Restaurant Klinik Littenheid
SchliessenOrt: | Littenheid, TG |
Auftraggeber: | Littenheid Immobilien AG, Littenheid |
Jahr: | 2009 - 2014 |
Typ: |
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Programm: |
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Verfahren: | Direktauftrag |
Mitarbeitende: | Claudio Schiess, Sabine Zweifel, Ana Dodevski, Sandra Kroll, Mojca Rebec, Luana Rossi, Valeria Schmidt-Pitsch, Patrik Schmid |
Baumanagement: | ph-Baumanagement AG, Frauenfeld |
Bauingenieure: | Grünfelder + Keller AG, Will / Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau AG, Rain |
Gebäudetechnik HLK: | Amstein + Walthert AG, St. Gallen |
Elektrotechnik: | Zweifel AG, Wil |
Akustik und Bauphysik: | BAKUS Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich |
Lichtplanung: | Hellraum GmbH, St. Gallen |
Gastroplaner: | Planbar AG, Zürich |
Bild: | Ralph Feiner, Malans |
Status: | Realisiert |
Projektnummer: | 137 |
Die Clienia Littenheid, eine Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, behandelt im Auftrag mehrerer Kantone Patienten verschiedenster Altersgruppen, von 10-Jährigen bis ins hohe Alter. Littenheid liegt nur wenige Kilometer südwestlich des Bahnhofs Wil SG in einer idyllischen Landschaftskammer, einem kleinen Tal, das sich in mehreren Windungen durch sanfte Hügel schlängelt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird an der aus einer Schule, dann einem Altersheim und später einem Asyl hervorgegangenen Anlage weitergebaut. Heute präsentiert sie sich als regelrechtes «Klinikdorf» mit mehreren Dutzend Gebäuden und einem grossen Park. Der Ausbau erfolgte jeweils nach pragmatischen Gesichtspunkten: Bei Bedarf wurden die benötigten Immobilien bereitgestellt und mit mehr oder weniger guter Architektur in die Anlage integriert. Wir studierten 2008 in einem Masterplan das strategische Potenzial der bestehenden Bauten und fassten mögliche Ausbauschritte ins Auge; dabei stellten sich architektonische wie siedlungs- und landschaftsräumliche Fragen. Im heterogenen Bestand gab es keine eindeutigen Antworten — vielmehr waren für eine Aufwertung der Dorfstruktur Eingriffe auf mehreren räumlichen wie organisatorischen Ebenen notwendig.
Die grundlegenden Gedanken dieses Masterplans verlangten eine präzise Positionierung eines Restaurants mit Öffentlichkeitsfunktionen, das in guter Erreichbarkeit in der Mitte des Klinikdorfes erstellt wurde. Der Bau ersetzt das ehemalige Café Huggi durch einen pavillonartigen Gebäudekörper mit prägnanter Ausstrahlung, der unterdessen zu einem beliebten Treffpunkt geworden ist.