absicht, die weltoffene Geisteshaltung der IPSZ auch räumlich und gestalterisch zum Ausdruck zu bringen, vor Ort erlebt werden: Mehrere Innenfenster erzeugen eine horizontale und vertikale Transparenz zwischen einzelnen Raumeinheiten und Geschossen. Grosszügige Aussenfenster ermöglichen spannende Ausblicke zur nahen und weiteren Umgebung, zum Wald und zum Golfplatz. Bei Einbruch der Dämmerung erlauben sie zudem ungehinderten Einblick ins Innenleben der Schule. Mittlerweile ist der Bauprozess soweit fortgeschritten, dass auch die Fassade allmählich ein Gesicht bekommt: Rot gerahmte, zueinander leicht verschobene Fenster kontrastieren mit dem gelbgrünen Fassadenverputz. Einzelne Betrachter mögen mit leicht irritiertem Erstaunen die im Entstehen begriffene Erscheinung des Gebäudes wahrgenommen haben. Die einen mögen Gefallen an der nicht gerade alltäglichen Farbgestaltung finden, andere fragen sich, wie man wohl auf eine solche Farbgebung kommen kann.

Mehrere Sitzungen mit der Bauherrschaft und Vertretern der Stadt sowie Bemusterungen auf der Baustelle führten zum Farbkonzept der neuen IPSZ. Primäres Ziel war dabei, den zukünftigen Schülerinnen und Schülern als adäquater Ausdruck ihrer gesunden neugierigen Lebensfreude, eine heitere und farbige Schule bereitzustellen. Trotzdem konnte es nicht darum gehen, eine nach Beliebigkeit und subjektiven Vorlieben bunte Schule zu bauen. Wie jedes Gebäude ist auch die IPSZ Teil eines gegebenen Kontextes, den es bei der Planung zu berücksichtigen gilt. Ein wichtiger Faktor bei der Festlegung der gelbgrünen Farbe war die spezielle Situation der neuen IPSZ inmitten des Industriegebietes im Fuchsenbühl. Verständlicherweise sind die Fassaden der industriellen Nachbarbauten in eher kühlen Blau- und Grautönen gehalten. Die IPSZ jedoch, als öffentliches Gebäude, darf sich von diesen abheben und eine eigene Kraft ausstrahlen. Als weiterer Faktor spielte die Farbskala der Umgebung mit den Blumenwiesen und dem dunkelgrünen Wald als Hintergrund eine grosse Rolle. Das neue Gebäude farblich in dieser von Natur geprägten Umgebung einzubetten, ohne jedoch die Natur zu imitieren, sondern viel mehr in einen spannenden Dialog mit ihr zu treten, wurde zum gestalterischen Thema. Dabei sollte der gelbgrüne Farbton so gewählt werden, dass sich das Gebäude bei jeder Witterung, Tages- und Jahreszeit in einer veränderten Farbigkeit präsentiert.

Im Sommer, wenn die Wiesen mit Löwenzahnblumen übersät sind, verschmelzt das gelbrüne Gebäude mit der Umgebung, wird Teil davon. Vom dahinterliegenden dunkelgrünen Wald hingegen hebt es sich ab und zeichnet präzise Konturen in den hellblauen Himmel. In solchen Momenten wird erkennbar, dass die flachen Dächer der überhöhten Bauteile eine parallel zur Topographie verlaufende Neigung haben. Zu schweren dunkeln Wolken eines Sommergewitters erscheint das Gebäude mit einer anmutenden Leuchtkraft. Im Herbst, wenn die umliegenden Felder ihre intensiven Farben verlieren und matt werden, tritt der Gebäudekörper erstmals in seiner eigenen Farbigkeit in Erscheinung. Die roten Fenster erinnern an die intensiven Verfärbungen der Laubblätter. An verhangenen Herbsttagen sollte die Fassade dank ihrer hellen Farbe den Nebelschleier zu durchbrechen vermögen und in einer dezenten zauberhaften Unschärfe durchschimmern. Im Winter erwarten wir, dass zusammen mit den schneebedeckten Feldern und blauem Himmel ein Farbenspiel der Leichtigkeit entsteht. Die zum Gelbgrün in komplementärem Rot gefassten Fenster setzen dabei die Akzente. Das Gebäude wird zur Reminiszenz an die unter der Schneedecke schlummernden Blumenwiesen."

"Baubeginn für neue Schulanlage im kommenden Mai

Die Primary School of Zurich wird aller Voraussicht nach im Herbst 2001 im Wädenswiler Gebiet Fuchsenbüel einen Neubau mit Platz für bis zu 480 Schülerinnen und Schüler beziehen. Ausser der Primary School hegt gegenwärtig keine andere internationale Schule im Raum Zürich Ausbaupläne, und dies zum Teil trotz Wartelisten.

Wie verschiedentlich schon berichtet, plant die International Primary School of Zurich (IPSZ), in Wädenswil eine neue Schulanlage zu errichten. Am Donnerstag abend haben die Verantwortlichen der Schule an einer Informationsveranstaltung das Projekt vorgestellt und über das weitere Vorgehen informiert. Auf einem rund 24""000 Quadratmeter grossen Grundstück an der Steinacherstrasse im Gebiet Fuchsenbüel soll eine in mehreren Etappen zu realisierende Schulanlage entstehen. In einem ersten Schritt ist die Erstellung eines Schulgebäudes geplant, das unter anderem 26 Klassenzimmer beherbergt und Raum für bis zu 480 Schülerinnen und Schüler bietet. Die Anlage weist nach Darstellung der Architekten Andreas Galli und Yvonne Rudolf (Zürich) mit 40 Prozent einen für Bauten dieser Art hohen Anteil an Gemeinschaftsräumen auf. In zwei zusätzlichen Etappen ist der Bau einer Dreifachturnhalle und die Erstellung eines Erweiterungsbaus mit weiteren 9""Klassenzimmern vorgesehen. Die Schulanlage ist im Endausbau für die Aufnahme von bis zu 600 Schülerinnen und Schüler konzipiert. Die Baubewilligung für die Umsetzung der 1.""Etappe wurde Anfang Januar erteilt (NZZ 14.""1.""00), so dass mit dem Bau aller Voraussicht nach - mit Rekursen wird nicht gerechnet - im Mai begonnen werden kann. Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2001 zum Abschluss kommen. Die Kosten für die Realisierung des Schulgebäudes im Rahmen der 1.""Etappe sind mit 15 Millionen Franken veranschlagt, wovon ein Drittel mit Spenden gedeckt werden soll. Bis heute sind 3,3 Millionen Franken an Spenden und Zusagen eingegangen, wie Schuldirektor Paul Lieblich in einem Gespräch ausführte. An der Primary School werden Kinder im Alter zwischen 3 und 12 Jahren aus über 30 Nationen unterrichtet, deren Eltern zumeist als Führungskräfte für internationale Unternehmen tätig sind und ihren Arbeitsplatz vorübergehend in der Schweiz haben. Bei der Primary School handelt es sich um eine private Einrichtung, die keine staatliche Unterstützung geniesst.

Mit der Errichtung eines Neubaus trägt die Primary School der steigenden Nachfrage nach Schulplätzen Rechnung. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler von 160 auf gegenwärtig 335 gestiegen. In Kilchberg, wo die Schule seit 1981 angesiedelt ist, herrscht seit einiger Zeit schon Raumnot. Der Grossteil der Schüler wird heute in einem Provisorium in Gattikon unterrichtet. Die Schule war stets bestrebt, den Betrieb wieder  an einem Ort zusammenzuführen. Pläne, am Standort Kilchberg eine bauliche Erweiterung vorzunehmen, wurden im März 1998 von der Kilchberger Stimmbürgerschaft vereitelt. Von den übrigen im Raum Zürich angesiedelten internationalen Schulen hegt derzeit keine Ausbaupläne, und dies zum Teil trotz Wartelisten. Die ebenfalls in Kilchberg angesiedelte American International School of Zurich (AISZ) mit Platz für bis zu 265 Schülerinnen und Schüler ist derzeit ausgelastet, wie Schulleiter Peter C.""Mott auf Anfrage erklärte. Engpässe aber bestünden momentan nicht. Mit einer zeitlichen Verzögerung von ein paar Jahren dürfte sich nach Meinung von Mott aber der gegenwärtige starke Andrang zur Primary School auch an der Amerikanerschule bemerkbar machen; 90 Prozent der Absolventen der Primary School setzen ihre Ausbildung nämlich an der AISZ fort, wo Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 18 Jahren unterrichtet werden. Sollte der Platz auch an der Amerikanerschule dereinst knapp werden, wäre dannzumal laut Mott die Verlegung einzelner Klassen an die Primary School in Wädenswil denkbar. Nicht zur Diskussion stehe indes die Aufgabe des Standortes Kilchberg, betonte der Schulleiter. Dort ist erst 1994 eine Erweiterung der Anlage zum Abschluss gekommen.

Für die Inter-Community School in Zumikon, wo gegenwärtig rund 640 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 3 und 19 Jahren unterrichtet werden, sind Ausbaupläne derzeit ebenfalls kein Thema. Wie Business Manager Margrit Rosenfelder gegenüber der NZZ erklärte, übersteigt die Nachfrage zwar das Angebot. Wenn trotz Warteliste derzeit nicht an eine Erweiterung gedacht werde, so deshalb, weil ein Wachstum der Schule nicht unbedingt als sinnvoll erachtet werde und am gegenwärtigen Standort ohnehin keine Ausbaumöglichkeiten mehr bestünden. Die noch vorhandenen Reserven wurden mit der Errichtung eines Neubaus, der im kommenden März bezogen wird, ausgeschöpft. Der Neubau dient lediglich als Ersatz für bisherige Provisorien; ein Ausbau ist damit nicht verbunden. Noch über freie Kapazitäten verfügt hingegen die Wallisellen International School, die erst im vergangenen August ihren Betrieb aufgenommen hat. Nach Angaben von Schuldirektor Bob Dwyer werden derzeit 26 Kinder im Alter zwischen 3 und 11 Jahren unterrichtet."

"Baubeginn für neue Schulanlage im kommenden Mai

Die Primary School of Zurich wird aller Voraussicht nach im Herbst 2001 im Wädenswiler Gebiet Fuchsenbüel einen Neubau mit Platz für bis zu 480 Schülerinnen und Schüler beziehen. Ausser der Primary School hegt gegenwärtig keine andere internationale Schule im Raum Zürich Ausbaupläne, und dies zum Teil trotz Wartelisten.

Wie verschiedentlich schon berichtet, plant die International Primary School of Zurich (IPSZ), in Wädenswil eine neue Schulanlage zu errichten. Am Donnerstag abend haben die Verantwortlichen der Schule an einer Informationsveranstaltung das Projekt vorgestellt und über das weitere Vorgehen informiert. Auf einem rund 24""000 Quadratmeter grossen Grundstück an der Steinacherstrasse im Gebiet Fuchsenbüel soll eine in mehreren Etappen zu realisierende Schulanlage entstehen. In einem ersten Schritt ist die Erstellung eines Schulgebäudes geplant, das unter anderem 26 Klassenzimmer beherbergt und Raum für bis zu 480 Schülerinnen und Schüler bietet. Die Anlage weist nach Darstellung der Architekten Andreas Galli und Yvonne Rudolf (Zürich) mit 40 Prozent einen für Bauten dieser Art hohen Anteil an Gemeinschaftsräumen auf. In zwei zusätzlichen Etappen ist der Bau einer Dreifachturnhalle und die Erstellung eines Erweiterungsbaus mit weiteren 9""Klassenzimmern vorgesehen. Die Schulanlage ist im Endausbau für die Aufnahme von bis zu 600 Schülerinnen und Schüler konzipiert. Die Baubewilligung für die Umsetzung der 1.""Etappe wurde Anfang Januar erteilt (NZZ 14.""1.""00), so dass mit dem Bau aller Voraussicht nach - mit Rekursen wird nicht gerechnet - im Mai begonnen werden kann. Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2001 zum Abschluss kommen. Die Kosten für die Realisierung des Schulgebäudes im Rahmen der 1.""Etappe sind mit 15 Millionen Franken veranschlagt, wovon ein Drittel mit Spenden gedeckt werden soll. Bis heute sind 3,3 Millionen Franken an Spenden und Zusagen eingegangen, wie Schuldirektor Paul Lieblich in einem Gespräch ausführte. An der Primary School werden Kinder im Alter zwischen 3 und 12 Jahren aus über 30 Nationen unterrichtet, deren Eltern zumeist als Führungskräfte für internationale Unternehmen tätig sind und ihren Arbeitsplatz vorübergehend in der Schweiz haben. Bei der Primary School handelt es sich um eine private Einrichtung, die keine staatliche Unterstützung geniesst.

Mit der Errichtung eines Neubaus trägt die Primary School der steigenden Nachfrage nach Schulplätzen Rechnung. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler von 160 auf gegenwärtig 335 gestiegen. In Kilchberg, wo die Schule seit 1981 angesiedelt ist, herrscht seit einiger Zeit schon Raumnot. Der Grossteil der Schüler wird heute in einem Provisorium in Gattikon unterrichtet. Die Schule war stets bestrebt, den Betrieb wieder  an einem Ort zusammenzuführen. Pläne, am Standort Kilchberg eine bauliche Erweiterung vorzunehmen, wurden im März 1998 von der Kilchberger Stimmbürgerschaft vereitelt. Von den übrigen im Raum Zürich angesiedelten internationalen Schulen hegt derzeit keine Ausbaupläne, und dies zum Teil trotz Wartelisten. Die ebenfalls in Kilchberg angesiedelte American International School of Zurich (AISZ) mit Platz für bis zu 265 Schülerinnen und Schüler ist derzeit ausgelastet, wie Schulleiter Peter C.""Mott auf Anfrage erklärte. Engpässe aber bestünden momentan nicht. Mit einer zeitlichen Verzögerung von ein paar Jahren dürfte sich nach Meinung von Mott aber der gegenwärtige starke Andrang zur Primary School auch an der Amerikanerschule bemerkbar machen; 90 Prozent der Absolventen der Primary School setzen ihre Ausbildung nämlich an der AISZ fort, wo Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 18 Jahren unterrichtet werden. Sollte der Platz auch an der Amerikanerschule dereinst knapp werden, wäre dannzumal laut Mott die Verlegung einzelner Klassen an die Primary School in Wädenswil denkbar. Nicht zur Diskussion stehe indes die Aufgabe des Standortes Kilchberg, betonte der Schulleiter. Dort ist erst 1994 eine Erweiterung der Anlage zum Abschluss gekommen.

Für die Inter-Community School in Zumikon, wo gegenwärtig rund 640 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 3 und 19 Jahren unterrichtet werden, sind Ausbaupläne derzeit ebenfalls kein Thema. Wie Business Manager Margrit Rosenfelder gegenüber der NZZ erklärte, übersteigt die Nachfrage zwar das Angebot. Wenn trotz Warteliste derzeit nicht an eine Erweiterung gedacht werde, so deshalb, weil ein Wachstum der Schule nicht unbedingt als sinnvoll erachtet werde und am gegenwärtigen Standort ohnehin keine Ausbaumöglichkeiten mehr bestünden. Die noch vorhandenen Reserven wurden mit der Errichtung eines Neubaus, der im kommenden März bezogen wird, ausgeschöpft. Der Neubau dient lediglich als Ersatz für bisherige Provisorien; ein Ausbau ist damit nicht verbunden. Noch über freie Kapazitäten verfügt hingegen die Wallisellen International School, die erst im vergangenen August ihren Betrieb aufgenommen hat. Nach Angaben von Schuldirektor Bob Dwyer werden derzeit 26 Kinder im Alter zwischen 3 und 11 Jahren unterrichtet."

Bezirksgebäude Dietikon
Aktuelle Wettbewerbs Scene, 1999
o.A. Aktuelle Wettbewerbs Scene 1999 001

"Junge Schweizer Architekten Arbeiten von Andreas Galli und Rudolf Moser

Heute gehen die Zürcher Architekten Andreas Galli und Rudolf Moser ihre eigenen Wege, doch sind in den Jahren gemeinsamer Arbeit zwei bemerkenswerte Bauten entstanden: ein Doppelhaus in Busswil und eine Schulhauserweiterung in Bülach. Weniger die Architektur als Objekt interessiert sie als vielmehr die Möglichkeit, «den Neubau so zu modellieren, dass die neu geschaffene Situation durch eine bewusst erzeugte Spannung bereichert wird».

Einen unspektakulären Altbau durch Formenopulenz oder architektonische Invention zu übertrumpfen und in den Schatten zu stellen, ist kein Kunststück. Als weitaus schwieriger stellt sich der Versuch dar, das Neue einzufügen, denn der Grat zwischen dem Abgrund der Selbstverleugnung und der Untiefe der Anpassung ist schmal. In Bülach haben die Zürcher Architekten Andreas Galli und Rudolf Moser den rechten Weg gefunden: ein winkelförmiger Baukörper – bestehend aus einem zweigeschossigen Klassentrakt und der Turnhalle mit vorgelagerter Eingangshalle – greift die orthogonale Struktur der bestehenden Bauten auf und arrondiert das Areal, so dass ein grosszügiger Pausenbereich entsteht. Auch wenn die Proportionierung der hinzugefügten Volumina auf die Schulgebäude der fünfziger Jahre abgestimmt ist, setzten die Architekten hinsichtlich der Materialwahl und Farbgebung auf Kontrast: dem rotbraunen Klinker antwortet nun eine klare, deutlich zeitgenössische Betonstruktur, die umlaufend mit grossformatigen blaugrünen Faserzementplatten verkleidet wurde.

Einen bestimmenden Akzent verleiht dem Gebäude überdies die überzeugende Intervention des Kölner Künstlers Stefan Steiner. Dieser färbte die beiden hinter der Glasfassade des Sporthallen- und Eingangstraktes sichtbaren Wände rot. Beim näheren Hinsehen lassen die nachts magisch strahlenden Farbflächen den Pinselstrich des lasierenden Farbauftrags erkennen. In weitausholenden, ondulierenden Gesten übermalte Steiner den rigiden Raster der im Sichtbeton abgedrückten Verschalungsplatten und rückt ihn dadurch verfremdet ins Licht. Die in kontrastierenden Farbtönen gehaltenen Füllungen der Bundlöcher – Steiner nennt sie «Korallen» – gaben der Arbeit den Namen «Korallenrot», der auch in grossformatigen Versalien in die Fensterzone des Erdgeschosses eingeätzt wurde. Architektur und Kunst treten in einen spannungsvollen Dialog.

Wettbewerb (1991) und Fertigstellung (1997) der Schule in Bülach markieren auch die Eckpunkte der sechsjährigen Zusammenarbeit von Andreas Galli und Rudolf Moser, die beide 1958 geboren wurden und ihr Diplom an der ETH Zürich absolvierten. In dieser Zeit entstand auch das Doppelhaus in Busswil. Der 1995 realisierte Bau behandelt das Thema der Einpassung. Der Kontext bestand in diesem Fall aus einer nicht unbedingt attraktiven, aber gleichwohl typischen ländlichen Einfamilienhaussiedlung in der sanften Hügellandschaft des Thurgaus. Reizvoll wurde dieses Ambiente dadurch, dass das zur Verfügung stehende Grundstück am Rand der Bebauungszone lag und den Architekten somit die Möglichkeit bot, an der Schnittstelle zwischen Natur und Zivilisation zu operieren. Die Vorgaben der Gestaltungssatzung – Anordnung der Gebäude parallel zu den Höhenlinien, «Satteldach» – mussten befolgt werden, und so wirkt das zweigeschossige, ziegelgedeckte Volumen mit seinen Dachüberständen bewusst unspektakulär und durchaus kompatibel mit der ländlichen Gegend. Ein kleiner Knick, der auf den etwas hangabwärts fliessenden Bach zu reagieren scheint, trennt die beiden Teile des Hauses, die analog aufgebaut sind: unten ein von einem grossen Fenster belichteter Wohnbereich, oben zwei oder drei private Räume; vorgelagert im Norden Erschliessungs- und Funktionsräume. Nichts Aufregendes, keine Architektur, welche die Blicke der Passanten erzwingt, und doch, nicht zuletzt dank der Detaillierung und Qualität der Verarbeitung, ein Gebäude, welches das übliche Einerlei der Einfamilienhausquartiere mühelos aussticht.

Im Jahre 1997 beendeten Galli und Moser ihre Zusammenarbeit. Moser betreibt seither ein eigenes Büro in Zürich und gewann zuletzt den 4. Preis im Projektwettbewerb Ecole Cycle d'Orientation de la Gruyère in Tour-de-Trême; Galli, seit 1995 Dozent an der Fachhochschule beider Basel in Muttenz, gründete ein ebenfalls in Zürich ansässiges Büro gemeinsam mit Yvonne Rudolf. In diesem Jahr gewann das Team den Wettbewerb für die International Primary School of Zurich; das Baugesuch ist derzeit in Bearbeitung.

Galli und Moser stellen im Rahmen eines Vortrags ihre Arbeiten am 8.September im Architekturforum Zürich vor."

"Junge Schweizer Architekten Arbeiten von Andreas Galli und Rudolf Moser

Heute gehen die Zürcher Architekten Andreas Galli und Rudolf Moser ihre eigenen Wege, doch sind in den Jahren gemeinsamer Arbeit zwei bemerkenswerte Bauten entstanden: ein Doppelhaus in Busswil und eine Schulhauserweiterung in Bülach. Weniger die Architektur als Objekt interessiert sie als vielmehr die Möglichkeit, «den Neubau so zu modellieren, dass die neu geschaffene Situation durch eine bewusst erzeugte Spannung bereichert wird».

Einen unspektakulären Altbau durch Formenopulenz oder architektonische Invention zu übertrumpfen und in den Schatten zu stellen, ist kein Kunststück. Als weitaus schwieriger stellt sich der Versuch dar, das Neue einzufügen, denn der Grat zwischen dem Abgrund der Selbstverleugnung und der Untiefe der Anpassung ist schmal. In Bülach haben die Zürcher Architekten Andreas Galli und Rudolf Moser den rechten Weg gefunden: ein winkelförmiger Baukörper – bestehend aus einem zweigeschossigen Klassentrakt und der Turnhalle mit vorgelagerter Eingangshalle – greift die orthogonale Struktur der bestehenden Bauten auf und arrondiert das Areal, so dass ein grosszügiger Pausenbereich entsteht. Auch wenn die Proportionierung der hinzugefügten Volumina auf die Schulgebäude der fünfziger Jahre abgestimmt ist, setzten die Architekten hinsichtlich der Materialwahl und Farbgebung auf Kontrast: dem rotbraunen Klinker antwortet nun eine klare, deutlich zeitgenössische Betonstruktur, die umlaufend mit grossformatigen blaugrünen Faserzementplatten verkleidet wurde.

Einen bestimmenden Akzent verleiht dem Gebäude überdies die überzeugende Intervention des Kölner Künstlers Stefan Steiner. Dieser färbte die beiden hinter der Glasfassade des Sporthallen- und Eingangstraktes sichtbaren Wände rot. Beim näheren Hinsehen lassen die nachts magisch strahlenden Farbflächen den Pinselstrich des lasierenden Farbauftrags erkennen. In weitausholenden, ondulierenden Gesten übermalte Steiner den rigiden Raster der im Sichtbeton abgedrückten Verschalungsplatten und rückt ihn dadurch verfremdet ins Licht. Die in kontrastierenden Farbtönen gehaltenen Füllungen der Bundlöcher – Steiner nennt sie «Korallen» – gaben der Arbeit den Namen «Korallenrot», der auch in grossformatigen Versalien in die Fensterzone des Erdgeschosses eingeätzt wurde. Architektur und Kunst treten in einen spannungsvollen Dialog.

Wettbewerb (1991) und Fertigstellung (1997) der Schule in Bülach markieren auch die Eckpunkte der sechsjährigen Zusammenarbeit von Andreas Galli und Rudolf Moser, die beide 1958 geboren wurden und ihr Diplom an der ETH Zürich absolvierten. In dieser Zeit entstand auch das Doppelhaus in Busswil. Der 1995 realisierte Bau behandelt das Thema der Einpassung. Der Kontext bestand in diesem Fall aus einer nicht unbedingt attraktiven, aber gleichwohl typischen ländlichen Einfamilienhaussiedlung in der sanften Hügellandschaft des Thurgaus. Reizvoll wurde dieses Ambiente dadurch, dass das zur Verfügung stehende Grundstück am Rand der Bebauungszone lag und den Architekten somit die Möglichkeit bot, an der Schnittstelle zwischen Natur und Zivilisation zu operieren. Die Vorgaben der Gestaltungssatzung – Anordnung der Gebäude parallel zu den Höhenlinien, «Satteldach» – mussten befolgt werden, und so wirkt das zweigeschossige, ziegelgedeckte Volumen mit seinen Dachüberständen bewusst unspektakulär und durchaus kompatibel mit der ländlichen Gegend. Ein kleiner Knick, der auf den etwas hangabwärts fliessenden Bach zu reagieren scheint, trennt die beiden Teile des Hauses, die analog aufgebaut sind: unten ein von einem grossen Fenster belichteter Wohnbereich, oben zwei oder drei private Räume; vorgelagert im Norden Erschliessungs- und Funktionsräume. Nichts Aufregendes, keine Architektur, welche die Blicke der Passanten erzwingt, und doch, nicht zuletzt dank der Detaillierung und Qualität der Verarbeitung, ein Gebäude, welches das übliche Einerlei der Einfamilienhausquartiere mühelos aussticht.

Im Jahre 1997 beendeten Galli und Moser ihre Zusammenarbeit. Moser betreibt seither ein eigenes Büro in Zürich und gewann zuletzt den 4. Preis im Projektwettbewerb Ecole Cycle d'Orientation de la Gruyère in Tour-de-Trême; Galli, seit 1995 Dozent an der Fachhochschule beider Basel in Muttenz, gründete ein ebenfalls in Zürich ansässiges Büro gemeinsam mit Yvonne Rudolf. In diesem Jahr gewann das Team den Wettbewerb für die International Primary School of Zurich; das Baugesuch ist derzeit in Bearbeitung.

Galli und Moser stellen im Rahmen eines Vortrags ihre Arbeiten am 8.September im Architekturforum Zürich vor."

«Als der Autor erstmals vernahm, dass der Künstler Stefan Steiner, dessen malerisches Werk er seit einigen Jahren verfolgt, ein Kunst-am-Bau-Projekt angenommen hatte, fragte er sich insgeheim, wie das denn funktionieren sollte: die Verbindung einer sensiblen, auf sich bezogenen Malgeste mit einer Betonarchitektur? [...]»

Roland Scotti, «Korallenroth - Korallenroth» in: Archithese Nr. 05, Zürich: archithese Verlagsgesellschaft mbH, Verband freierwerbender Schweizer Architekten (fsai), 1998, S. 36–39

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«Als der Autor erstmals vernahm, dass der Künstler Stefan Steiner, dessen malerisches Werk er seit einigen Jahren verfolgt, ein Kunst-am-Bau-Projekt angenommen hatte, fragte er sich insgeheim, wie das denn funktionieren sollte: die Verbindung einer sensiblen, auf sich bezogenen Malgeste mit einer Betonarchitektur? [...]»

Roland Scotti, «Korallenroth - Korallenroth» in: Archithese Nr. 05, Zürich: archithese Verlagsgesellschaft mbH, Verband freierwerbender Schweizer Architekten (fsai), 1998, S. 36–39

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"Ein einfaches und kostengünstiges Doppelhaus in einem Einfamilienhaus- quartier eines mittelländischen Dorfes: daran ist an sich nichts Aussergewöhnliches. Aussergewöhnlich ist aber die Sensibilität, mit der aus der Möltäglichkeit der Bauaufgabe und des Ortes ein vielfältiges und reiches Ganzes entwickelt worden ist. 

Ort

Der Ort des Hauses ist einerseits geprägt durch die hügelige Landschaft, andererseits durch die Bebauung des Einfamilienhausquartiers, an dessen Rand er liegt. Ein kleiner Bach an der Parzellengrenze formt, von Bäumen und Büschen gesäumt, eine sanfte Furche im nach Südosten abfallenden Gelände. Der Blick öffnet sich in eine für den Thurgau typische Hügellandschaft, die einerseits relativ kleinräumig gegliedert ist, andererseits doch einen weiten Himmel hat, weil hohe Berge fehlen. Erst weit hinter einem lieblichen Tal ist fern am Horizont das Säntis-Massiv zu sehen. Die Bebauung der Umgebung ist so heterogen wie man dies in einem «ländlichen» Einfamilienhausquartier erwarten kann, obwohl ihm ein Gestaltungsplan zugrunde liegt, der insbesondere Giebeldächer parallel zu den Höhenlinien vorschreibt. Das Haus Galli/Schrepfer nimmt diese Vorgabe beim Wort und begleitet die feine Terrainmodulierung der Parzelle. Es orientiert sich so, der Hauptrichtung des Hanges leicht abgedreht auf den Nahraum des Baches, den es mit einem leichten Knick räumlich fasst. Der Sockel, der mit Garagen, Sitzplatz und Laube über das Haus hinausführt, ergänzt diese Bewegung mit einem Gegenschwung und stellt den Anschluss zur Hauptrichtung des Hanges, zur Strasse und der umgebenden Bebauung her. Der Knick im Haus markiert die beiden leicht unterschiedlich grossen Hausteile, doch verstärkt er erstaunlicherweise gleichzeitig die Prägnanz des Baukörpers und damit seine Ganzheit. Diese wird zusätzlich durch das ruhige, allseitig auskragende Ziegeldach unterstrichen, vor allem aber durch die Fassadengestaltung, die nach Norden und Süden unterschiedlich mit Symmetrie und Asymmetrie spielt. Die Fenster liegen - mit Ausnahme der seitlichen Fenstertüren - aussen bündig, wodurch das Volumen betont wird. Nach Süden sind die Öffnungen in Reihen angeordnet. die von Geschoss zu Geschoss leicht zueinander verschoben sind, wodurch die Fenster den Knick als zentrale Bezugsachse gleichsam umtanzen. Nach Norden wird mit den beiden markant gerahmten Eingängen und der Beinahe-Symmetrie der Fassade eher die aufeinander bezogene Zweiteilung thematisiert. Die zwei Regenrohre liegen hier «mittig» nebeneinander, während sie nach Süden ganz aussen liegen. Dieser Wechsel unterstreicht den Gegensatz von Konvex und Konkav und damit die raumfassende Geste des Baukörpers hin zum Bach.  

Räume, Fenster

Der Knick, für die Erscheinung des Baukörpers prägend, ist in den Innenräumen kaum spürbar: zu gering ist die Abweichung vom rechten Winkel. Die Einteilung des Hauses ist einfach und entspricht der konventionellen Massivbauweise. Im Süden liegen ein grosser Wohnraum im Erdgeschoss und die Zimmer im Obergeschoss. ergänzt durch eine dienende Raumschicht im Norden. Trotz des durchaus konventionellen Grundrisses ist die räumliche Vielfalt des Hauses verblüffend, nicht zuletzt, weil seine spezifische Lage für unterschiedliche Aussenbezüge optimal genutzt wird. Im Norden bilden Treppe. Gang und die sich daraus öffnende Küche und oder Arbeitsbereich einen «fliessenden» Raum, in den die Nasszellen eingestellt sind. Im Kontrast dazu sind die Zimmer im Obergeschoss eher introvertiert und in sich geschlossen. Aus ihnen öffnet sich der Blick konzentriert durch das Fenster wie auf ein gerahmtes Bild in die Weite der Landschaft: über das Dorf hinweg in ein nahes Naturschutzgebiet und die Hügellandschaft, bei gutem Wetter gar bis auf den Säntis am Horizont. Nochmals anders ist der Charakter des Wohnraumes im Erdgeschoss. Auch er ist zwar klar gefasst, doch über längsrechteckigem Grundriss deutlich gerichtet: ein weiter, offener Raum, der sich auf intime, umfasste Aussenräume hin öffnet. Zwei unterschiedliche Fenster versetzen ihn in Spannung, schaffen ein differenziertes Licht und eine Zonierung des Raumes. In Längsrichtung führt eine Fenstertüre auf die Terrasse bzw. in eine Laube, in Querrichtung öffnet sich der Blick über ein riesiges Fenster mit Schiebeflügel auf den nahen Bach und die ihn begleitenden Bäume und Büsche. Wesentlich ist, dass das grosse Fenster nicht an der Stirne, sondern seitlich im Raum liegt. Anders als zum Beispiel im Dachaufbau von Giuliani und Hönger in St. Moritz (vgl. Archithese 1/93) wird der Raum hier nicht auf die Aussicht fokussiert. Der Aussenbezug bleibt vielmehr undramatisch und ergibt sich gleichsam beiläufig. Auch wenn bei geöffnetem Fenster im Inneren beinahe der Eindruck eines geschützten Aussenraumes entsteht, bleibt doch der grosszügige, aber eher introvertierte Charakter des Raumes gewahrt.

Materialien

Mit Betonsockel, hellem Verputz und Holzfenstern stellt sich das Haus Galli/Schrepfer in keiner Weise gegen die Konventionen des Quartiers, in dem weiss gestrichene Häuser mit Teilen aus Holz dominieren. Der ungesinterte mineralische Putz mit seiner hellen, blau-grauen Tönung erscheint je nach Licht und Feuchtigkeit fast weiss, blau oder grau. Seine Farbe findet im Innenraum ein Echo im Boden des Erdgeschosses aus bläulichem Aargauer Muschelkalk. Der warme Gelbton der Fenster vermittelt zwischen dem wohnlichen Inneren und dem eher kühlen Äusseren. Eine getönte Lasur schützt das Holz, verhindert das witterungsbedingte Vergrauen und vermag gleichzeitig, die aus technischen und ökonomischen Gründen unterschiedlichen Hölzer farblich zusammenzubinden. Es zeigt sich in dieser einfachen Massnahme, dass nicht konstruktive «Reinheit» angestrebt worden ist, sondern vielmehr eine gewisse Normalität, die den ökonomischen Gegebenheiten und der Bescheidenheit der Bauaufgabe angemessen ist. Dies zeigt sich selbst beim grossen Fenster im Wohnraum, dem aussergewöhnlichsten Bauteil des Hauses. Mit dem aussenliegenden Kasten der Storen wurde zwar eine eher unübliche Konstruktionsweise gewählt. Sie hat aber den Vorteil, ohne konstruktive Akrobatik mit dem Holz der Laibungen im Innenraum überall gleich schlank bleiben zu können, was für den rahmenden Charakter des Fensters entscheidend ist. Gleichzeitig wurde darauf verzichtet, die Führungsschienen für den Schiebeflügel und die Storen zu versenken. Sie bilden aussen zusammen mit einem minimierten Wetterschenkel einen feinen Rahmen aus Aluminium, der jedoch die Einheit des Holzfensters kaum stört. Wie bei allen Fenstern liegt auch hier ein Rohladen als Sonnenschutz aussen flächenbündig im Rahmen. Er ist aus gleich behandeltem Holz wie die anderen Teile des Fensters gefertigt und unterstreicht so seine Einheit und – in geschlossenem Zustand – die Kompaktheit des Hauses.
Vaters Haus Das Haus Galli/Schrepfer stellt sich nicht gegen die Normalität seiner Umgebung. Obgleich blau, ist es nicht das Blaue Haus und obgleich anders als die Häuser des Quartiers, trägt es seine Andersartigkeit nicht zu Markte. Dies entspricht dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Vater als Bauherrn, dessen Leben in dem Haus Platz finden soll, und gegenüber dem Ort, der aus der eigenen Kindheit mit Erinnerungen und Erfahrungen aufgeladen ist. In diesem Sinn ist das Haus ein freundliches Haus, das sich unsentimental, aber mit Zärtlichkeit der Realität des Alltags stellt."

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"Ein einfaches und kostengünstiges Doppelhaus in einem Einfamilienhaus- quartier eines mittelländischen Dorfes: daran ist an sich nichts Aussergewöhnliches. Aussergewöhnlich ist aber die Sensibilität, mit der aus der Möltäglichkeit der Bauaufgabe und des Ortes ein vielfältiges und reiches Ganzes entwickelt worden ist. 

Ort

Der Ort des Hauses ist einerseits geprägt durch die hügelige Landschaft, andererseits durch die Bebauung des Einfamilienhausquartiers, an dessen Rand er liegt. Ein kleiner Bach an der Parzellengrenze formt, von Bäumen und Büschen gesäumt, eine sanfte Furche im nach Südosten abfallenden Gelände. Der Blick öffnet sich in eine für den Thurgau typische Hügellandschaft, die einerseits relativ kleinräumig gegliedert ist, andererseits doch einen weiten Himmel hat, weil hohe Berge fehlen. Erst weit hinter einem lieblichen Tal ist fern am Horizont das Säntis-Massiv zu sehen. Die Bebauung der Umgebung ist so heterogen wie man dies in einem «ländlichen» Einfamilienhausquartier erwarten kann, obwohl ihm ein Gestaltungsplan zugrunde liegt, der insbesondere Giebeldächer parallel zu den Höhenlinien vorschreibt. Das Haus Galli/Schrepfer nimmt diese Vorgabe beim Wort und begleitet die feine Terrainmodulierung der Parzelle. Es orientiert sich so, der Hauptrichtung des Hanges leicht abgedreht auf den Nahraum des Baches, den es mit einem leichten Knick räumlich fasst. Der Sockel, der mit Garagen, Sitzplatz und Laube über das Haus hinausführt, ergänzt diese Bewegung mit einem Gegenschwung und stellt den Anschluss zur Hauptrichtung des Hanges, zur Strasse und der umgebenden Bebauung her. Der Knick im Haus markiert die beiden leicht unterschiedlich grossen Hausteile, doch verstärkt er erstaunlicherweise gleichzeitig die Prägnanz des Baukörpers und damit seine Ganzheit. Diese wird zusätzlich durch das ruhige, allseitig auskragende Ziegeldach unterstrichen, vor allem aber durch die Fassadengestaltung, die nach Norden und Süden unterschiedlich mit Symmetrie und Asymmetrie spielt. Die Fenster liegen - mit Ausnahme der seitlichen Fenstertüren - aussen bündig, wodurch das Volumen betont wird. Nach Süden sind die Öffnungen in Reihen angeordnet. die von Geschoss zu Geschoss leicht zueinander verschoben sind, wodurch die Fenster den Knick als zentrale Bezugsachse gleichsam umtanzen. Nach Norden wird mit den beiden markant gerahmten Eingängen und der Beinahe-Symmetrie der Fassade eher die aufeinander bezogene Zweiteilung thematisiert. Die zwei Regenrohre liegen hier «mittig» nebeneinander, während sie nach Süden ganz aussen liegen. Dieser Wechsel unterstreicht den Gegensatz von Konvex und Konkav und damit die raumfassende Geste des Baukörpers hin zum Bach.  

Räume, Fenster

Der Knick, für die Erscheinung des Baukörpers prägend, ist in den Innenräumen kaum spürbar: zu gering ist die Abweichung vom rechten Winkel. Die Einteilung des Hauses ist einfach und entspricht der konventionellen Massivbauweise. Im Süden liegen ein grosser Wohnraum im Erdgeschoss und die Zimmer im Obergeschoss. ergänzt durch eine dienende Raumschicht im Norden. Trotz des durchaus konventionellen Grundrisses ist die räumliche Vielfalt des Hauses verblüffend, nicht zuletzt, weil seine spezifische Lage für unterschiedliche Aussenbezüge optimal genutzt wird. Im Norden bilden Treppe. Gang und die sich daraus öffnende Küche und oder Arbeitsbereich einen «fliessenden» Raum, in den die Nasszellen eingestellt sind. Im Kontrast dazu sind die Zimmer im Obergeschoss eher introvertiert und in sich geschlossen. Aus ihnen öffnet sich der Blick konzentriert durch das Fenster wie auf ein gerahmtes Bild in die Weite der Landschaft: über das Dorf hinweg in ein nahes Naturschutzgebiet und die Hügellandschaft, bei gutem Wetter gar bis auf den Säntis am Horizont. Nochmals anders ist der Charakter des Wohnraumes im Erdgeschoss. Auch er ist zwar klar gefasst, doch über längsrechteckigem Grundriss deutlich gerichtet: ein weiter, offener Raum, der sich auf intime, umfasste Aussenräume hin öffnet. Zwei unterschiedliche Fenster versetzen ihn in Spannung, schaffen ein differenziertes Licht und eine Zonierung des Raumes. In Längsrichtung führt eine Fenstertüre auf die Terrasse bzw. in eine Laube, in Querrichtung öffnet sich der Blick über ein riesiges Fenster mit Schiebeflügel auf den nahen Bach und die ihn begleitenden Bäume und Büsche. Wesentlich ist, dass das grosse Fenster nicht an der Stirne, sondern seitlich im Raum liegt. Anders als zum Beispiel im Dachaufbau von Giuliani und Hönger in St. Moritz (vgl. Archithese 1/93) wird der Raum hier nicht auf die Aussicht fokussiert. Der Aussenbezug bleibt vielmehr undramatisch und ergibt sich gleichsam beiläufig. Auch wenn bei geöffnetem Fenster im Inneren beinahe der Eindruck eines geschützten Aussenraumes entsteht, bleibt doch der grosszügige, aber eher introvertierte Charakter des Raumes gewahrt.

Materialien

Mit Betonsockel, hellem Verputz und Holzfenstern stellt sich das Haus Galli/Schrepfer in keiner Weise gegen die Konventionen des Quartiers, in dem weiss gestrichene Häuser mit Teilen aus Holz dominieren. Der ungesinterte mineralische Putz mit seiner hellen, blau-grauen Tönung erscheint je nach Licht und Feuchtigkeit fast weiss, blau oder grau. Seine Farbe findet im Innenraum ein Echo im Boden des Erdgeschosses aus bläulichem Aargauer Muschelkalk. Der warme Gelbton der Fenster vermittelt zwischen dem wohnlichen Inneren und dem eher kühlen Äusseren. Eine getönte Lasur schützt das Holz, verhindert das witterungsbedingte Vergrauen und vermag gleichzeitig, die aus technischen und ökonomischen Gründen unterschiedlichen Hölzer farblich zusammenzubinden. Es zeigt sich in dieser einfachen Massnahme, dass nicht konstruktive «Reinheit» angestrebt worden ist, sondern vielmehr eine gewisse Normalität, die den ökonomischen Gegebenheiten und der Bescheidenheit der Bauaufgabe angemessen ist. Dies zeigt sich selbst beim grossen Fenster im Wohnraum, dem aussergewöhnlichsten Bauteil des Hauses. Mit dem aussenliegenden Kasten der Storen wurde zwar eine eher unübliche Konstruktionsweise gewählt. Sie hat aber den Vorteil, ohne konstruktive Akrobatik mit dem Holz der Laibungen im Innenraum überall gleich schlank bleiben zu können, was für den rahmenden Charakter des Fensters entscheidend ist. Gleichzeitig wurde darauf verzichtet, die Führungsschienen für den Schiebeflügel und die Storen zu versenken. Sie bilden aussen zusammen mit einem minimierten Wetterschenkel einen feinen Rahmen aus Aluminium, der jedoch die Einheit des Holzfensters kaum stört. Wie bei allen Fenstern liegt auch hier ein Rohladen als Sonnenschutz aussen flächenbündig im Rahmen. Er ist aus gleich behandeltem Holz wie die anderen Teile des Fensters gefertigt und unterstreicht so seine Einheit und – in geschlossenem Zustand – die Kompaktheit des Hauses.
Vaters Haus Das Haus Galli/Schrepfer stellt sich nicht gegen die Normalität seiner Umgebung. Obgleich blau, ist es nicht das Blaue Haus und obgleich anders als die Häuser des Quartiers, trägt es seine Andersartigkeit nicht zu Markte. Dies entspricht dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Vater als Bauherrn, dessen Leben in dem Haus Platz finden soll, und gegenüber dem Ort, der aus der eigenen Kindheit mit Erinnerungen und Erfahrungen aufgeladen ist. In diesem Sinn ist das Haus ein freundliches Haus, das sich unsentimental, aber mit Zärtlichkeit der Realität des Alltags stellt."

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