Areal Stadtsäge
Auf dem Areal der ehemaligen Stadtsäge soll Wohnraum für Studierende und einem bunten Bewohnermix entstehen. Mit rund 188 Wohneinheiten reagiert das Projekt auf den steigenden Bedarf an vielfältigem und bezahlbarem Wohnraum in der Stadt St. Gallen. Gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss ergänzen das Angebot und schaffen einen Mehrwert für das gesamte Quartier.
Der «Sägiplatz» als Herz und die «Sägigasse» als Rückgrat nutzen das Potential der speziellen Grundstücksform. In neun durch aussenliegende Lauben und Terrassen miteinander verbundenen Holzbauten entstand ein vielfältiger Wohncampus für Studierende, Familien, Wohngemeinschaften und flexible Wohnkonzepte. Die aussenliegenden Lauben, Terrassen und Galerien verbinden die ganze Anlage zu einer zusammenhängenden Raumfigur und bilden einen Beziehungs- und Begegnungsraum, der den Wohnraum der Studierenden aufwertet und erweitert.
Der «Sägiplatz» wird von einer Gruppe von vier Bauten gebildet. Die «Sägigasse» formiert sich aus verschieden proportionierten Zeilen, welche ein räumliches Gegenüber bilden und Querblicke offenlassen.
Der hohe Kostendruck und das Gesamtleistungsmodell führten zu seriell und industriell fabrizierten konstruktiven Lösungen. Die damit einhergehende Reduktion der Materialien und Mittel wurden sorgfältig austariert. Es entstand ein puristischer und abstrakter Ausdruck. Gleichzeitig setzt das gemäss SNBS Gold zertifizierte Projekt durch die Reduktion Impulse für das nachhaltige Bauen: Die kompakten kubischen Bauten sind in Holzbauweise in heimischem Holz realisiert, die Erschliessungen unbeheizt und aussenliegend. Das Projekt weist aufgrund der Optimierung des beheizten Raumes sowie der Materialisierung eine hohe Ressourceneffizienz sowie eine geringe CO₂-Bilanz aus.
Stadtsaegi
- Mitarbeitende Gesamtleistungsstudienauftrag:
- Yvonne Rudolf, Andreas Galli, Manuel Nagel, Charles Wülser, Monika Zaharievska, Maria Theis
- Mitarbeitende Realisierung:
- Lars Henze (Verantwortlicher Partner), Ana Dodevski (PL), Diana Brzezny, Sebastian Hiemisch
- Investor:
- Previs Vorsorge, Bern
- Gesamtleister:
- Halter AG, Zürich
- Landschaft:
- Westpol Landschaftsarchitekten GmbH, Basel
- Holzbauingenieur:
- B3 Kolb AG, Romanshorn
- Holzbau:
- Häring AG, Eiken
- Gebäudetechnik HLKS:
- Lippuner Energietechnik AG, Grabs
- Bauphysik und Akustik:
- Kopitsis Bauphysik AG, Wohlen
- Bild:
- Raumgleiter, Schlieren (Visus), Dugald Gardner (Fotos)
- Ort:
- St. Gallen, SG
- Auftraggeber:
- Previs Vorsorge, Bern
- Typ:
- Neubau, Entwicklungskonzepte
- Jahr:
- 2018–2026
- Verfahren:
- Gesamtleistungswettbewerb, 1. Rang
- Status:
- Realisiert
- Projektnummer:
- 300